Welpenfutter

Welpenfutter
Welpenfutter: weil Welpen spezielle Bedürfnisse haben! Foto: mdorottya / Bigstockphoto.com

Wenn ein Hund ins Haus kommt, ändert sich das ganze Leben. Ist es der erste Hund, mischt sich zu der freudigen Erwartung sicher auch ein wenig Unsicherheit, wie man dem neuen Familienmitglied auf vier Pfoten das beste Leben ermöglicht, dass er in seinem neuen Zuhause haben wird. Neben viel Liebe und einer guten Erziehung sowie der richtigen körperlichen und geistigen Auslastung und einer geregelten medizinischen Versorgung spielt auch die Ernährung eine wichtige Rolle.

Welpen und Junghunde brauchen viel gute Energie und ein nährstoffreiches Futter, um sich körperlich und geistig optimal entwickeln zu können. Der Fokus sollte auf eine ausbalancierte und gesunde Kost gelegt werden, die zum einen den Grundstein für die Fressgewohnheiten des Tieres legt, sich zum anderen aber auch auf die Gesundheit der kleinen Fellschnauze auswirken wird.

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Was ist Welpenfutter genau? – Merkmale, Geschichte, Hintergrundwissen

Welpenfutter ist ein speziell auf diese Lebensphase abgestimmtes Futtermittel, das den besonderen ernährungsphysiologischen Bedürfnissen heranwachsender Hunde gerecht werden soll. Die ersten sechs Monate im Leben eines Hundes sind nicht nur sehr prägend für das Sozial- und Lernverhalten, sondern auch für die körperliche und geistige Entwicklung.

Diese Zeitspanne wird auch als Wachstumsphase bezeichnet, in der der kleine Hund bei einer ausgewogenen Ernährung in rasender Geschwindigkeit eine komplexe körperliche Entwicklung durchläuft.

So ist es kein Wunder, dass die kleinen Entdecker in dieser Zeit auch einen besonders hohen Energieverbrauch haben und je nach Rasse und Größe bis zu 50 Prozent mehr an Energie verbrauchen als ausgewachsene Vertreter ihrer Art.

Wurden Welpen früher genau wie die ausgewachsenen Hunde mit Essenresten oder Abfällen, vielleicht auch mal mit etwas Milch oder Brei gefüttert, stehen heute Futtermittel mit exakt auf die Ernährungsanforderungen dieser Altersgruppe angepasster Rezeptur zur Verfügung.

Mittlerweile wird auf dem Markt meist zwischen Welpenfutter und Futter für Für Junghunde unterschieden.

Sehr verbreitet ist Welpen-Trockenfutter, dass es in verschiedensten Geschmacksrichtungen und Ausführungen gibt. Neben dem klassischen Trockenfutter mit einer Feuchte von bis zu 14 Prozent gibt es auch Semi-Moist-Futter mit einem höheren Feuchtigkeitsanteil und Trockenfutter mit sogenanntem Sauceneffekt, das beim Einweichen von einer saucenähnlichen Oberfläche umschlossen wird.

Da gerade die Welpen kleiner Rassen sehr kleine Mäuler und Zähne haben, sind die Pellets oder Kroketten für diese Lebensphase im Vergleich zu Adult-Futtern deutlich kleiner – insbesondere, wenn es sich um spezielle Mini-Angebote für kleine Rassen handelt.

Im Segment Nassfutter ist das Angebot nicht ganz so breit gefächert, aber auch hier finden sich bei den großen Anbietern in der Regel entsprechende Angebote für Welpen und Junghunde.

Damit der Organismus des Tieres sich einwandfrei entwickeln kann, muss die Welpenkost nährstoffreich sein und alle nötigen Mineralien, Vitamine und Spurenelemente enthalten. Zudem sollten die Makronährstoffe Protein, Fett und Kohlenhydrate optimal ausbalanciert und in ausreichender Menge enthalten sein.

Wichtige Bestandteile sind hochwertige tierische Proteine und Fette durch einen hohen Anteil an Fleisch, ein Anteil an tierischen Nebenerzeugnissen wie Mägen, Herzen, Pansen, Niere oder anderen Innereien, gut verdauliche Kohlenhydrate, wie Kartoffeln oder Süßkartoffeln, Mineralstoffe wie Kalzium, Natrium und Phosphor, Gemüse, Obst und Spurenelemente, wie Kupfer, Mangan und Zink.

In der Regel handelt es sich bei Welpenfutter meist um Vollkost, also um ein Alleinfuttermittel, dass die ernährungsphysiologischen Bedürfnisse des heranwachsenden Vierbeiners komplett erfüllt.

Welpenfutter getreidefrei
Welpe sitzt vor einem Napf mit Welpenfutter. Foto: TatyanaGl / Bigstockphoto.com

Ergänzungsfuttermittel, die mit anderen Futtern, Flocken oder mit der Frischfütterung kombiniert werden, sind im Welpenbereich eher selten.

Ebenfalls im Handle angeboten, aber für normale HundehalterInnen eher weniger von Interesse, ist die Welpenmilch. Diese ist in Zusammenstellung und Konsistenz der Muttermilch nachempfunden. Sie wird zum einen eingesetzt, wenn bei einem Wurf für alle Welpen nicht genug Milch zur Verfügung steht oder der Welpe als Waise aufwächst.

Zudem kann sie dazu genutzt werden, um den kleinen Vierbeiner an feste Kost zu gewöhnen. Dazu werden Milch und Futter miteinander gemischt und der Milchgehalt immer weiter gesenkt.

Das Futter findet sich je nach Art im Supermarkt, im Fachhandel oder in Online-Shops der Hersteller oder der großen Internet-Shops für Tierbedarf, wie beispielsweise Zooplus oder ZooRoyal.

Das Trockenfutter ist üblicherweise in Beuteln oder Säcken erhältlich, das Nassfutter in Schalen oder Dosen, mitunter auch im Frischebeutel.

Einige Anbieter bieten ihren Kunden auch ein Futterabo an oder ermöglichen Züchtern spezielle Sonderkonditionen, die meist im sogenannten Züchterclub offeriert werden.

Herstellung von Welpenfuttermitteln

Bei der Herstellung von Welpenfutter wird zu den gleichen Verfahren gegriffen wie bei Adult-Produkten: Für die Nasskost wird mittels eine Autoklave der gemischte Futterbrei in Dosen sterilisiert via einer Druck- und Wärmebehandlung. Als schonender gilt die Kaltabfüllung, weil hier die Nährstoffee besser erhalten bleiben sollen.

Für das Trockenfutter haben sich die Verfahren des Extrudierens, des Kaltpressens beziehungsweise Pelletierens oder des Backens durchgesetzt.

Bei allen Verfahren wird zunächst die Futtermischung angefertigt. Beim Extrudieren wird diese dann im Extruder mittels starkem Druck und mitunter auch Wasserdampf in Form gebracht unter einer Temperatureinwirkung von bis zu 200 Grad Celsius.

Anschließend werden die Pellets mit einem sogenannten Coating, also einer Außenschicht, überzogen, die je nach Hersteller aus Ölen, Vitaminen oder anderen Lösungen bestehen kann. Wird ein Vakuum-Coating vorgenommen, wird kein Fettfilm aufgetragen. Die Rohlinge werden dann getrocknet und sind danach verkaufsfertig und müssen nur noch abgefüllt werden.

Auch beim Pelletieren oder Kaltpressen werden die Inhaltsstoffe zu einer Masse vermischt, allerdings werden die Zutaten zunächst gemahlen. Dann wird die Mixtur mit Wasser zusammen in Form gepresst. Dies erfolgt mittels einer Matrize und erfordert nicht ganz so hohe Temperaturen.

Diese Form der Herstellung gilt als bekömmlicher, da auf das Coatings verzichtet werden kann und die Kroketten nicht dazu neigen, Wasser in Magen und Darm zu ziehen. So wird der Wasserhaushalt des Welpen nicht gestört und das Futter zerfällt im Magen einfach, statt ihn zu weiten, wie dies durch die mögliche Schwammwirkung des extrudierten Futters geschehen kann.

Das Backen gilt ebenfalls als sehr schonende Herstellungsform von Trockenfutter und auch als eine der ältesten; waren die ersten erhältlichen Hundefutter doch meist gebackene Hundekuchen oder Pellets. Die Zutaten werden auch hier gemischt, in Pellet- oder Krokettenform gebracht und dann gebacken.

Einige Hersteller arbeiten bei der Entwicklung von Welpenfutter eng mit Tierärztinnen oder Züchtern zusammen, um ihre Produkte bestmöglich auf die Bedürfnisse der kleinen Vierbeiner hin abzustimmen.

Welche Unterarten von Welpenfutter gibt es?

Neben Trocken- und Nassfutter haben sich auch im Segment Welpenfutter verschiedene Unterkategorien herausgebildet, die auf die besonderen Bedürfnisse und Wünsche von Hund und Halter eingehen. Diese Produktgruppen unterscheiden sich vornehmlich durch ihre Zusammensetzung, mitunter aber auch durch die Qualität der Zutaten.

Diätetisches Welpenfutter

Nicht ganz so verbreitet wie im Adult-Segment, finden sich auch im Welpenfutter-Bereich einige diätetische Sorten. Diese Futter sollen gesundheitsfördernd sein oder aber den Organismus des Tieres bei gesundheitlichen Einschränkungen unterstützen.

Anders als bei den Adult-Sorten, bei denen viele diätetische Produkte zur Gewichtsreduktion genutzt werden, liegt bei dieser Altersstufe der Fokus vielmehr auf Magen-Darm-Beschwerden und Allergien. Die Futter sind also besonders gut verdaulich und sollen die Verdauung sanft regeln. Für Allergiker oder Tiere mit Unverträglichkeiten gibt es hypoallergene Produkte, gerne mit nur einer Proteinquelle und nur eine Kohlenhyratquelle.

Welpenfutter aus Insektenprotein

Genau wie im Adult-Bereich gibt es auch für Welpen und Junghunde Futtermittel aus Insekten. Dieses Protein wird in der Regel auch von stark allergieanfälligen Hunden gut vertragen und ist somit eine gute Wahl für Tiere, die sonst eher wenig fressen können, ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen zu haben.

Zudem zeichnet sich diese Futterart durch besondere Nachhaltigkeit aus, da keine klassische Nutztierhaltung mit ihrem enormen Ressourcenverbrauch von Nöten ist, um ein vollwertiges und ausgewogenes Futter für Welpen zu erzeugen.

Getreidefreies Welpenfutter

Der Organismus des Welpen entwickelt sich erst langsam und daher sollte beim Futter genau auf die Zusammensetzung geachtet werden. Die Meinungen, ob Getreide überhaupt etwas in artgerechtem Hundefutter zu suchen hat und wenn ja, welches und wie viel davon, gehen weit auseinander.

Ziemlich einig sind sich Fachleute aber darüber, dass für sehr junge Welpen zu einem getreidefreien Welpenfutter gegriffen werden sollte, da sie die nötigen Enzyme zum Verwerten von Getreide je nach Rasse und Entwicklungsgeschwindigkeit durchschnittlich erst nach drei Monaten ausbilden. Bis dahin sollte auf jeden Fall zu getreidefreier Kost gegriffen werden.

Zudem stehen gerade Gerste und das glutenhaltige Weizen im Verdacht, potentielle Allergieauslöser zu sein, sodass auch deshalb Vorsicht angebracht ist. Bei getreidefreiem Welpenfutter kommen als Kohlenhydratquellen Süßkartoffeln, Kartoffeln oder auch Pseudogetreide wie Amaranth zum Einsatz.

Welpenfutter für kleine Rassen

Kleine Rassen haben meist besondere Ernährungsanforderungen und sind anfälliger für bestimmte gesundheitliche Probleme als ihre größeren Artgenossen. Die Futtermittel für Welpen kleiner Rassen tragen dieser Besonderheit Rechnung. Sie weisen eine bestimmte Zusammensetzung auf, die auf die ernährungsphysiologischen Bedürfnisse der kleinen Hunde eingeht.

Bei den kleinen Rassen ist die Wachstumsphase meist deutlich kürzer, sodass der Energiegehalt der Nahrung entsprechend angepasst werden muss, damit sich Skelett und Bänder gut entwickeln können. Der Proteingehalt sollte nicht zu hoch sein, da die Kleinen dann leicht ein paar Gramm zu viel auf die Waage bringen und vor allem bei den Minis Übergewicht sehr schädlich ist.

Zudem sind beim Trockenfutter die Kroketten oder Pellets deutlich kleiner und somit auch gut für die Minis aufzunehmen.

Soft-Futter Soft-Futter

Auch bekannt als Semi-Moist-Futter oder Halbfeuchtfutter ist ein Mittelding zwischen Nass- und Trockenfutter und wird gerne genutzt, um Welpen nach der Muttermilch an eine feste Kost zu gewöhnen.

Der Feuchtigkeitsgehalt ist mit mindestens 16 Prozent, meist aber eher 20 bis 45 Prozent deutlich höher als bei klassischem Trockenfutter, sodass es in der Regel leicht verdaut werden kann und die Akzeptanz bei den kleinen Fellnasen angenehm hoch ist.

HundehalterInnen schätzen die Pellet- oder Krokettenform, die das Dosieren und Füttern wie bei der Trockenkost sehr unkompliziert macht.

Bio-Futter für Welpen

Wer Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz legt, wird nicht nur bei seiner eigenen Ernährung, sondern auch bei der Ernährung seines Hundes zu Futter in Bio-Qualität greifen. Entsprechende Futtermittel gibt es auch für die Altersstufen Welpe und Junghund.

Um als Bio-Futter mit dem deutschen Bio-Siegel zertifiziert zu werden, müssen mindestens 95 Prozent der Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau oder aus artgerechter und kontrolliert biologischer Nutztierzucht stammen.

Zudem unterliegt das Futter weiteren strengen Auflagen: Es dürfen keine gentechnisch veränderten Zutaten verwendet werden und auch keine synthetischen Farbstoffe und Aromen.

Welpenfutter für große Rassen

Auch heranwachsende Hunde großer Rassen stellen besondere Ansprüche an ihr Futter. Bei den Riesen unter den Hundebabys dauert die Wachstums- und Entwicklungsphase vergleichsweise lang, wenn auch gerade in den ersten Wochen schnelle Entwicklungsschübe dazugehören.

Um die Wachstumskurve nicht zu steil werden zu lassen, sollte die Energiezufuhr angemessen sein. Für eine gesunde Entwicklung der Knochen und Gelenke ist eine optimale Aufteilung an Mineralien unabdingbar.

Welpenfutter mit Zutaten in Lebensmittelqualität

Gerade heranwachsende Vierbeiner brauchen eine nährstoffreiche und ausgewogene Kost, um sich optimal entwickeln zu können. Wer Nahrung mit Zutaten in Lebensmittelqualität kauft, ist auch bei einer nicht ganz transparenten Deklaration auf der sicheren Seite und weiß, dass keine minderwertigen Abfallprodukte der Fleischindustrie im Futter landen, sondern nur Inhaltsstoffe, die auch für den Verzehr durch Menschen zugelassen werden würden.

Wie wird Welpenfutter gefüttert?

Üblicherweise bekommen Welpen bis zum Ende des 1. Lebensmonat Muttermilch oder – falls diese nicht zugänglich ist – Welpenmilch. Ab der 4. oder 5. Woche wird mit der langsamen Umstellung auf Festnahrung begonnen. Wenn der Welpe zu Ihnen ins Haus kommt, ist er meist schon an seine feste Kost gewöhnt.

Viele ZüchterInnen würden zwar die Fütterung mit Nassfutter bevorzugen, entscheiden sich aber aufgrund organisatorischer Gründe für eine Trockenfütterung. Denn der Welpe muss regelmäßig Futter zu sich nehmen und die Mengen sollten immer nur so klein sein, dass der empfindliche Welpenmagen nicht überfordert wird. Daher sollte der Hund drei bis sechs Mal pro Tag gefüttert werden und die empfohlene Futtermenge auf diese Zeiträume aufgeteilt werden.

Eine einzige große Portion wäre zu belastend für den Organismus und würde die Verdauung überfordern. Je älter der Welpe wird, desto größer kann man die Abstände zwischen den Mahlzeiten und die Portionsgrößen werden lassen, bis schließlich ein oder zwei Mal am Tag gefüttert wird.

Das Futter sollte leicht aufzunehmen und zu verdauen sein – beim Trockenfutter muss daher auf die für den Welpen geeignete Pelletgröße geeignet werden. Nassfutter darf nicht direkt aus dem Kühlschrank gefüttert werden, sondern sollte Raumtemperatur haben. Frisches Wasser sollte immer zugänglich sein, Restfutter aber nach der Fütterung entfernt werden.

Zieht der Welpe ins neue Zuhause ein, sollte er ein paar Tage mit seinem gewohnten Futter gefüttert werden, auch wenn Sie eine andere Marke bevorzugen oder eine andere Form der Fütterung etablieren wollen. Ist der Umzugsstress überwunden und die Eingewöhnung gelungen, kann schrittweise mit einer Futterumstellung begonnen werden.

Ersetzen Sie dazu das gewohnte Futter Schritt für Schritt zu immer größeren Anteilen durch das neue Futter. So kann sich der Verdauungsapparat des Welpen in aller Ruhe daran gewöhnen und Probleme wie Durchfall sind weniger wahrscheinlich.

Ganz wichtig: Möchten Sie Kohlenhydrate füttern, etwa als Flocken oder mit einem getreidehaltigen Alleinfuttermittel, dann warten Sie damit am besten bis zum Ende des 3. Lebensmonats. Erst dann hat der Welpe die nötigen Enzyme zum Verwerten der Kohlenhydrate ausgebildet und kann diese gut verdauen.

Welche Hersteller bieten Hundefutter für Welpen an?

Die meisten Hersteller von Hundefutter führen auch eine Puppy- oder Junior-Linie, die spezielle Produkte für Welpen anbietet. Das Angebot im Trockenfutter-Segment ist dabei etwas breiter gefächert, als im Nassfutter-Bereich.

Neben Produkten, die extra für Welpen oder Junghunde entwickelt wurden, gibt es auch Futtermittel, die für alle Altersgruppen geeignet sind und vom Hersteller auch als Alleinfuttermittel für Welpen und Junghunde erklärt werden.

Bekannte Hersteller für Welpenfutter sind unter anderem:

  • Wolfsblut
  • Applaws
  • Bozita
  • Wolf of Wilderness
  • BewiDog
  • Lukullus
  • Wildborn
  • Bellfor

Welche Vorteile hat dieses Hundefutter gegenüber anderen Futterarten

meist höherer Fleischanteil als bei Adultfutter
optimal auf Ernährungsanforderungen von Welpen angepasst für gesundes Wachstum
spezielle Junior-Produkte für Junghunde nach puppy-Phase
eignet sich oft auch für trächtige und säugende Hündinnen
oftmals getreidefrei
eigene Sorten für kleine Rassen
spezielle Produkte für große Rassen

Nachteile von Welpenfutter

mitunter zu hohe Energiedichte
kann nur einen begrenzten Zeitraum gefüttert werden
eignet sich in puncto Zusammensetzung nicht immer für alle Größen
nicht überall erhältlich
Auswahl an Sorten deutlich geringer
Auswahl an Produktlinien kleiner

Welpenfutter für alle Hunderassen und welche Altersstufen?

In der Regel gibt es klare Abgrenzungen für die Fütterung der einzelnen Produkte: Welpenmilch wird Welpen in den ersten Wochen oder bei der Umstellung von Muttermilch auf Festnahrung angeboten.

Welpenfutter – auch als Puppy-Produkte bekannt – wird je nach Rasse und Größe des Hundes einige Monate nach der Welpenmilch gereicht.

Dann wird mitunter auf Junior-Produkte, also Futter für Junghunde umgestellt – bis das Tier je nach Rasse mit 12, 18 oder 24 Monaten voll ausgewachsen ist und Adult-Futter bekommt.

Für kleine Rassen gibt es spezielle Mini-Produkte, die in puncto Pellet-Größe und den besonderen Ernährungsanforderungen genau auf die Kleinen abgestimmt sind.

Auch die großen Welpen sollten ein spezielles Welpenfutter bekommen, da ihre Wachstumskurve anders als bei kleinen oder durchschnittlich großen Hunden verläuft und daher die Zusammensetzung der Makronährstoffe angepasst sein sollte und sie zudem einen hohen Bedarf an Mineralien haben, damit sich Skelett und Gelenke bestens ausbilden können.

Woran erkenne ich ein gutes Welpenfutter?

  • Offene Deklaration
  • Möglichst hoher Fleischanteil
  • mit Muskelfleisch und tierische Nebenerzeugnissen
  • kleine Menge an Obst und/oder Gemüse
  • geringer Anteil an Kohlenhydraten
  • Wachstumskurvengerechte Zusammenstellung der Makronährstoffe
  • frei von Getreide
  • frei von potentiellen Allergenen
  • frei von synthetischen Zusätzen und Konservierungsmitteln
  • ohne Zucker und andere Süßungsmittel
  • ohne Antibiotika und Wachstumshormone

Woran erkenne ich ein schlechtes Welpenfutter?

Genau wie beim Menschen sollte auch beim Hund viel Wert auf eine gesunde Ernährung von Anfang gelegt werden, denn somit wird der Grundstein für die spätere Gesundheit gelegt.

Synthetische Zusätze – etwa Konservierungsstoffe, Farb- und Aromastoffe – die möglicherweise gesundheitsschädigend sind, Zucker, Geschmacksverstärker und Lockstoffe, die den Hund zum übermäßigen Fressen verführen und das Gewicht in die Höhe treiben oder potentielle Allergieauslöser sind definitiv Dinge, die nicht in der Zusammensetzung des Welpenfutters auftauchen sollten.

Auch minderwertige Zutaten, die keinen ernährungsphysiologischen Wert für den Welpen haben, wie etwa Tier- und Pflanzenmehle oder Schlachtabfälle sowie pflanzliche Füllstoffe sollten nicht in der Rezeptur auftauchen.

Woran erkenne ich, ob mein Hund das Welpenfutter gut verträgt?

Sowohl der Appetit des kleinen Vierbeiners als auch die gesundheitliche Gesamtverfassung zeigen in der Regel ziemlich deutlich an, ob das Welpenfutter gut vertragen wird: Ist die Verdauung geregelt und der Kotabsatz normal, dann wird das Futter vermutlich gut verwertet und vertragen.

Frisst der kleine Hund mit gesundem Appetit, zeigt er sich fidel und aktiv, sind Fell und Haut in einem guten Zustand und zeigt er sonst keine Auffälligkeiten, kann von einer guten Verträglichkeit ausgegangen werden.

Gibt es hingegen Probleme mit der Akzeptanz, der Verdauung oder anderen gesundheitlichen Auffälligkeiten, wie etwa Schnupfen oder tränenden Augen, sollte mit der behandelnden Tierärztin über Unverträglichkeiten und Allergien gesprochen und gegebenenfalls das Futter umgestellt werden.

Ganz wichtig: Jede Futterumstellung sollte behutsam erfolgen, damit sich der kleine Welpenmagen daran gewöhnen kann. Kommt es in den ersten Tagen der Umstellung zu Verdauungsproblemen, zeigt das in der Regel noch nicht an, dass das Futter nicht vertragen wird. Halten die Beschwerden allerdings an, sprechen Sie mit einer Fachkraft.

Fazit

Auch wenn einige Hersteller ein Futter für alle Altersgruppen anbieten, kann sich ein spezielles Welpenfutter insbesondere dann besonders bewähren, wenn Sie einen Hund mit besonderer Wachstumskurve haben, etwa einen sehr kleinen oder sehr großen Hund.

Welpenfutter ist speziell auf die ernährungsphysiologischen Bedürfnisse des heranwachsenden Hundes ausgelegt und kann auch säugenden und trächtigen Hündinnen angeboten werden, um deren veränderte Ernährungsanforderungen bestmöglich abzudecken.

Gerade bei einem Welpen sollte auf eine beutenahe und möglichst natürliche Rezeptur frei von synthetischen Zusatzstoffen und Zucker geachtet werden, um einen guten Grundstein für die Gesundheit des Tieres zu legen.

Mit einem hochwertigen Futter decken Sie die besonderen Bedürfnisse dieser Altersstufe bestmöglich ab und schaffen beste Voraussetzungen für ein gesundes Hundeleben.

Q&A

🐶 Was ist das beste Welpenfutter?

In unserem Test schneiden vor allem die Nassfutter gut ab, wenn es um eine ausgewogene Ernährung geht – auch wenn dies nicht immer speziell ausgezeichnete Welpenfutter sind, sondern auch Futtermittel, die für alle Altersgruppen empfohlen werden, wie etwa die Produkte von Anifit.

🐶 Was sollte Welpenfutter enthalten?

Welpenfutter sollte einen hohen Fleischanteil auf Basis von Muskelfleisch enthalten und hochwertige tierische Nebenerzeugnisse. Zudem sollten ausreichend Mineralien und Vitamine im Futter enthalten sein, durch die Zugabe von Obst, Gemüse und Kartoffeln oder Süßkartoffeln.

🐶 Welches Welpenfutter wähle ich für empfindliche Hunde?

Wählen Sie am besten ein getreidefreies Produkt und entscheiden Sie sich für nur eine Proteinquelle pro Gericht. Diese Futtermittel werden als Single-Protein-Sorte oder Mono-protein-Sorte angeboten.

🐶 Wie lang kann ich Welpenfutter füttern?

Welpenfutter beziehungsweise Futter für Junghunde sollte so lange gefüttert werden, bis der Hund ausgewachsen ist. Danach wird die Energiedicht zu hoch sein, da der Hund nicht mehr wächst und so der Energiebedarf drastisch sinkt.

🐶 Was ist besser: Trocken- oder Nassfutter?

Als Vertreter der Nassfütterung bevorzugen wir klar das Füttern von Nassfutter von Anfang an, da es als artgerechter gilt und meist einen deutlich höheren Fleischanteil aufweist. Da viele Welpen beim Züchter aber Trockenfutter bekommen, sollte eine Umstellung schrittweise erfolgen und zunächst das Trockenfutter weiter gefüttert werden.

🐶 Wie oft muss ich meinen Welpen füttern?

Bitte achten Sie darauf, den Welpen mehrfach über den Tag verteilt zu füttern – je nach Alter etwa 3 bis 6 mal. Der Magen kann große Portionen nicht so gut verarbeiten und kleine Portionen sind bekömmlicher.

🐶 Was ist das beste Welpenfutter für Allergiker?

Wählen Sie ein hypoallergenes Produkt. Es sollte frei von Weizen oder Getreide generell sein. Sehr bewährt haben sich Futter auf Insektenbasis.

Letzte Aktualisierung am 28.10.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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