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Elektrohalsband

Wir möchten darauf hinweisen, dass die elektrischen Halsbänder für Hunde (Teletakthalsbänder) in Deutschland gemäß Tierschutzgesetz verboten sind. Dieser Text gibt weder unsere persönliche Meinung wider, noch möchten wir Hundebesitzer dazu auffordern, diese zu verwenden. Es handelt sich hierbei lediglich nur um einen Informationstext zum Thema Elektrohalsbänder.

Unser Tipp: Persönlich halten wir nicht viel von dem Einsatz von Erziehungshalsbändern durch Anfänger. Wir empfehlen jedem den Besuch einer Hundeschule. Empfehlen können wir zum Beispiel diese günstige Online-Hundeschule.

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Was sind Elektrohalsbänder beziehungsweise Teletakthalsbänder?

Ein Teletakt-Halsband (auch Elektrohalsband oder Elektroreizgerät) besteht in der Regel aus einem Halsband (Empfänger) und einer Fernbedienung (Sender). Dieses Halsband löst auf Knopfdruck einen elektrischen Reiz bei einem Fehlverhalten des Hundes aus. In der Regel kann man bei diesen Halsbändern die Impulsstärke und die Impulsdauer individuell einstellen. Manche Elektrohalsbänder verfügen noch zusätzlich über eine Vibrationsfunktion.

Im Prinzip funktioniert ein Elektrohalsband ähnlich wie ein Sprühhalsband, nur dass statt des Sprühstoßes eben ein kurzer elektrischer Reiz ausgeübt wird. Sprühhalsbänder sind im Übrigen in Deutschland als Erziehungshilfe erlaubt.

Ein Teletakt- oder Elektrohalsband soll dem Hundebesitzer dabei helfen, unerwünschtes Verhalten, wie beispielsweise Jagen, dem Hund ein für allemal zu verleiden. Denn es gibt leider Hunde, die sich als äußerst erziehungsresistent erweisen.

Wann kann ein Elektrohalsband eingesetzt werden?

Wir möchten nochmals darauf hinweisen, dass Elektrohalsbänder in Deutschland zur Hundeerziehung verboten sind. Es handelt sich, wie oben schon erwähnt, lediglich um einen Informationstext.

Wichtig ist, dass der Hund bereits charakterlich gefestigt ist und auch ein gewisses Alter erreicht hat. Ihr Hund sollte mindestens 10 Monate alt sein, bevor Sie mit dem Training mit einem Teletakthalsband beginnen. Zudem sollte der Hund nicht ängstlich oder hochsensibel sein, denn sonst erreichen sie mit einem Elektrohalsband genau das Gegenteil von dem, was sie erreichen wollen. So kann der Hund unter Umständen aggressiv werden oder ängstlich auf Sie reagieren. Oder der Hund flüchtet panisch, wenn er dem ersten Elektroreiz ausgesetzt war. Ein Teletakt- oder Elektrohalsband sollte also IMMER vorsichtig und mit Bedacht eingesetzt werden.

Ein Elektrohalsband soll unerwünschtes Verhalten korrigieren. Das kann zum Beispiel das völlige ignorieren Ihres Rückrufkommandos sein. Denn manche Hunde haben die Angewohnheit, sobald sie von der Leine gelassen werden, alleine losziehen zu wollen und das, obwohl man mit ihnen schon seit ihrer Welpenzeit den Rückruf per Schleppleine und Leckerchen geübt hat. Dieses Abhauen kann für den Hund schlimme Folgen haben. Denn bedenken Sie: Wildern kann in Deutschland tödlich sein! Zudem ist es auch fatal, wenn ihr Hund zum Beispiel auf eine vielbefahrene Hauptstraße rennt. Gerade wenn Ihr Hund einen starken Jagdtrieb hat, kann so ein Elektrohalsband eine sinnvolle Erziehungshilfe sein, denn manche Modelle funktionieren auch über sehr große Distanzen (ca. 1000 Meter).

Reiter die ihren rückrufresistenten Hund bei einem Ausritt mitnehmen möchten, können ein Elektrohalsband einsetzen, wenn der Vierbeiner mal wieder eigene Wege gehen möchte.

Bedenken Sie: Auch ein Hund der sonst perfekt gehorcht, kann durchaus einmal einen Aussetzer haben. Mit einem Teletakt- beziehungsweise Elektrohalsband haben Sie über eine relativ große Reichweite eine „Zugriffsmöglichkeit“ auf Ihren Hund. Das ist doch besser als wenn er überfahren wird oder wegen Wildereiverdacht erschossen wird.

Wie funktioniert ein Elektrohalsband?

Bei einem Teletakt- beziehungsweise Elektrohalsband wird per Fernbedienung ein Impuls ausgelöst. Das kann ein Vibrieren, ein Tonsignal oder eben auch ein leichter elektrischer Schlag sein. Es kommt vor allem auf das richtig Timing an, wann der Impuls ausgelöst wird. Ein Beispiel: Sie sind mit Ihrem Hund Gassi und lassen Ihren Vierbeiner frei laufen, also ohne Leine. Nun kommen Ihnen Fußgänger, Jogger, Radfahrer oder andere Hunde entgegen und Sie wollen Ihren Hund zurückrufen. Der reagiert aber nicht, weil er sich denkt: „Ruf du nur, ich hör nix, alles andere ist viel spannender.“ Welcher Hundebesitzer hat das noch nicht erlebt?

Jetzt haben Sie haben jetzt zwei Sekunden Zeit, den Impuls auszulösen, um Ihren Hund von seinem unerwünschten Verhalten abzubringen und die Aufmerksamkeit wieder auf sich zu lenken. Das heißt: Sie rufen Ihren Hund und geben ihm genug Zeit geben, sein Fehlverhalten selbst zu korrigieren. Kommt aber innerhalb von zwei Sekunden keine Reaktion und der Hund ignoriert Sie weiterhin komplett:  Impuls auslösen.

In der Regel verfügen die Elektrohalsbänder über drei Funktionen, die per Fernbedienung ausgelöst werden: ein Tonsignal, Vibrieren und der Elektroimpuls. Denn es gibt durchaus Hunde, bei denen es ausreicht sie mit einem Tonsignal oder mit dem Vibrieren auf ihr Fehlverhalten aufmerksam zu machen. Korrigiert Ihr Hund sein Verhalten dann immer noch nicht, ist die nächste Stufe an der Reihe: Der elektrische Impuls.  Hier kann man bei den meisten Halsbändern zwischen verschiedenen Impulsstufen wählen. Denn nicht jeder Hund reagiert gleich. Bei manchen Hunden reicht schon ein schwacher Impuls auf, während man bei anderen schon etwas stärkere Geschütze auffahren muss. Nach einer gewissen Zeit wird Ihr Hund gelernt haben, dass das Ignorieren eines Rückrufes sehr unangenehme Folgen für ihn haben kann.

Das Elektro- beziehungsweise Teletakthalsband sollte wirklich nur dann angelegt werden, wenn Sie mit Ihrem Hund trainieren beziehungsweise wenn es wirklich darauf ankommt, dass er hört (zum Beispiel beim Fahrradfahren oder beim Ausritt).

Angeboten werden die Sprühhalsbänder von Herstellern wie Pet Tec, Dog Trace oder Canicom.

Die modernen Elektrohalsbänder beziehungsweise Teletakthalsbänder arbeiten mit einer sehr geringen Energie. Ältere Geräte waren da schon ein anderes Kaliber, denn diese haben häufig einen sehr starken Impuls ausgelöst, der den Hund förmlich „umgehauen“ hat.

Teletakt- oder Elektrohalsbänder sollen ein Hilfsmittel zur Hundeerziehung sein. Es geht nicht darum, dass Sie Vierbeiner Ihrem absichtlich Schmerzen zufügen. Vielmehr soll der Hund darauf aufmerksam gemacht werden, dass sein Verhalten absolut nicht erwünscht ist und er das bitte in Zukunft unterlassen soll.

Der Impuls sollte immer das letzte Mittel sein um das Verhalten des Hundes zu korrigieren. Zudem sollte man auch immer mit den schwächsten Impulsen trainieren. Nur wenn Ihr Hund gar nicht reagiert, können Sie die Impulsstärke immer noch steigern.

Es kommt also auch bei dieser Art von Halsband immer auf das richtige Timing an, genauso wie beim Sprühhalsband.

Warum ein Elektrohalsband?

Ein enormer Vorteil von den Teletakt- beziehungsweise Elektrohalsbändern ist ihre große Reichweite. Diese beträgt teilweise bis zu 1500 Meter. Zudem sind manche dieser Ferntrainer-Systeme erweiterbar. Das heißt, Sie können mit einer Fernbedienung bis zu vier Halsbänder steuern (zum Beispiel beim System der Firma Canicom).

Häufig sind die Halsbänder akkubetrieben und können wieder aufgeladen werden.

Es gibt Hunde bei denen auch das beste Rückruftraining nicht funktioniert. Da kann man das Kommando mit Hilfe von Schleppleine und Leckerlies üben, bis es Hund und Halter zu den Ohren rauskommt. Nur ein Reh (wahlweise auch Hase oder Vogel) am Waldesrand und Ihr Hund geht seiner eigenen Wege und das oft stundenlang. Ihnen als Besitzer bleibt dann nichts anderes übrig als zu warten, ob Ihr Hund auch wieder auftaucht. Oder Ihr unkastrierter Rüde verliebt sich ganz spontan in die läufige Hündin auf der anderen Straßenseite, rennt los und hört vor lauter Hormonüberschuss nicht mehr auf Sie. Dann kann so ein elektrisches Halsband durchaus ein probates Hilfsmittel sein um den Hund davon abzubringen seinen Jagdtrieb auszuleben oder hormongesteuert in das nächste Auto zu rennen. Fußgänger oder Radfahrer sind oft wenig begeistert, wenn sie von einem Hund enthusiastisch begrüßt werden, und  Herrchen oder Frauchen es nicht schaffen, ihren Hund von seinem Vorhaben abzubringen (zumal das unter Umständen auch ziemlich teuer werden kann). Auch hier kann so ein Elektrohalsband ein vernünftiges Mittel sein.

Allerdings kann so ein Halsband niemals eine konsequente und liebevolle Erziehung ersetzen. Es ist allenfalls ein Hilfsmittel, ein „Nasenstüber“, wenn Ihr Hund mal wieder nicht hört.

Eine weitere Einsatzmöglichkeit ist das Anti-Bell Training. Nichts ist lästiger als ein Hund, der Non-Stop am Kläffen oder Bellen ist. Mal ganz davon abgesehen, dass das unter Umständen auch Ärger mit dem Vermieter und/oder den Nachbarn geben kann. Allerdings muss man dem Hund auch hier die Chance geben, sein Verhalten selbst zu korrigieren. Hört er, trotz Kommando nicht mit dem Bellen auf, kann der Impuls ausgelöst werden.

Schon nach kurzer Zeit wird er gelernt haben, dass sein Non-Stop-Bellen nicht gewünscht ist.

Zum Schluss:

Wir möchten nochmals darauf aufmerksam machen, dass es sich hier lediglich um einen Informationstext handelt. Der Einsatz von Elektro- beziehungsweise Teletakthalsbändern ist in Deutschland verboten.