Die Teufelskralle für den Hund

die Teufelskralle für den Hund
Zerkleinerte und getrocknete Wurzel der Teufelskralle | Foto: HeikeRau / Depositphotos.com

Ist der Hund einmal erkrankt, wird häufig nach einer alternativen Methode zur Behandlung gesucht. So ist die Teufelskralle eine schonende pflanzliche Medikation, die besonders bei Erkrankungen der Gelenke eingesetzt wird. Ein überzeugendes Argument der Teufelskralle sind die deutlich geringen Nebenwirkungen.

Die Teufelskralle – Von weit, weit her

Die Teufelskralle gehört zu den Sesamgewächsen. Da es sich bei ihr um ein mehrjähriges Gewächs handelt, kann die Pflanze bis zu 1,5 Meter lang werden. Dass sie sich während der Regenzeit flach auf dem Boden beblättert und Triebe ausbildet ist ein Hinweis auf ihre Herkunft. Beheimatet ist das Sesamgewächs in Afrika. Häufigstes Vorkommen befindet sich in den Savannengebieten in den südlichen Teilen des Kontinents.

Für die Teufelskralle sind die großen Blüten, die von rosa bis purpurrot gefärbt sind, sehr charakteristisch. Den Namen bekam die Pflanze durch ihre Früchte. Die wie Krallen aussehenden Früchte entwickeln sich aus den Blüten heraus. Zur Vermehrung und Verbreitung macht sich die Pflanze die Tiere zu nutze. Die Tiere streifen an der Teufelskralle vorbei und die Frucht hängt sich mit ihren Krallen an deren Fell fest.

Medizinisch benötigt werden von der Pflanze aus der Savanne lediglich die Sekundärwurzeln, auch Speicherwurzeln genannt.

Diese wachsen unterirdisch und sind weit verzweigt. Die eigentliche Hauptwurzel und somit auch die Pflanze bleiben erhalten und können neue Sekundärwurzeln bilden. Wurde geerntet, werden die Wurzeln für den weiteren Gebrauch getrocknet. Nach der Trocknung werden diese nach Bedarf zerkleinert.

die Teufelskralle für den Hund
Zerkleinerte und getrocknete Wurzel der Teufelskralle | Foto: HeikeRau / Depositphotos.com

Wirkstoffe die helfen können

Für die Sekundärwurzel der Teufelskralle ist der äußerst bittere Geschmack charakteristisch. Nicht umsonst gehört sie zu den bittersten Arzneimitteln auf pflanzlicher Basis. Verantwortlich hierfür sind die Stoffe der Iridoidglycoside, die auch für ihre schmerzlindernde, entzündungshemmende und abschwellende Wirkung bekannt sind.

Es ist kein Geheimnis, dass auch die Wurzel der Teufelskralle im Gesamtextrakt effektiver wirkt, als einzelne Bestandteile. Empfehlenswert ist daher die Einnahme des gesamten Extraktes.

Allerdings zeigt nur die aus Afrika stammende Art der Teufelskralle die gesundheitsfördernde Wirkung. Die gleichnamige europäische Teufelskralle hat mit der afrikanischen Art nichts gemeinsam.

Die Behandlung des Hundes

Gründe weshalb zur Teufelskralle gegriffen wird, gibt es viele. Sei es als vorbeugende Maßnahme, als unterstützende Behandlung der klassischen Tierarztmedizin oder als alternative Behandlungsform.

Einsatz beim Hund findet die Teufelskralle, wenn der Bewegungsapparat schmerzt, entzündet oder angeschwollen ist. Häufig in Verbindung mit Arthrose und Rheuma. Auch dann, wenn Sehnen und Muskulatur betroffen sind.

Inzwischen ist ebenso bekannt, dass die Wurzel bei Blutkrankheiten und zur Förderung der Verdauung eingenommen werden kann. Wird die Krallenwurzel äußerlich aufgetragen, hilft sie auch bei Hautproblemen wie Ekzemen.

Wird mit der pflanzlichen Arznei Gelenkbeschwerden behandelt, sollte gleichzeitig nur moderate Bewegung stattfinden.

Bei zu wenig Auslastung der Gelenke kann es zu Fehlstellungen kommen. Zuviel Bewegung sorgt für eine Verschlimmerung. Beides ist mit zusätzlichen Schmerzen verbunden.

Besonders wichtig zu wissen ist, dass die Behandlung mit der Teufelskralle keine alleinige Medikation in akuten Fällen darstellt. Die Wirkung des Sesamgewächses setzt deutlich Zeitverzögert ein. Bis die erste Wirkung merkbar ist können zwischen drei Wochen und drei Monaten vorbei gehen. Als kurzfristige Bedarfsmedikation ist die Teufelskralle nicht empfehlenswert, Langfristig gesehen kann es jedoch die Lebensqualität des Hundes zurück bringen.

Die Aufnahme der Teufelskrallenwurzel kann unterschiedlich stattfinden. Gängige Formen sind Tabletten, Kapseln und Tropfen. Auch in Form von Gel, Salbe, Balsam, Tinktur oder Creme ist die Wurzel erhältlich. Wer es auf homöopathischer Basis mag, greift zu Globuli.

Im Vergleich zu chemischen Medikamenten hat die Einnahme der Teufelskralle keine Nebenwirkungen. Bekannte Nebenwirkungen sind Schwierigkeiten mit der Verdauung und dem Magen- Darm- Trakt im Allgemeinen.

Um diesen Vorzubeugen ist es empfehlenswert, das pflanzliche Mittel langsam Einschleichen zu lassen. Beginnend mit einer sehr niedrigen Dosierung.

Die richtige Dosierung

Für den Erfolg der Therapie ist die Dosierung der Teufelskralle maßgeblich entscheidend. So sind die Größe und das Gewicht des Hundes Faktoren, die die zu dosierende Menge beeinflussen. Ebenso für die Dosierung wichtig ist, ob es sich um eine vorbeugende Maßnahme handelt oder ob die Teufelskralle zur Heilung benötigt wird.

Wird die Therapie mit der Teufelskralle auf eigene Faust durchgeführt, ist es hilfreich und empfehlenswert sich an die Angaben des Herstellers zu halten. Jeder seriöse Hersteller hat eine Anleitung zur Dosierung und Verabreichung bei der pflanzlichen Arznei dabei.

Wer sich Unsicher ist und Zweifel hat, ob es dem Hund hilft, ist mit dem Besuch beim Tierarzt des Vertrauens bestens beraten.

Wissenswertes

Auch beim Menschen konnte bereits hervorragende Ergebnisse erzielt werden. Sie dient hier nicht nur als Schmerz- und Entzündungshemmendes Mittel, sondern auch als Blutverdünner. In Afrika wird die Teufelskralle gerne als Fiebersenkende Arznei verabreicht.

In mehreren Studien konnte die Wirkung der afrikanischen Pflanze auf die Gesundheit belegt werden.

Noch Unklar ist, weshalb die Wurzel der Teufelskralle als ganzes Extrakt besser hilft, als einzeln isolierte Bestandteile.

Wenn Sie sich für die Anwendungen der Naturheilkunde interessieren, empfehlen wir Ihnen die Lektüre von Bachblüten für Hunde.

2 Kommentare

  1. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit der Teufelskralle bei meinem Hund gemacht. Der Hund wird jetzt 15 Jahre alt und ähnlich wie beim Menschen machen die Gelenke so langsam schlapp. Er wollte sich kaum noch bewegen und ich hatte immer das Gefühl, wenn er aufstehen musste, dass es für ihn die reinste Quälerei wahr. Ich habe dann mit Absprache des Tierarztes dem Hund Teufelskralle in Form von Kapseln, die ich über das Futter verteilt habe, verabreicht. Nach rund 4 Wochen konnte ich erste Erfolge erkennen, denn meine Fellnase stand leichter auf und auch die erste Schritte sahen entspannter aus. Ich denke nicht, dass es sich um Einbildung handelt, denn auch Nachbarn waren der Meinung, dass meine Süße besser läuft.

  2. Ich freue mich für dich Maggie, dass es bei dir und deinem Hund so gut mit der Teufelskralle geklappt hat. Ich kann das leider nicht bestätigen. Seit vielen Jahren verabreiche ich meinem Hund Teufelskralle tagtäglich im Futter und jetzt musste ich feststellen, dass dies vollkommen umsonst war. In den letzten Wochen konnte mein Hund immer schlechter laufen und wollte auch gar nicht mehr die Treppe zur Wohnung hoch. Ich habe ihn dann beim Tierarzt vorgestellt. Nach endlosen Untersuchungen bekam ich dann die Diagnose – Arthrose. Jetzt frage ich mich natürlich wieso habe ich jahrelang das Zeug ins Futter gegeben, wenn dass das Ergebnis ist.

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