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Der Rhodesian Ridgeback

Rhodesian Ridgeback

Rhodesian Ridgeback | Foto: Lomax58 / pixabay.com

Ursprünglich aus Südafrika und Simbabwe stammend ist der Rhodesian Ridgeback ein Hund, der sich besonders vielseitig nutzen lässt. Obgleich er in vielen Teilen der Welt nach wie vor in erster Line als Jagdhund geführt wird, kommt er doch auch als Wachhund zum Einsatz. Daneben ist der Rhodesian Ridgeback doch auch ein absolut toller Familienhund, der auch besonders Kinder über alles liebt und ihnen ein hervorragender vierbeiniger Begleiter ist.  Erstaunlicherweise wurde dieser Hund im Jahre 1992 in Bayern als sogenannter Listenhund eingestuft. Das bedeutet, dass es ein Hund mit einem besonders hohen Potenzial für Aggressivität ist.  Wie genau man zu dieser Einschätzung kam, ist nicht verständlich. Letzten Endes musste der Rhodesian Ridgeback jedoch 2002 wieder als ungefährlich eingestuft werden. Sicher ist diese Rasse nicht unbedingt für absolute Hundeanfänger geeignet, dennoch können auch sie mit professioneller Hilfe aus ihrem Hund einen treuen und liebevollen Begleiter machen. Allerdings muss sich auch jeder vor Augen führen , dass der Rhodesian Ridgeback in der Tat über einen sehr ausgeprägten Wach – und Schutzinstinkt verfügt und sowohl seine Menschen als auch deren Hab und Gut stets verteidigen und beschützen wird.  Allerdings ist er auch eine besonders treuer und liebevoller Begleiter, der mit seinem Menschen durch dick und dünn geht. Ein toller Familienhund, der gerade auch für Kinder gut geeignet ist, da er sich im Umgang mit ihnen durch besondere Geduld und Vorsicht auszeichnet.  Bei entsprechender Sozialisierung lässt sich der Rhodesian Ridgeback auch ganz gut mit anderen Tieren zusammen halten.

Das Wesen vom Rhodesian Ridgeback

Der Rhodesian Ridgeback ist ein kräftiger Hund mit einem recht ausgeprägten Schädel, der für seinen Menschen durchs Feuer gehen würde, wenn er denn richtig gehalten wird. Er hat einen natürlichen Bewegungsdrang und auch der jagdliche Trieb ist recht ausgeprägt. Dennoch ist er sowohl für den jagdlichen Gebrauch als auch für den Einsatz als Familienhund  bestens geeignet.  Diese Hunde präsentieren sich mit äußerst viel Würde und zeichnen sich durch ein hohes Maß an Intelligenz aus, was natürlich dazu führt, dass sie auch unbedingt durch entsprechende Kopfarbeit auszulasten sind. Fremden gegenüber zeigt sich der Rhodesian Ridgeback zunächst einmal etwas verhalten, jedoch ohne auch nur die geringste Aggressivität. Diese Hunde schauen sich neue Situationen immer erst einmal genau an und entscheiden dann, wie sie damit umgehen. Aus diesem Grund sind sie auch fremden Hunden gegenüber leicht zu handhaben und sind so auf ihren Menschen geprägt, dass sie sich in der Regel aus jeder Situation heraus optimal abrufen lassen.  Kindern gegenüber präsentiert sich dieser Hund sehr vorsichtig und ist stets darauf bedacht, nichts falsch zu machen. Im jagdlichen Bereich sind diese Hunde dabei ebenso leichtführig wie im familiären Bereich.  Bestens ausgelastet präsentieren sich diese Hunde dann auch als absolute Schmuser und lieben die Nähe und das Beisammensein mit ihrem Menschen.

Der geschichtliche Hintergrund vom Rhodesian Ridgeback

Stolz kann diese Rasse in jedem Fall auf sich sein. Sind sie doch die einzigen Hunde, die aus Südafrika stammen und eine offizielle Anerkennung durch die FCI erfahren haben. Die eigentliche Zuchtgrundlage vom Rhodesian Ridgeback bildeten alte Hunderassen der Kapkolonie, die gezielt zusammen gekreuzt wurden um die gewünschten jagdlichen Eigenschaften zu erzielen. Dabei sollte nicht nur der Wille zur Arbeit im jagdlichen Bereich besonders ausgeprägt sein. Die Hunde sollten dennoch sehr leicht zu führen und aus jeder Situation abrufbar sein. Eine der Haupteigenschaften des Rhodesian Ridgeback ist das Aufspüren von Wild auch aus besonders weiten Entfernungen heraus. Das macht ihn auch heute noch zu besonders guten Fährtenhunden. Daneben sollten sie jedoch auch die Siedlungen der Menschen bewachen und vor Wild warnen sowie dieses auch vertreiben. Aus dieser Tatsache resultiert auch der heute noch stark ausgeprägte Schutzinstinkt.  Auch zur Jagd auf Löwen und Großwild kamen sie immer wieder zum Einsatz. Dabei sollten sie das Wild nicht nur aufspüren sondern dieses auch so lange am Platz halten bis die Jäger vor Ort eingetroffen waren und es schließlich erlegen konnten. Der originale Rassestandard wurde im Jahre 1922 auf der Basis des Rassestandards für Dalmatiner aufgestellt. Der entgegen der eigentlichen Fellrichtung verlaufende Aalstrich dieser Hunde. Dieser wird als Ridge bezeichnet und durch die Tatsache, dass er genau rückwärts zum eigentlichen Fell verläuft kam die Bezeichnung Ridgeback.

Welche Ansprüche stellt der Rhodesian Ridgeback

Rhodesian Ridgeback

Rhodesian Ridgeback | Foto: Oldiefan / pixabay.com

Mit einer Widerristhöhe von etwa 63 bis 69 cm bei den Rüden und bis zu 66 cm bei den Hündinnen ist schon klar, dass diese Hunde zunächst einmal entsprechenden Platz brauchen. Der Rhodesian Ridgeback ist also kein Hund für die Wohnungshaltung, zumindest sollte diese dann entsprechend groß sein und der Hund bestens ausgelastet werden.  Er ist ein sehr bewegungsfreudiger Hund, der nicht nur sehr gerne sondern vor allem auch gerne lange spazieren geht. Er möchte daneben allerdings aufgrund seiner hohen Intelligenz  auch vom Kopf her entsprechend ausgelastet werden.  Hierfür eignen sich sowohl die Fährtenarbeit als auch Intelligenzspiele in verschiedenster Form. Wird der Rhodesian Ridgeback nicht jagdlich geführt sondern als Familienhund gehalten, dann sollte bereits im Welpenalter damit begonnen werden, den Trieb, den diese Rasse mit sich bringt, abzutrainieren. Es ist ein Jagdhund, der diese Veranlagung schon genetisch bedingt mit sich bringt. Hier kann jedoch gerade bei jungen Hunden gezielt und sehr erfolgreich dran gearbeitet werden.  Dennoch möchte der Rhodesian Ridgeback natürlich auch seinem Menschen gefallen und ist stets bemüht alles richtig zu machen. Hier sollte immer darauf geachtet werden, dass diese Hunde auch Familienanschluss haben wollen und sehr gerne schmusen.

Der Rhodesian Ridgeback und seine Gesundheit

Im Grunde genommen handelt es sich beim Rhodesian Ridgeback um sehr gesunde und robuste Hunde, die nur verhältnismäßig wenige Erbkrankheiten mit sich bringen. Sicher sind auch HD und Ed ein Thema, aber aufgrund besonders verantwortungsvoller Zucht glücklicherweise recht selten. Als erblich bedingter Defekt ist jedoch DS zu nennen, also der Dermoid Sinus. Hierbei handelt es sich um eine in der embryonalen Entwicklung angesiedelte Störung, die dazu führt, dass sich über den sich entwickelnden Welpen Hauteinstülpungen bilden, die teilweise auch über den gesamten Rücken reichen können.  Zwar können hiervon betroffene Welpen nach der Geburt operiert werden und dann ein langes und beschwerdefreies Leben führen, doch sollten sie in jedem Fall von der Zucht ausgeschlossen werden. Ansonsten kommt es auch immer mal wieder zu auftretenden Allergien, dies ist jedoch auch im Vergleich zu anderen Rassen nicht in erhöhter Häufigkeit zu finden.

Der perfekte Mensch für einen Rhodesian Ridgeback ist…..

Im besten Fall schon erfahren in der Hundehaltung und der Erziehung. Er ist sehr sportlich und lässt sich immer wieder etwas Neues einfallen, um seinen Liebling auszulasten.  Er kann sich liebevoll aber dennoch konsequent durchsetzen und bietet dem Hund neben der nötigen Auslastung auch ein hohes Maß an Abwechslung. Dies ist aufgrund der hohen Intelligenz der Hunde besonders wichtig, da sie sonst ihrem Menschen schnell etwas vorweg nehmen. Des weiteren sollte der Besitzer vom Rhodesian Ridgeback seinen Hund mit vollem Familienanschluss halten und bedenken, dass diese Hunde eine sehr enge Bindung zu ihren Menschen aufbauen und diesen auch in jedem Fall bis aufs Äußerste verteidigen würden. Gerne in der Natur unterwegs, geduldig und flexibel, das sind die wichtigsten Merkmale, die der Besitzer vom Rhodesian Ridgeback auszeichnen und die zu einem glücklichen und harmonischen Miteinander beitragen.

Fazit

Der Rhodesian Ridgeback ist ein besonders vielseitiger und liebevoller, sehr wachsamer und treuer Hund, der zwar eine gute Portion Konsequenz in der Erziehung braucht und viel Auslastung, doch auch als Familienhund eine gute Figur macht.  Sein freundliches Wesen lässt den Rhodesian Ridgeback auch für Kinder zu einem wundervollen Freund und Begleiter werden. Aufgrund der besonders verantwortungsvollen Zucht sind hier bei dieser Rasse vergleichsweise wenige Erbkrankheiten zu finden. Man bekommt also in der Regel einen besonders robusten und gesunden Hund mit viel Power und Ausdauer. Dennoch verfügt der Rhodesian Ridgeback auch über den sogenannten Please to Will, er will seinem Menschen immer gefallen und stets alles richtig machen. Ein toller Begleiter für alle Situationen mit dem man das eine oder andere Abenteuer erleben oder einfach nur Spaß haben kann.


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