Trockenfutter für den Hund

Trockenfutter für den Hund
Trockenfutter für den Hund | Foto: damedeeso / Depositphotos.com

Das richtige Futter für seinen Hund zu finden, ist für viele Hundehalter eine echte Herzensangelegenheit. Die ideale Form der Fütterung ist etwas ganz persönliches, das individuell auf die Bedürfnisse des Hundes und die eigene Lebenssituation abgestimmt werden sollte.

Besonders beliebt in Deutschland ist das sogenannte Trockenfutter, das als sehr unkompliziert und einfach in der Handhabung gilt. Wir haben uns diese Form der Fütterung mal genauer angeschaut und die wichtigsten Aspekte dieser Hundefutterkategorie aufgeführt.

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Was ist Trockenfutter genau? – Merkmale, Geschichte, Hintergrundwissen

Unter der Bezeichnung Trockenfutter werden üblicherweise all die Futtermittel gefasst, die einen Wassergehalt von 3 bis 11 Prozent haben und bei denen die Zutaten als Gesamtmasse getrocknet und dadurch haltbar gemacht werden.

In der Regel setzt sich ein Trockenfutter für Hunde aus Fleisch- je nach Anbieter aus Trockenfleisch oder Tiermehlen, seltener aus Frischfleisch – sowie Gemüse, Obst und Kohlenhydraten zusammen. Je nach Qualitätsstandard finden sich auf dem Markt Futtermittel mit einem vergleichsweise hohen Fleischanteil und gut verdaulichen Zutaten, aber auch Produkte, die überwiegend pflanzliche Nebenerzeugnisse enthalten und nur eine geringe Menge Fleisch aufweisen.

Meist handelt es sich bei im Handel angebotenen Trockenfutter um ein sogenanntes Alleinfuttermittel, also ein Futter, dass alle wichtigen Nährstoffe enthält und die ernährungsphysiologischen Bedürfnisse des Hundes ohne die Zugabe weiterer Produkte abdecken kann. Wichtig neben einem hohen Anteil an tierischen Protein – der Hund ist ein Fleischfresser – ist ein Verhältnis von Calcium und Phosphor von 1:1 bis 2:1.

Als einer der ersten belegten Hersteller von Hundetrockennahrung gilt die Firma Purina, die neben Hundefutter in Trockenform auch Futtermittel für andere Heim- und Nutztiere herstellte. Bereits im Jahr 1894 begann das Unternehmen mit der Fertigung von Trockenfutter für Hunde, dem Purina Fog Chow.

In Deutschland gilt das bayerische Familienunternehmen Happy Dog als Vorreiter auf dem Gebiet des Hundetrockenfutters. Die ehemalige Müllersfamilie stellte 1968 ein erstes Trockenfutter für Hunde her, das aus Maiflocken und Trockenfleisch hergestellt wurde.

Die Futtermittel sind üblicherweise in Form von länglichen Kroketten oder runden Pellets erhältlich und variieren in der Größe und Farbe je nach Produkt, Charge und Hersteller. Üblicherweise sind die Trockenfuttermittel im Sack oder kleinen Beutel erhältlich.

Je nach Hersteller gibt es kleine Probierportionen mit nur wenigen hundert Gramm Inhalt oder große Säcke mit 12 oder 15 Kilo Füllmenge.Trockenfutter gibt es im konventionellen Handel zu kaufen, es kann aber auch von Manufakturen in kleinen Mengen oder selbst hergestellt werden.

Herstellung von Trockenfuttermitteln

Es haben sich aktuell drei Herstellungsverfahren etabliert, mit denen das Trockenfutter gefertigt wird:

  • das Extrudieren
  • das Pelletieren und
  • das Backen

Die Extrusion

Das Extrusionsverfahren ist die gängigste Produktionsform, da sie sehr wirtschaftlich ist und erlaubt, große Mengen Futter in relativ kurzer Zeit herzustellen. Zunächst werden die einzelnen Rohstoffe entsprechend der gewünschten Rezeptur zusammengefügt.

Diese Mixtur wird dann in einem sogenannten Extruder unter der Einwirkung von starkem Druck und manchmal auch Wasserdampf bei großer Hitze von bis zu 200 Grad Celsius in Form von Pellets oder Kroketten gepresst.

Nach dem Pressen erfolgt das Coating: Dazu werden die Pellets oder Kroketten mit Lösungen, Fetten oder Vitaminen verfeinert, die auf die Rohlinge aufgesprüht werden. Dieser Vorgang dient der Verbesserung des Nährstoffprofils und soll auch den Geschmack und Geruch des Futters verbessern und so für eine bessere Akzeptanz auf seiten des Tieres sorgen.

Statt dem gängigen Coating kann auch ein sogenanntes Vakuum-Coating vorgenommen werden. Auf diese Weise ist die Oberfläche der Pellets nicht klebrig und hinterlässt keinen Fettfilm auf den Fingern. Abschließend wird das Futter getrocknet und abgekühlt, bis es verpackt und verkauft wird.

Das Pelletieren

Beim Pelletieren oder Kaltpressen werden die Inhaltsstoffe zu Mehlen gemahlen und dann zu einer Mixtur vermischt. Während des Mischverfahrens wird Wasser zu der Masse hinzugeben und diese mittels einer Matrize in Form gepresst, wahlweise in Pellets oder Kroketten.

Bei diesem Verfahren müssen die Rohstoffe nicht so stark erhitzt werden, wie beim Extrudieren, wodurch die Nährstoffe besser erhalten bleiben sollen. Zudem kann auf den Schritt des Coatings verzichtet werden, sodass üblicherweise keine synthetischen Konservierungsmittel zum Einsatz kommen.

Ein weiterer Vorteil dieser Herstellung ist das Ausbleiben der sogenannten Schwammwirkung, die bei Extrudieren einsetzen kann. Beim Extrudieren kann das Futter die Flüssigkeit im Darm und Magen aufsaugen und den Magen dadurch weiten sowie dem Organismus Wasser entziehen.

Pelletiertes Futter soll im Magen des Hundes wieder in seine gemahlenen Bestandteile zerfallen und wirkt sich nicht negativ auf den Flüssigkeitshaushalt oder die Beschaffenheit des Magens aus.

Ein Nachteil dieser Herstellungsform ist allerdings, dass durch die geringen Temperaturen mögliche Keime überleben können und manche Tiere sensibel auf das Futter reagieren können.

Zudem ist die Haltbarkeitsdauer bei diesem Futter meist deutlich geringer als beim extrudierten Hundefutter.

Das Backen

Die letzte Herstellungsform, das Backen, gilt ebenfalls als sehr schonend. Die ersten auf dem Markt angebotenen Hundefutter wurden allesamt gebacken.

Das Herstellungsverfahren ist aufwendiger als die anderen beiden Varianten; zudem können nicht so große Mengen auf einmal hergestellt werden, was oft zu einem höheren Kaufpreis führt.

Auch hier wird eine Masse aus den einzelnen Zutaten hergestellt, die dann in Form gebracht und anschließend gebacken wird. Dehydrieren oder Magenweiten sind bei diesem Verfahren ebenfalls kein Thema.

Welche Unterarten von Trockenfutter gibt es?

Wie bereits erwähnt, gibt es neben dem klassischen extrudiertem Trockenfutter noch weitere Trockenfutterarten, die sich durch ein anderes Herstellungsverfahren auszeichnen und deshalb auch andere Vor- und Nachteile mit sich bringen.

Aber auch abseits der Herstellungsverfahren finden sich auf dem Markt einige Unterarten von Trockenfuttern, von denn im Folgenden die gängigsten vorgestellt werden sollen:

Diätetisches Trockenfutter

Als diätetische Lebensmittel werden in der Regel die Lebensmittel bezeichnet, die für eine bestimmte Ernährung geeignet sind. Diätetische Trockenfutter dienen einem bestimmten gesundheitsfördernden Zweck und weisen daher eine entsprechende Zusammensetzung mit ausgesuchten Zutaten auf. Besonders verbreitet sind diätetische Futtermittel zur Gewichtsreduktion, die einen reduzierten Energiegehalt aufweisen.

Aber das Wort diätetisch kommt nicht nur bei Gewichtsreduktion zum Einsatz, sondern auch bei Futtermitteln, die für Tiere mit bestimmten, gesundheitlich bedingten Ernährungsanforderungen entwickelt wurden. Darunter fallen beispielsweise hypoallergene Produkte für Tiere mit Allergien oder Unverträglichkeiten, deren Rezepturen frei von bekannten Allergieauslösern sind oder auch Produkte für Tiere mit Gelenkproblemen (s.a. Petgold Gelenktabletten für den schmerzfreien Gang) der Niereninsuffizienz.

Insekten Trockenfutter

Interessant für Hunde mit vielen Allergien sind meist auch die Insekten-Trockenfutter. Hier wird das tierische Protein aus Insekten gewonnen, was in der Regel gut vertragen wird. Das Insekten Trockenfutter ist auch eine spannende Alternative für HalterInnen, die auf der Suche nach einem möglichst nachhaltigen und umweltverträglichen Futtermittel sind.

Ein geringer Platzbedarf, ein geringer Wasserverbrauch und kein Methangas, was bei der Massentierhaltung in großen Mengen entsteht – all das sind Aspekte, die Insekten Trockenfutter zu einer guten Option für umweltbewusste Käufer macht.

Getreidefreies Trockenfutter

Je nach Anbieter finden sich in den konventionellen Trockenfuttern oftmals große Anteil an Getreide. Neben Reis, der für Hunde als gut verdaulich gilt, kommen aber auch Gerste oder Weizen zum Einsatz. Mittlerweile wird davon ausgegangen, dass der Organismus des Hundes sich weiter entwickelt hat und Getreide vom Hund verwertet werden kann.

Dennoch vertragen viele Vierbeiner bestimmte Getreidesorten, vor allem glutenhaltige Produkte, nicht und profitieren von einer getreidefreien Ernährung. In getreidefreien Trockenfuttern wird auf andere Kohlenhydratquellen wie Kartoffeln oder Süßkartoffeln zurückgegriffen oder Pseudogetreide wie Amaranth kommen zum Einsatz.

Kaltgepresstes Trockenfutter

Kaltgepresstes Trockenfutter zeichnet sich wie bereits vorgestellt durch ein schonendes Herstellungsverfahren aus, bei dem auf Wasserdampf und hohe Temperaturen verzichtet werden kann. Je nach Hersteller und Produkt wird mit Temperaturen zwischen 45 bis 80 Grad Celsius gearbeitet.

Die Nährstoffe sollen so besser erhalten bleiben und das Futter im Magen nicht aufquellen. Allerdings hält sich die Meinung, dass ernährungssensible Hunde extrudiertes Futter besser verarbeiten können, weil es stärker aufgeschlüsselt ist.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, wenn Sie überlegen, sich für kaltgepresstes futter zu entscheiden: Die Pellets oder Kroketten brauchen eine gewisse Mindestgröße, um zu Stücken gepresst werden zu können und sind je nach Hersteller möglicherweise nicht für sehr kleine Hunderassen geeignet.

Gebackenes Trockenfutter

Das gebackene Trockenfutter greift die Tradition des Handwerks von früher auf: Auch die ersten Hundetrockenfutter wurden gebacken. Bei dieser Produktionsweise werden die Zutaten durch den Backvorgang haltbar gemacht und es kann auf die Zugabe von Konservierungsmitteln verzichtet werden.

Dadurch eignet sich diese Art des Trockenfutters für HalterInnen, die auf möglichst natürlich und schonend hergestelltes Futter setzen und für ihren Hund keine synthetischen Zusatzstoffe in der Nahrung wünschen.

Semi-moist-Trockenfutter

Semi-Moist-Trockenfutter ist auch unter dem Namen Soft-Futter bekannt und weist, wie der Name bereits vermuten lässt, einen höheren Wassergehalt als das klassische Trockenfutter auf.

Je nach Produkt und Hersteller liegt die Restfeuchte bei 20 bis 45 Prozent, mindestens aber bei 16 Prozent. Dadurch erfreut sich das Futter meist einer höheren Akzeptanz als das normale Trockenfutter und es wird mit seinen weichen Kroketten auch gut von älteren Hunden oder Jundhunden aufgenommen und vertragen.

Trockenfutter für die Zähne

An der Frage, ob Trockenfutter sich positiv auf die Zahngesundheit auswirkt, scheiden sich die Geister. Eine Studie zeigte auf, dass die Tiere, die Trocken- statt Feuchtnahrung erhielten, weniger Zahnstein und eine gesündere Maulhöhle hatten. Hersteller, die spezielles Zahnpflegefutter anbieten, führen dies auf den Abrieb zurück, der beim Kauen des Trockenfutters entstehen soll.

Die meisten Hunde kauen ihr Futter allerdings nicht, sondern schlingen es. Spezielle Zahnschutz-Futtermittel enthalten Inhaltsstoffe wie beispielsweise Natriumpolyphosphate, die der Zahnsteinbildung entgegen wirken sollen, oder ätherische Öle, die für einen besseren Atem beim Tier sorgen sollen. Besonders wichtig für die Zahngesundheit ist vor allem ein zuckerfreies Futter.

Bio-Futter

Wer sowohl das eigene als auch das allgemeine Tierwohl im Auge hat und umweltbewusst füttern möchte, findet auf dem Trockenfuttermarkt auch Bioprodukte. Diese sind zertifiziert und die verwendeten Inhaltsstoffe stammen aus kontrolliert biologischem Anbau und aus artgerechter Tierhaltung.

Das bedeutet, dass die verwendeten Zutaten pflanzlichen Ursprungs frei von Kunstdünger und synthetischen Pflanzenschutzmittel sein müssen und dass im Fleisch kein Antibiotika oder Wachstumshormone enthalten sein dürfen. Auch andere synthetische Zusatzstoffe wie Konservierungsmittel oder Farb- und Aromastoffe sind tabu.

Vegetarisches oder veganes Trockenfutter

Hunde sind Fleischfresser, aber mitunter können Nahrungsunverträglichkeiten oder Erkrankungen dazu führen, dass die Tierärztin eine fleischfreie Kost anordnet. Mittlerweile sind einige vegetarische und vegane Trockenfutter auf dem Markt erhältlich, je nach Anbieter kaltgepresst, klassisch hergestellt oder gebacken.

Als Proteinquelle kommen hier verschiedene Pflanzen zum Einsatz. Neben Alleinfuttermitteln gibt es auch vegetarische und vegane Trockenfutter, die als Ergänzungsfuttermittel beim Barfen genutzt werden können.

Wie wird trockenes Hundefutter gefüttert?

Die übliche Art, diese Futterform zu geben, ist die Trockenfütterung: Das Trockenfutter wird entsprechend portioniert und dem Hund trocken im Napf angeboten. Wichtig hierbei ist, dass dem Vierbeiner immer frisches Wasser zur Verfügung steht, um eine konstante Hydrierung des tierischen Organismus zu gewährleisten.

Eingeweichtes Trockenfutter soll für eine bessere Verdaulichkeit und mitunter auch für eine höhere Akzeptanz bei den Tieren sorgen. Gerade für Junghunde, alte Hunde oder Vierbeiner mit Zahn- oder Magenproblemen wird das Aufnehmen des Futters so erleichtert. Auf Tiere, die wenig trinken oder aufgrund klimatischer Bedingungen höhere Mengen Flüssigkeit zu sich nehmen sollten, können von eingeweichtem Futter profitieren.

Je nach Hersteller wird empfohlen, das Produkt mit kaltem oder warmen Wasser zu übergießen und einige Zeit stehen zu lassen, bevor es gefüttert wird. Wichtig bei der Variante mit warmen Wasser: Vorab immer testen, ob das Futter eine sichere Esstemperatur aufweist.

Einige Hersteller bieten auch Trockenfutter an, das beim Prozess des Einweichens eine Sauce am Pellet entstehen lässt, wodurch die Akzeptanz beim Hund gesteigert und das Futter besser verdaut werden soll. Der sogenannte Sauceneffekt soll vor allem Junghunde an die Trockenkost heranführen oder Senioren das Fressen erleichtern.

Neben der Alleinfütterung mit dem Trockenfutter gibt es auch die Option, Trockenfutter und Nassfutter zu mischen: entweder mit etwas Nassfutter zur Verstärkung der Akzeptanz oder als Kohlenhydratquelle bei einer überwiegenden Ernährung mit Nasskost.

Welche Hersteller bieten Hundefutter in Trockenform an?

Die Auswahl an Trockenfutter im Hundefuttersegment ist mittlerweile ziemlich groß und umfasst verschiedenste Hersteller unterschiedlichster Preis- und Qualitätsstufen. Einige Hersteller haben überwiegend oder ausschließlich Trockenfutter im Programm, andere decken das gesamte Sortiment an Hundefuttermitteln ab und bieten auch Semi-Moist und Nassfutter an.

Der Anbieter Bosch führt beispielsweise nahezu ausschließlich Trockenfuttermittel.

Weitere Unternehmen, die Trockenfutter führen, sind unter anderem:

  • Wolfsblut
  • Happy Dog
  • Lukullus
  • Wolf of Wilderness
  • Rocco
  • Purizon
  • Bozita
  • Almo Nature

Welche Vorteile hat dieses Hundefutter gegenüber anderen Futterarten

meist günstiger (schnellere Sättigung, höhere Energiedichte, preiswerte Rezeptur)
platzsparend zu lagern
überall erhältlich
lange haltbar
unkompliziert in der Portionierung und Fütterung
ideal für Reisen
leichter als Dosennahrung
weniger Verpackungsmüll als bei Dosen oder Schälchen
Verpackungen aus Pappe und Papier möglich
Geruch meist weniger intensiv

Nachteile von Trockenfutter

oftmals geringer Fleischanteil
je nach Verfahren entzieht das Produkt dem Körper Wasser
je nach Verfahren kann das Produkt den Magen weiten
Gefahr von Futtermilben
oftmals hoher Getreideanteil
mitunter geringere Akzeptanz als bei Nassfutter
mitunter durch Extrudierverfahren reduzierter Nährstoffgehalt
Produkte können synthetische Konservierungsmittel und Lock-, Farb- und Aromastoffe enthalten

Für wen ist dieses Futter besonders geeignet?

Wir persönlich bevorzugen die Feuchtfutterernährung, wissen aber auch um die Vorteile einer Fütterung mit Trockenfutter. Je nach Lebenssituation kann es also durchaus dazu kommen, dass HalterInnen sich für eine Trockenfutterfütterung entscheiden.

Wer mit seinem Hund viel auf Reisen ist, wird die praktische und leichte Fütterung sicher bevorzugen, ebenso wie Menschen, die in einem sehr warmen Klima leben oder wenig Raum zur Verfügung haben, um Nassfutter oder Frischfleisch adäquat zu lagern.

Personen, die aus gesundheitlichen oder anderen Gründen bei der Futtergabe eingeschränkt sind, kommen mit dieser praktischen und weniger aufwendigen Form der Fütterung oft besser zurecht, auch im fortgeschrittenen Alter.

Wird der Hund mit seinem gesamten Futter trainiert und bekommt er die Rationen aus Trainingsgründen direkt aus der Hand, ist Trockenfutter ebenfalls eine gute Wahl.

Mittlerweile gibt es sehr hochwertige Trockenfutter auf dem Markt mit einem hohen Fleischanteil und einer durchdachten Zusammensetzung, die eine gesunde Fütterung mit dieser Futterart problemlos möglich machen.

Trockenfutter für alle Altersstufen und Hunderassen?

Je nach Altersstufe haben Hunde ganz unterschiedliche Ernährungsanforderungen, denen mit einer entsprechenden Auswahl an Trockenfutter begegnet werden kann. So bieten viele Hersteller neben dem Standardfutter für ausgewachsene Hunde auch Trockenfutter für Welpen und Junghunde mit einem erhöhten Protein- und Fettgehalt an sowie Futtermittel für Grauschnauzen.

Diese zeichnen sich meist durch eine sehr bekömmliche Zusammensetzung aus und sind mit einem geringeren Eiweißanteil auf die Ansprüche der Senioren abgestimmt.

Auch für rassensepezifische Besonderheiten gibt es spezielle Futtermittel: So führen viele Trockenfutterhersteller eine Mini-Linie für kleine Rassen mit entsprechenden Inhaltsstoffen und kleineren Pellets oder Produkte für große Rassen mit größeren Kroketten und einem zusätzlichen Gelenkschutz.

Zudem finden sich im Handel eigene Produkte für trächtige und säugende Hündinnen – oftmals wird hier aber auch das Welpenfutter empfohlen – und Futtermittel für sehr aktive Hunde oder Arbeitshunde, die einen sehr hohen Energieverbrauch haben.

Woran erkenne ich ein gutes Trockenfutter?

  • Transparente Deklaration
  • Hoher Fleischanteil
  • durchdachte Zusammensetzung
  • ohne Zucker
  • Verzicht auf billige Füllstoffe
  • Verzicht auf Allergene wie Gluten, Soja und Laktose
  • frei von Geschmacksverstärkern und Lockmitteln
  • ohne Farb- und Aromastoffe
  • frei von künstlichen Konservierungsmittel

Woran erkenne ich ein schlechtes Hundefutter in Trockenform?

Wer ein Trockenfutter nach den oben genannten Aspekten auswählt, sollte trotzdem darauf achten, ob das Produkt eine gute Qualität aufweist – diese kann nämlich durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden. Auch wenn das Futter vor allem aus kleineren Manufakturen in Farbe und Geruch variieren kann, sollte immer auf einen hundefuttertypischen Duft geachtet werden.

Riecht das Futter muffig oder sauer, spricht dies für einen deutlichen Qualitätsmängel und sollte nicht gefüttert werden. Gründe dafür können eine nicht korrekt durchgeführte Durchtrocknung oder eine falsche Lagerung sein, deren Folge ein ranziges oder gar angeschimmeltes Futter sein können.

Auch Schädlingsbefall, etwa mit Milben, kann zu einem unangenehmen Geruch führen. Mitunter ist der Schädlingsbefall auch optisch zu erkennen.

Eine Verkohlung der Pellets lässt sich ebenfalls leicht optisch feststellen und geht mitunter auch mit einem leicht angebrannten Geruch einher. Auch in diesem Fall sollte das Futter nicht mehr gefüttert werden, um etwaige gesundheitliche Beeinträchtigungen zu vermeiden.

Woran erkenne ich, ob mein Hund das Futter gut verträgt?

Typisch für Futtermittelunverträglichkeiten sind Fell- und Hautprobleme, aber auch vermehrte Müdigkeit oder ein apathisches Verhalten. Auch Appetitlosigkeit und eine deutlich verminderte Akzeptanz des Futters können darauf hinweisen, ebenso wie Niesen oder gerötete Schleimhäute. Selbstverständlich sollte auch die Verdauung im Auge behalten werden.

Erfolgt die geregelt und weist der Stuhlgang eine gesunde Konsistenz auf, spricht dies für die Verträglichkeit des Futters.

Achten Sie auf den Energiehaushalt und das Verhalten Ihres Hundes: Ist er vital oder eher schlapp und lustlos? Nimmt er zu oder ab? Zeigt er sich körperlich und seelisch gesund und frisst er das Futter gerne, dann kann davon ausgegangen werden, dass das Futter gut vertragen wird. Wer ganz sicher gehen will, kann auch ein klärendes Gespräch mit der Tierärztin führen und sich bezüglich der Ernährung beraten lassen.

Wichtig: Wenn Sie das Futter umgestellt haben, geben Sie Ihrem Vierbeiner einige Tage Zeit, damit sich sein Verdauungsapparat an die neue Kost gewöhnen kann, bevor Sie ein Urteil fällen.

Fazit

Auch wenn wir klare Befürworter der Nassfütterung sind, kann Trockenfutter durchaus für einige HalterInnen eine sinnvolle Form der Fütterung sein, da sie unkompliziert und kostengünstig ist. Auf dem Markt sind mittlerweile viele hochwertige Produkte mit hohem Fleischgehalt erhältlich, die den ernährungsphysiologischen Ansprüchen der Vierbeiner entsprechen und somit zu einer ausgewogenen Ernährung geeignet sind.

Wichtig ist es, auf ein Produkt mit transparenter Deklaration, hohem Fleischanteil, gut verträglicher Kohlenhydratquelle und einer durchdachten Gesamternährung mit ausreichend frischem Wasser zu achten.

Trockenfutter für den Hund in einem Futterautomat | Foto: Colour59 / Bigstockphoto.com

Q&A

🐶 Was ist das beste Hundetrockenfutter?

Wer eine trockene Fütterung bevorzugt, sollte unbedingt ein hochwertiges Futter wählen, das frei von schädlichen Zusatzstoffen und billigen Füllstoffen ist und einen hohen Fleischanteil aufweist. In unserem Test schneiden vor allem die Produkte von Bellfor, GranataPet, MAC’s, Purizon und Applaws gut ab, sodass wir diese Trockenfutter als Alleinfuttermittel empfehlen können.

🐶 Was sollte Trockenfutter enthalten?

Trockenfutter sollte vor allem einen hohen Fleischanteil enthalten. Neben Muskelfleisch sollten auch qualitativ hochwertige tierische Nebenerzeugnisse, etwa Herzen oder Lunge sowie ein geringer Anteil an Obst, Gemüse, Kräutern und einer für Hunde gut verdaulichen Kohlenhydratquelle wie Kartoffeln oder Reis enthalten sein.

🐶 Welches Trockenfutter für empfindliche Hunde?

Haben Sie einen ernährungssensiblen Hund, lohnt es sich, ein getreidefreies Hundefutter zu wählen, da Getreide oft für Unverträglichkeiten verantwortlich gemacht werden kann. Viele Anbieter führen Sensitive-Produkte mit wenigen Zutaten, bei denen in der Rezeptur auf bekannter Allergene verzichtet wird.

🐶 Ist Trockenfutter gut für den Hund?

Wir sind bekannte Nassfutter-Fans und empfinden diese als besonders artgerecht. Wer aus persönlichen Gründen trocken füttern möchte oder muss, muss sich aber keine Gedanken machen: Wenn ein hochwertiges Futter mit einem entsprechenden Nährstoffprofil gewählt wird und der Hund ausreichend trinkt, ist eine Ernährung mit Trockenfutter kein Problem.

🐶 Was ist besser: Nass oder Trockenfutter?

Als Vertreter der Nassfütterung würden wir Nassfutter oder auch dem Konzept des Barfens immer den Vorzug geben, da wir diese Ernährungsform als artgerechter empfinden. Wir verstehen allerdings auch, dass Trockenfutter seine Berechtigung hat und freuen uns, dass im Handel mittlerweile Produkte erhältlich sind, die in puncto Qualität zu überzeugen wissen.

🐶 Sollte ich Trockenfutter einweichen?

Achten Sie auf die Herstellerangaben: Einige Hersteller empfehlen es, andere raten davon ab. Eingeweichtes Trockenfutter kann die Akzeptanz beim Hund steigern und dabei helfen, den Wasserhaushalt des Tieres auszugleichen.

🐶 Was ist das beste Trockenfutter für Allergiker?

Wenn Ihr Hund Allergien hat oder zu Allergien neigt, wählen Sie unbedingt ein hypoallergenes Produkt. Diese Futter sind frei von möglichen Allergieauslösern und weisen in der Regel eine kurze und bekömmliche Zutatenliste, frei von Weizen und verschiedenen Proteinquellen auf.

🐶 Hilft Trockenfutter wirklich gegen Zahnstein beim Hund?

Es gibt spezielle Zahngesundheits-Futtermittel im Trockenfuttersegment. Die Vermutung, der Abrieb beim Kauen würde gegen Zahnstein helfen, trifft auf die meisten Hunde nicht zu, da sie ihr Futter schlingen. Wichtig für gesunde Zähne ist vor allem ein zuckerfreies Futter.

🐶 Welches Trockenfutter sollte ich für Junghunde wählen?

Viele Unternehmen bietet für Welpen und Junghunde sogenannte Puppy-Produkte an, die einen höheren Fett- und Proteingehalt haben und so das Wachstum unterstützen. Mitunter gibt es auch Futtermittel, die speziell für den Übergang zum Festfutter entwickelt wurden.

Letzte Aktualisierung am 18.10.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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