Welpenfutter

Welpenfutter
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Artgerechtes Futter ist die Grundlage eines gesunden und langen Hundelebens. Das bedeutet, dass alle notwendigen Nährstoffe wie Proteine, Fette und Kohlenhydrate in der entsprechenden Menge vorhanden sein müssen. Daneben sind auch die lebenswichtigen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente für den Hund von großer Bedeutung.

In welcher Form diese Nährstoffe gefüttert werden, ist völlig egal. Wichtig ist nur, dass auf den entsprechenden Bedarf geachtet wird. Dieser verändert sich im Laufe eines Hundelebens. So benötigt ein kranker oder alter Hund eine andere Futterzusammensetzung als etwa ein gesundes, erwachsenes Tier.

Besonderes Augenmerk muss auf die Zeit des Wachstums gelegt werden. Für die ersten Lebensmonate des Tieres empfiehlt sich daher spezielles Welpenfutter.

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Von der Muttermilch zum Welpenfutter

Nach der Geburt werden Welpen im Normalfall von der Hündin gesäugt. Diese Muttermilch liefert dem Kleinen genau die Inhaltsstoffe, die er benötigt. Mit rund drei bis vier Wochen beginnen die Jungen dann, auch festes Futter zu sich zu nehmen. Sie werden daneben aber nach wie vor gesäugt.

Erst mit der sechsten oder siebenten Lebenswoche hört die Hündin auf, ihre Jungen mit Muttermilch zu ernähren. Der junge Hund benötigt jetzt ein leicht verdauliches, hochwertiges Hundefutter. Das Verdauungssystem der Welpen ist noch sehr empfindlich.

Große Abwechslung kann rasch zu Durchfall und Verdauungsbeschwerden führen.

Es sollte daher von Beginn an nur eine Sorte Welpenfutter gegeben werden. Hier sollte man auf ein spezielles Alleinfuttermittel zurückgreifen. Hier sind alle notwendigen Nährstoffe in der richtigen Menge enthalten.

Auf selbst zubereitetes Futter sollte verzichtet werden. Es ist sehr schwer, die Mahlzeit optimal zusammenzustellen, damit sie auch wirklich welpengerecht ist.

Damit sich die jungen Hunde an die Nahrung gewöhnen können, kann zu Beginn aus Futter und lauwarmem Wasser ein Brei bereitet werden. Die Tiere gewöhnen sich in der Regel aber sehr rasch an die neue Nahrung. Man kann dann langsam von Brei auf normale Konsistenz umstellen, indem einfach die Wassermenge stetig reduziert wird.

Der Kalziumgehalt des Futters ist von großer Bedeutung

Der Nährstoffgehalt von einem Welpen unterscheidet sich deutlich zu jenem eines erwachsenen Tieres. Beim Kauf des richtigen Futters muss daher einiges beachtet werden.

  • Das Futter muss als Welpenfutter deklariert sein.
  • Das Kalzium-Phosphorverhältnis muss stimmen. Ein erwachsener Hund scheidet zu viel Kalzium ganz einfach über den Kot aus. Ein Welpe hat diesen Schutzmechanismus noch nicht. Erhält er zu viel Kalzium, wird dieses im Körper gespeichert. Das kann zu Fehlbildungen am Skelett führen, die den Hund ein Leben lang beeinträchtigen können. Keinesfalls sollte daher ein junger Hund Alleinfuttermittel für erwachsene Hunde erhalten.
  • Auf Ergänzungsmittel sollte beim Welpenfutter unbedingt verzichtete werden. Auch diese Mittel können zu einer Überversorgung führen. Welpenfutter bietet alles, was der junge Hund braucht.
  • Ebenso sollte der Welpe noch keine Knochen erhalten. Sie enthalten sehr viel Kalzium. Dieses sorgt beim erwachsenen Hund zum typischen Knochenkot. Beim Welpen würde das Kalzium aus den Knochen wiederum zu einer Überversorgung und zu Spätfolgen am Skelett führen.
  • Ähnliche Auswirkungen hätte eine zusätzliche Fütterung von Fleisch. Der enthaltene Phosphor würde den Kalzium-Phosphor-Haushalt verschieben.
  • Zugefüttert werden darf aber in jedem Fall Grünlippmuschelextrakt. Es ist bereits in vielen Welpenfuttersorten enthalten und hilft Gelenksproblemen vorzubeugen.
Welpenfutter
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Die richtige Futtermenge

Besonders wichtig bei der Welpenfütterung ist die richtige Futtermenge. Während die endgültige Körpergröße des erwachsenen Tieres genetisch vorgegeben ist, kann die Wachstumsgeschwindigkeit variieren. Sie wird durch die Ernährung beeinflusst.

Das Wachstum des Hundes sollte daher möglichst gleichmäßig sein. Ein zu rasches Wachstum würde erhebliche Folgen auf den Bewegungsapparat des Hundes haben. Erhält der Hund zu viel Futter, erhält er zu viele Nährstoffe und wächst auch zu schnell.

Das bei Welpen unreife Skelett wird überlastet. Die Folgen sind vor allem bei großen Rassen oft fatal.

Die richtige Futtermenge hängt von der Rasse und von den Aktivitäten des Tieres ab. Dazu muss der Energiegehalt des Futters beachtet werden. Hundehalter sollten sich unbedingt an die vorgegebene Dosierung des Futters halten. Dabei helfen Messbecher oder Küchenwaage.

Welpenfutter sollte unbedingt solange gefüttert werden, solange der Hund wächst. Bei Riesenrassen geht man von einer Wachstumsphase von rund 20 Monaten aus. Mittlere Rassen mit einem Gewicht von etwa 20 bis 40 Kilogramm sind nach rund 12 Monaten ausgewachsen und kleine Rassen bereits nach sechs bis acht Monaten.

Wie oft muss der Welpe gefüttert werden?

Während der Hund gesäugt wird, trinkt er mehrmals pro Tag. Dies sollte auch bei der Umstellung auf Welpenfutter beachtet werden. Welpen sollten daher nach der Entwöhnung von der Muttermilch mehrere Futterportionen pro Tag erhalten. Ideal ist es den Welpen zu Beginn drei bis viermal pro Tag zu füttern.

Dabei sollte der Kleine sein Futter täglich um dieselbe Zeit erhalten. Zu beachten gilt hier, dass die Angaben auf den Packungen sich auf die komplette Tagesration beziehen. Die Futtermenge muss demnach entsprechend eingeteilt werden. Bis der Hund etwa sechs Monate alt ist, sollte er mehrere Rationen am Tag erhalten. Später kann dann auf eine bis zwei Fütterungen pro Tag umgestellt werden.

Zwei Portionen pro Tag sind vor allem bei großen Hunden mit tiefem Brustkorb wie etwa der deutschen Dogge zu empfehlen. Bei diesen Tieren ist die Gefahr einer Magendrehung deutlich höher als bei anderen Rassen. Die tägliche Futterration sollte daher auf mehrere Portionen gegeben werden, um das Risiko für diesen gefährlichen Zustand zu verringern.

Die richtige Futterumstellung

Zumeist zieht ein Welpe mit etwa zehn bis 12 Wochen im neuen Heim ein. Diese Umstellung ist für den jungen Hund sehr stressig. Er wird von Mutter und Wurfgeschwistern getrennt und muss sich an eine neue Familie und eine andere Umgebung gewöhnen. Um das Tier nicht noch zusätzlich zu belasten, ist es ideal, wenn in der ersten Zeit jenes Futter gegeben wird, das er bereits vom Züchter kennt.

Gewöhnlich hat sich der Hund in etwa zwei Wochen soweit eingelebt, dass eine Futterumstellung stattfinden kann. Eine Umstellung von einer Futtersorte auf eine andere sollte stets langsam erfolgen. Dazu wird am ersten Tag etwa ein Viertel des gewohnten Futters durch das neue Futter ersetzt. Schrittweise erhöht man diese Menge dann von Tag zu Tag, bis das Futter komplett ersetzt ist.

Diese Futterumstellung passiert dann genauso, wenn vom Welpenfutter auf herkömmliches Hundefutter umgestellt wird. Auch wenn der Hund dann erwachsen ist, sollten häufige Futterumstellungen nach Möglichkeit vermieden werden. Sie belasten die empfindliche Darmflora des Hundes.

Welpenfutter getreidefrei
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Abwechslung ist bei der Hundeernährung nicht notwendig

Ob der Welpe mit Trockenfutter oder Feuchtfutter ernährt wird, ist reine Geschmackssache. Das Futter muss nur dem Nährstoffbedarf von Welpen entsprechen. Abwechslung ist dabei nicht notwendig. Viele Hundebesitzer füttern dem Tier regelmäßig andere Sorten, um für Abwechslung zu sorgen.

Es gibt aber auch jene Hundebesitzer, die dem Tier immer dann anderes Futter bringen, wenn er das vorgesetzte nicht frisst. Das sorgt jedoch nicht nur für ein irritiertes Verdauungssystem, sondern kann zu einem ernsten Dominanzproblem werden.

Dem Hund ist die Sorte völlig egal. Es gibt Hunde, die gerne und viel fressen. Es gibt aber auch Tiere, die einfach weniger fressen und dann die eine oder andere Mahlzeit auslassen. Setzt man ihm nun immer eine Alternative vor, gewöhnt er sich daran. Er wird dies ausnutzen und den Hundehalter regelrecht austesten.

Schnell erkennen Hunde, dass ihr Mensch leicht zu manipulieren ist. Damit hat der Hundehalter schon verloren. Das sollte unbedingt vermieden werden.

Niemand muss Angst haben, dass sein Hund bei vollem Futternapf verhungert. Voraussetzung dafür ist, dass das Tier gesund, normalgewichtig und vital ist. Es schadet dem Tier keinesfalls, wenn es einen Diättag einlegt. Das passiert allerdings im Welpenalter kaum.
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