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Agility – Hundesport mit Spaßfaktor

Hunde müssen körperlich und geistig ausgelastet werden. Wie das am besten gemacht wird, ist abhängig von der Hunderasse und dem Charakter des Hundes. Während die einen Hunde gerne lange und ausdauernd laufen, so spielen andere wieder lieber mit Bällen oder Frisbees. Einige Exemplare sind hervorragende Schwimmer und andere wiederum haben mit Sport so gar nichts am Hut. Idealerweise testet man mit einem jungen Hund ein paar Möglichkeiten und lässt das Tier entscheiden, auf welche Art es gerne beschäftigt wird. Ein sehr beliebter und gerne ausgeübter Hundesport ist das Agility.

Die Geschichte des Agility

Agility bedeutet Beweglichkeit und kommt wie so viele Sportarten aus England. Die Geschichte begann im Jahr 1977, als der Brite Peter Meanwell ein Springturnier für Hunde entwickelte. Er ließ sich dabei vom Pferdesport inspirieren. Der Parcours bestand aus Sprüngen mit Stangen, Reifen, einer Kletterwand, einem Steg und einem Slalom. Eine Wendestange und ein Fenstersprung ergänzten den Parcours. Zwei Vereine übten ein Jahr lang und präsentierten die neue Sportart im Folgejahr. Die Begeisterung des Publikums führte dazu, dass Agility schnell zu einer neuen Turnierart wurde, die im Laufe der 1980er auch Deutschland im Sturm eroberte. 1992 fand die erste Europameisterschaft in Frankreich statt, seit 1996 werden Weltmeisterschaften ausgetragen. Heute gibt es spezielle Turniere, die nur den FCI-Rassehunden vorbehalten sind. Für Mischlinge stehen andere internationale Wettbewerbe zur Verfügung.

Was ist Agility?

Das Prinzip des Agility ist es einen Parcours, der aus mehreren Hindernissen besteht, in einer bestimmten Reihenfolge und in vorgegebener Zeit zu absolvieren. Der Hundeführer hat dabei die Aufgabe, mithilfe der Körpersprache und von Hörzeichen den Weg zu beschreiben. Dabei dürfen weder Hund noch Hindernisse angefasst werden. Agility ist sowohl bei Hunden als auch bei Menschen deshalb so beliebt, weil es deren Zusammenarbeit fördert. Daneben macht es jede Menge Spaß und der Hund wird sowohl körperlich als auch geistig gefordert. Auch der Hundehalter muss dabei eine Menge Bewegung machen. Das macht Hund und Halter Spaß. Bevor man sich für Agility entscheidet, muss gewährleistet sein, dass der Hund gesund ist und einer derartigen Belastung standhält. Wichtig ist vor allem, dass keine Schädigungen des Bewegungsapparates vorliegen.

Für welche Hunde ist der Sport geeignet?

Agility - Hundesport mit Spaßfaktor

Foto: pixabay.com

Grundsätzlich ist Agility für die meisten Hunde geeignet. Je wendiger der Hund ist, desto eher wird er den Parcours meistern können. Das trifft vor allem auf die klassischen Hütehunde zu. Der Border Collie ist einer der am häufigsten im Agility Zirkus vorgestellten Hunde. Er wurde zum Schafehüten gezüchtet und benötigt unbedingt eine Herausforderung, wenn er als Partner der Menschen lebt. Der Sheltie, der auf den Shetlandinseln Ponys und Schafe hütet, ist ein sehr flinker, wendiger und kleiner Hund. Er ist optimal geeignet für diese Sportart und wird auch häufig auf Wettbewerben gesehen. Auch einige Terrierarten wie der Jack Russel, der Irish und der Foxterrier sind sportliche Hunde, denen Agility sicherlich Spaß macht. Großen schweren Hunden wird es sehr schwer fallen, den Parcours zu bewältigen. Darüber hinaus ist es nicht unbedingt die optimale Sportart für deren Bewegungsapparat. Kleine Hund sollten nicht unterschätzt werden. So ist etwa der Welsh Corgie ein hervorragender Agility-Hund. Natürlich sollte immer der Spaß an oberster Stelle stehen und so steht auch einem Chihuahua auf dem Parcours nichts im Weg. Diese sind auch im Vergleich zu größeren Tieren nicht benachteiligt. Es gibt drei Klassen, in denen gestartet werden, kann.

Die Regeln auf Turnieren

Der Hund absolviert den vorgegebenen Parcours ohne Leine. Geführt wird das Tier ausschließlich über die Körpersprache und über Hörzeichen. Der Hund muss daher über einen guten Grundgehorsam verfügen. Wird Agility nur zum Spaß ausgeübt unterliegt man natürlich keinerlei Regeln. Nimmt man an Wettbewerben teil, so sind fixe Regeln einzuhalten. So sind etwa die Hindernisse im Parcours nummeriert und müssen genau in dieser Reihenfolge absolviert werden. Dabei ist die Reihenfolge bei jeder Prüfung unterschiedlich. Wird ein Hindernis ausgelassen oder falsch angelaufen, kommt es zur Disqualifikation. Wie im Pferdesport gibt es auch hier eine Verweigerung, wenn der Hund vor dem Hindernis stehen bleibt oder zur Seite läuft. Für das Absolvieren des Parcours wird eine Zeit vorgegeben. Bei einem Turnier gewinnt das Tier mit den wenigsten Fehlern. Liegen zwei Hunde gleichauf so entscheidet die Zeit.

Agility fördert die Hund-Mensch-Beziehung

Damit der Parcours korrekt absolviert wird, ist eine Menge Geschick beim Hund aber auch bei dessen Mensch notwendig. Mensch und Hund müssen ein eingespieltes Team sein und perfekt zusammenarbeiten. Genau das macht ja auch den Reiz dieser Sportart aus. Hund und Mensch beobachten sich während der gesamten Zeit sehr genau und reagieren sofort auf jeden Hinweis. Dadurch wird die Beziehung zwischen den beiden deutlich gefördert.


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Kommentare

Heike 14. Februar 2017 um 14:42

Unsere Hundeschule bot einen Agilitykurs an. Ich habe mich sofort angemeldet, wurde aber belächelt, denn ich habe einen kleinen Hund. Leider denken viele, dass kleine Hunde nichts können und auch nicht in der Lage sind etwas zu lernen. Nichtsdestotrotz habe ich mit meinem Bolonka Zwetna mitgemacht. Und was soll ich euch sagen, meine süße Fellnase war in vielen Agility-Übungen besser und fitter als so mancher große Hund. Die anderen waren erstaunt und wir hatten viel Spaß beim Agility, was wir auch oft zu Hause in Wohnung machen.

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Fritz 22. Juni 2017 um 13:05

Agility ist ja wohl was für diejenigen, die den ganzen Tag nichts zu tun haben. Was soll es dem Hund bringen, wenn er wie ein Zirkustier Kunststücke kann? In meinen Augen ist das der größte Quatsch, der jemals in Hundeschulen und dergleichen angeboten wurde. Bei mir ist der Hund Hund und muss nicht wie ein Clown Kunststückchen einüben.

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