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Der Labrador

Labrador

Labrador | Foto: Chiemsee2016 / pixabay.com

Der Labrador ist einer der beliebtesten Retriever überhaupt. Diese britische Hunderasse ist nicht nur die beliebteste überhaupt, vielmehr ist der Labrador auch in verschiedenen Farbschlägen erhältlich. Von der FCI anerkannt sind die Farben schwarz, beige/gelb und braun. Besonders interessant ist hierbei auch, dass der Labrador grundlegend auch alle Farben vererben kann. So kann es durchaus schon mal vorkommen, dass in einem Wurf alle drei Farben vertreten sind. Als perfekter Familienhund ist er auch in vielen Familien mit Kindern zu finden. Der Labrador ist ein mittelgroßer Hund mit einem kräftigen Körperbau und einem nicht minder kräftigen Kopf.  Für viele Hundeliebhaber ist das kurze und dennoch dicke Fell des Labradors ein entscheidender Vorteil, da sich hier die Fellpflege in Grenzen hält.

Der Labrador und sein Wesen                                        

Der Labrador besticht durch sein liebevolles und aufgewecktes Wesen. Seine wachen Augen haben stets alles im Blick und so entgeht ihm natürlich auch nicht der geringste Spaß. Dieser sehr aktive Hund liebt es zu arbeiten. Da er sowohl Menschen im Allgemeinen als auch Kinder im Besonderen liebt, lässt er sich von beiden besonders gerne beschäftigen. Auch das Spielen mit Kindern bereitet dem Labrador eine ganz besondere Freude. Für einen Labrador ist es oberstes Ziel, seinem Menschen immer und in jeder Gelegenheit zu gefallen und Spaß mit ihm zu haben. Obgleich er sehr gut auf seine Menschen und vor allem auf seine Kinder aufpasst, fehlt ihm eine gewisse Schärfe. Er will natürlich immer mit dabei sein und freut sich immer, wenn er mit seinem Rudel, also mit seiner Familie gemeinsam etwas unternehmen kann.

Der geschichtliche Hintergrund vom Labrador

Obgleich viele Hundefreunde der Meinung sind, der Labrador hätte seinen Ursprung auf der Labrador-Halbinsel Kanadas, so liegt sein Ursprung doch genau genommen in Neufundland. Es wird angenommen, dass dieser beliebte Familienhund auf der Basis des seinerzeit sehr begehrten St. John Hundes gezüchtet wurde. Erste ernsthafte Zuchtversuche lassen sich auf die frühen achtziger Jahre des 19. Jahrhunderts datieren. Sie wurden in England und Schottland eben auf Basis des St. John´s Hundes durchgeführt. Bereits im Jahre 1899 kam es zu einem Wurf an sich rein schwarzer Elterntiere, in welchem dann auch ein gelber Welpe zu finden war. Diese gelben Welpen galten zunächst noch als unerwünscht und wurden in den meisten Fällen getötet. Erst Jahre später fanden sowohl die gelben als auch die braunen Nachkommen ihre Anhänger und Liebhaber. IN Deutschland wurde der erste Wurf von Labrador Welpen jedoch erst im Jahre 1966 beim VDH registriert.

Welche Ansprüche stellt der Labrador?

Labrador Welpe

Labrador Welpe | Foto: ales_kartal / pixabay.com

Der Labrador zählt im eigentlichen Sinne zu den Jagdhunden. Als solcher findet er auch heute noch seinen Einsatz. Vor allem in England wird er immer noch für die sogenannte Arbeit nach dem Schuss eingesetzt. Vor allem bei Wasserwild ist er voll und ganz in seinem Element, was sich auch im Alltag durchaus bemerkbar macht. Obgleich der Labrador auch bei uns in Deutschland immer wieder jagdlich geführt wird, ist er bei uns doch eher der Familienhund. Wenn er zur Jagd eingesetzt wird, dann hier auch in aller Regel für die Arbeit vor dem Schuss, seltener für die Suche nach erlegtem Wild. Der Labrador ist ein sehr aufgeweckter Hund, der nicht nur gerne und viel arbeiten mag sondern der auch sehr gelehrig ist und sich für die verschiedensten Bereiche der Arbeit regelrecht anbietet.

Was braucht ein Labrador also um wirklich glücklich zu sein? In erster Linie einmal braucht er Beschäftigung. Lange Spaziergänge und Wanderungen sind hier ebenso unabdingbar wie die geistige Auslastung. Der Labrador besticht in dieser Hinsicht auch durch seine besonders feine Nase und lässt sich daher auch super zum Suchen einsetzen. Ob es nun direktes Man Trailing, also die Suche nach Personen ist oder einfach die Suche nach Leckerlis und Spielzeug ist dem Labrador völlig egal. Auch zu, Erlernen verschiedenster Kunststücke ist diese Hunderasse bestens geeignet. Daneben möchte ein Labrador natürlich auch immer mal wieder ins Wasser. Auch das Apportieren aus dem Wasser heraus ist für ihn eine begehrte Art der Auslastung.

Der Labrador und seine Gesundheit

Wie bei vielen anderen Hunderassen so ist auch beim Labrador einiges in der Genetik verborgen, was zu Krankheiten der verschiedensten Art führen kann. Wer sich für einen Labrador interessiert, sollte natürlich auf Nummer sicher gehen und schauen, dass die Eltern möglichst frei von folgenden Krankheiten sind. Neben den Klassikern HD und ED, also der Hüftdyslasie und der Ellenbogendysplasie sind beim Labrador noch weitere Erkrankungen zu finden. Ein weit verbreitetes Problem beim Labrador ist auch die sogenannte progressive Retina Atrophie. Hier handelt es sich um eine Erkrankung der Netzhaut, die durchaus zu vollständiger Blindheit führen kann. Wichtig ist in jedem Fall, dass der Labradorwelpe, um die Gelenke zu schonen und deren Wachstum und Festigung nicht negativ zu beeinflussen, nicht viel Treppen steigen und nicht springen sollte. Auch ist auf eine eiweißarme Ernährung zu achten. Zu viel Eiweiß führt zu einem schnellen Wachstum, was sich wiederum auch unvorteilhaft auf die Gelenke und  deren Entwicklung auswirkt.

Der perfekte Mensch für einen Labrador ist…..

Aktiv, geduldig und flexibel. Der Labrador braucht Menschen, die viel und gerne in der Natur unterwegs sind. Couch Potatoes sind in keinem Fall geeignet um einem derartigen Hund gerecht werden zu können. Auch sollten die Menschen eines Labradors nicht unbedingt in einer kleinen Wohnung leben. Dies ist nur dann akzeptabel und im Sinne des Hundes, wenn seine Menschen ihn tagsüber wirklich in vollem Maße auslasten können. Wie alle Retriever ist auch der Labrador eine kleine Fressmaschine. Das bedeutet für seinen Menschen, dass er vor allem einen Welpen oder Junghund nie lange aus den Augen lassen darf. Ein Labrador frisst zumindest als Junghund in der Tat alles, was ihm vor die Schnauze kommt. Das führt nicht selten zu dem einen oder anderen Gang zum Tierarzt und zu einigen Fremdkörpern die entfernt werden müssen. Der Labrador ist die Rasse mit dem skurrilsten Funden an Fremdkörpern in seinem Inneren. Somit sollte sich der zukünftige Besitzer eines Labradors durchaus auch darüber im Klaren sein, dass er einen Großteil seiner Zeit damit verbringen wird und auch muss, die Umgebung des Hundes nach Fremdkörpern abzusuchen, die der Hund nicht aufnehmen darf.  Daneben sollte sich der Labradorbesitzer auch immer wieder neue Abenteuer für seinen Hund einfallen lassen. Der Labrador braucht immer mal wieder Abwechslung. Immer und immer wieder dasselbe tun zu müssen wäre für ihn mit tödlicher Langeweile gleichzusetzen. So würde er sich schnell daran machen sich eine eigene, aus seiner Sicht interessante Beschäftigung zu suchen. Das wiederum wäre nicht immer im Sinne seines Menschen.

Fazit

Der Labrador ist also ein sehr aktiver Begleiter und zeitgleich ein absolut treuer und liebevoller Familienhund. Er lässt sich auch wunderbar mit kleinen Kindern zusammenführen und auch Katzen sowie andere Tiere sind kein Problem. Wer sich einen Labrador wünscht sollte die Natur lieben und gerne sowie viel Spazierengehen oder wandern. Ansonsten ist der Labrador ein eher ruhiger und gemächlicher Vertreter, der es liebt bei seiner Familie zu sein und einfach nur zu kuscheln. Allerdings ist er auch ein sehr intelligenter Hund, der, wird er nicht artgerecht ausgelastet, gerne auch mal eigene Entscheidungen trifft.

Aufgrund seiner Aktivität sollte er nicht in zu kleinen Wohnungen gehalten werden. Ein Haus mit Garten wäre optimal, vor allem wenn der Labrador bei allen Aktivitäten dabei sein darf. Als leicht zu führender Hund ist der Labrador durchaus auch für unerfahrene Hundehalter geeignet. Alles was er möchte ist seinem Menschen gefallen. Somit ist er auch sehr darauf bedacht, stets alles richtig zu machen und die Wünsche seines Menschen zu erfüllen.


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