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Beruhigungsmittel für Hunde

Alljährlich nach Weihnachten freuen sich die Menschen auf den Jahreswechsel. Es wird gefeiert, gegessen und getrunken und um Punkt zwölf Uhr Mitternacht gibt es das obligatorische Feuerwerk. Während Raketen in bunten Farben in den Himmel steigen und Böller explodieren beginnt ein neues Jahr. Für den Menschen ist dieser Tag ein besonderes Fest. Für die Tiere kann dieser Tag allerdings der pure Stress werden. Es gibt viele Hunde, die das Haus an diesem Tag nicht einmal mehr verlassen, weil sie so große Angst haben. Dies ist jedoch nur eine der Situationen im Leben der Hunde in denen Angst und Unsicherheit vorherrschen können. Mit viel Geduld und einigen Hilfsmitteln können Hundehaltern ihren Tieren helfen, diese Situationen gut zu überstehen. Eine Möglichkeit sind Beruhigungsmittel für Hunde.

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Wie erkennt man Angst?

Ein Hund der Angst hat, reagiert immer instinktiv. Angst ist ein Gefühl und eine völlig natürliche Reaktion auf eine erwartete oder eingetretene Bedrohung. Diese Angst ist in freier Wildbahn sehr wichtig um sich rechtzeitig davor schützen zu können. In einer Angstsituation hat der Hund die Situation nicht unter Kontrolle. Er kann völlig anders reagieren, als man es von ihm gewohnt ist. Er folgt einfachsten Kommandos nicht mehr und hört auch nicht mehr auf seinen Menschen. Darum ist es sehr wichtig, Angst rechtzeitig zu erkennen und daran zu arbeiten. Der Hund zeigt im Falle von Angst stets Symptome, die es zu erkennen gilt. Er legt seine Ohren flach am Kopf an und senkt seine Rute. Manche Hunde ziehen sie zwischen den Beinen durch bis an den Bauch. Der Hund geht oder steht geduckt, um im Ernstfall sofort flüchten zu können. Der Hund zittert und hechelt. Die Atmung ist flach und schnell. Der Herzschlag erhöht sich deutlich und die Muskeln sind angespannt. Der Hund wirkt sehr aufmerksam und hört jedes Geräusch und reagiert auf alles, was er sieht. Je nach Grad der Angst sind diese Symptome deutlicher oder weniger deutlich ersichtlich.

Was sind typische Angstsituationen?

Situationen in denen der Hund starke Angst haben kann, sind sicherlich Tage wie Silvester. Auf dem Land kann auch eine Treibjagd bei einigen Exemplaren zu Angst führen. Manche Hunde reagieren auf große Fahrzeuge wie Traktoren und Lkws mit Angst. Eine ungewohnte Situation für den Hund kann auch eine lange Autofahrt sein. Nicht jeder Hund fühlt sich im Fahrzeug wohl und dies kann zu starkem Stress führen. Flugreisen fordern einem Hund sehr viel ab. Kleine Exemplare dürfen zumeist in der Kabine reisen, was deutlich angenehmer ist. Große Hunde müssen in Boxen im Frachtraum reisen. Es ist kalt, dunkel und alles ist ungewohnt. Für den Hund kann dies eine große Herausforderung sein und ihn an seine Grenzen bringen. Oft reicht es für einen Hund aber schon aus, wenn Besuch ins Haus kommt oder der Tierarztbesuch ansteht. Der Hund wird unruhig und ängstlich. In all diesen Situationen können Beruhigungsmittel gute Dienste leisten.

Hilfe durch Homöopathie

Zur Verfügung stehen viele verschiedene Arten von Hunde Beruhigungsmitteln. Sehr hilfreich kann hier die Homöopathie sein. Diese Heilmethode ist altbewährt und zeigt bei Tieren gut Wirkung. Es handelt sich um eine alternativmedizinische Behandlungsmethode, die auf den Lehren des deutschen Arztes Samuel Hahnemann beruht: Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt. In der Homöopathie werden Teile von Pflanzen, Tieren und Mineralien verwendet. Einige davon sind in großen Mengen sogar giftig. Diese Substanzen werden sehr stark verdünnt. Es entstehen die Potenzen. Homöopathische Mittel helfen nie unmittelbar wie etwa ein Schmerzmittel. Sie müssen für längere Zeit regelmäßig verabreicht werden, um ihre Wirkung zu entfalten. Homöopathische Mittel sind ideal, wenn der Hund regelmäßig Angstzustände zeigt, wie etwa Angst vor Fahrzeugen. Sie kann aber, rechtzeitig verabreicht, auch vor Silvester, einer langen Autofahrt oder einem Flug hilfreich sein. Um das richtige Mittel zu finden, ist ein wenig Erfahrung notwendig. Im Handel gibt es heute aber schon spezielle Mischungen für Tiere, die einfach zu verabreichen sind.

Bachblüten helfen bei Stress und Angst

Ähnlich der Homöopathie wirken die sogenannten Bachblüten. Sie gehen auf die Lehren des britischen Arztes Edward Bach zurück. 38 Blüten entsprechen den jeweiligen Charaktereigenschaften eines Lebewesens. Werden hier Defizite erkannt, hilft die entsprechende Blüte, diese auszugleichen. Typische Blüten bei Angst und Unsicherheit sind Aspen, Mimulus und Rock Rose. Wobei Aspen eher für Unsicherheit und Rock Rose für akute Panik stehen. Ebenso wie bei der Homöopathie ist auch bei den Bachblüten Erfahrung notwendig um die richtige Mischung zu finden. Auch diese Substanzen müssen regelmäßig über einen längeren Zeitraum eingenommen werden um eine Wirkung zu zeigen. Eine gute Möglichkeit für den Notfall sind die sogenannten Notfalltropfen oder Rescue Remedy. Sie sind eine Mischung aus fünf speziellen Blüten und können im Ernstfall Blockaden lösen und Angstzustände mildern. Sie sind bei Autofahrten, zu Silvester aber auch etwa bei Verletzungen oder Operationen eine große Hilfe. Bachblüten Rescue sind heute sogar als Hundeleckerli erhältlich und können auch im Alltag sehr hilfreich sein.

Pheromone beruhigen nicht nur den Welpen

Eine weitere Möglichkeit den Hund zu beruhigen sind Pheromone. Es handelt sich dabei um Geruchsstoffe, die sogenannten Dog Appeasing Pheromone, die von der Hündin etwa drei bis fünf Tage nach der Geburt der Welpen im Gesäuge gebildet werden. Diese Stoffe wirken aber nicht nur bei den Welpen, sondern auch bei älteren Hunden. Heute werden die Pheromone künstlich synthetisiert und von Tierärzten gerne verwendet. Sie helfen bei Angstzuständen wie bei einem Gewitter oder zu Silvester, aber auch wenn der Hund Angst vor dem Alleine sein hat. Sogar auf neurotische Störungen wie Unsauberkeit oder übermäßiges Bellen kann man mit den Pheromonen positiv einwirken. Die Mittel sind im gut sortierten Fachhandel, in der Apotheke oder beim Tierarzt erhältlich. Zum Einsatz kommen Halsbänder, Tabletten oder Zerstäuber für den Wohnraum.

Vorsicht mit Psychopharmaka

Die allerletzte Möglichkeit um sein Tier zu beruhigen sollten Medikamente, sogenannte Psychopharmaka sein. Psychopharmaka sind Substanzen, die Stoffwechselvorgänge im Gehirn beeinflussen können. Damit wird die psychische Verfassung verändert. Sie werden in der Humanmedizin bei psychischen Erkrankungen verordnet und können in speziellen Fällen auch in der Tiermedizin hilfreich sein. Diese Mittel gehören allerdings nur in die Hände eines Tierarztes. Keinesfalls dürfen Hundehalter diese Medikamente ohne vorherige Konsultation des Arztes verabreichen. Die Medikamente sind in der Hundewelt auch entsprechend umstritten. Viele dieser Psychopharmaka stellen den Hund ruhig. Er ist zwar bewegungsunfähig, bekommt aber alles rund um sich herum voll und ganz mit. Die Gabe dieser Mittel kann die Angst daher deutlich verstärken. Psychopharmaka sollten unbedingt als allerletzte Möglichkeit in Betracht gezogen werden. Sie dürfen nur in Notfällen und nur nach Rücksprache mit dem Arzt gegeben werden.

Grenzen der Beruhigungsmittel für Hunde

Hundebesitzer müssen sich immer dessen bewusst sein, dass jede Art der Beruhigungsmittel nur für spezielle Fälle eingesetzt werden darf. Beruhigungsmittel sind keinesfalls dazu da um den Hund gefügig zu machen und ihn an Alltagssituationen „anzupassen“. Wer keinen lebhaften und aktiven Hund möchte, der muss auf ruhige Rassen zurückgreifen und einen Hund wählen, der zu ihm und seiner Familie passt. Erziehung erfordert Geduld und manchmal auch Nerven. Beruhigungsmittel können dies nicht ersetzen. Zeigt der Hund Verhaltensauffälligkeiten, so muss mit ihm entsprechend gearbeitet werden. Vielleicht fehlt ihm die notwendige Bewegung oder auch eine Beschäftigung, die ihn auslastet. In derartigen Fällen können Hundetrainer gerne weiterhelfen. Hyperaktive Hunde, die dem Halter auf Schritt und Tritt folgen und ständige Aufmerksamkeit suchen, sind zumeist dazu erzogen worden. Auch in diesen Fällen sind Beruhigungsmittel für Hunde der falsche Weg. Hier helfen konsequente Erziehung, Zuneigung und viel Geduld.