Fette und Öle für den Hund – nicht nur beim Barfen

Wichtige Fette und Öle für den Hund | Foto: ThamKC / bigstock.com

Fette zählen zur Gruppe der lebensnotwendigen Nährstoffe. Der Hund muss sie täglich zu sich nehmen, um gesund und fit zu bleiben. Fette und Öle enthalten essenzielle Fettsäuren, die für den Hund lebensnotwendig sind. Bei der Barf-Fütterung sind Öle und Fette unerlässlich. Doch auch wenn der Hund mit hochwertigem Alleinfuttermittel versorgt wird, kann es vorkommen, dass der Bedarf an speziellen Fetten oder Ölen erhöht und eine zusätzliche Gabe notwendig ist. Doch nicht jedes Fett oder Öl eignet sich als Nährstofflieferant für den Hund.

Wichtige Fette und Öle für den Hund
Wichtige Fette und Öle für den Hund | Foto: ThamKC / bigstock.com

Der Hund braucht essenzielle Fettsäuren

Essenzielle Fettsäuren sind für den Hund von größter Bedeutung. Der Hundekörper kann diese Substanzen nicht selbst produzieren. Sie sind jedoch wichtig für viele Vorgänge im Körper. Sie wirken entzündungshemmend, sind für gesunde Haut und Fett notwendig und bieten den Nerven tägliche Nahrung. Essenzielle Fettsäuren sind hauptsächlich in pflanzlichen Ölen und auch in Fischölen enthalten. Wird das Tier mit Alleinfuttermitteln versorgt, ist dort bereits die richtige Zusammensetzung an notwendigen Fetten enthalten. Wer seinen Hund barft, sollte stets die wichtigsten Fette im Haus haben. Das Gleiche gilt dann, wenn der Hund häufig von Haut- oder Fellproblemen geplagt wird. Dann kann eine zusätzliche Gabe sehr sinnvoll sein.

Lachsöl

Besonders wichtig für einen gesunden Hund ist Lachsöl, das sehr reich an Omega-3-Fettsäuren ist. Es ist vor allem dann angesagt, wenn der Hund unter Allergien leidet oder immer wieder Fell- und Hautprobleme hat. Das ist etwa dann der Fall, wenn der Hund immer wieder ohne Grund leckt und nicht damit aufhören will. Lachsöl sorgt für glänzendes Fell und beruhigt kranke und irritierte Haut. Daneben verbessert es die Fließeigenschaften des Blutes. Es kann weiters eine Verengung der Blutgefäße vermindern.

Leinöl

Leinöl ist deshalb so hochwertig, weil es die beiden wichtigen Fettsäuren Omega 3 und Omega-6 in einem optimalen Verhältnis enthält. Auch Leinöl ist ein Öl, das besonders bei Haut- und Fellproblemen angezeigt ist. Eine Mischung aus Quark und Leinöl kann sehr hilfreich sein bei Juckreiz, kahlen Stellen und schuppiger Haut.

Kokosöl

Kokosöl war vor einigen Jahren noch völlig unbekannt. Heute ist es aus vielen Haushalten kaum mehr wegzudenken. Das Öl mit dem feinen Aroma bietet aber auch dem Hund zahlreiche Vorteile. Kokosöl wird aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss gewonnen und muss kalt gepresst sein. Raffiniertes Kokosöl ist minderwertig. Kokosöl enthält Laurinsäure. Diese ist ein hervorragendes Mittel gegen Viren, Bakterien und Pilze. Es soll sogar Zecken abwehren und kann als natürliche Wurmkur eingesetzt werden.

Distelöl

Die Distel hat zahlreiche Wirkstoffe, die heilende Wirkungen aufweisen. Distelöl ist reich an Omega-3 Säuren und enthält viel Vitamin E. Diese Inhaltsstoffe wirken positiv auf Haut und Fell sowie auf das Immunsystem. Die enthaltene Linolsäure ist wichtig für das Nervensystem und den Stoffwechsel.

Hanföl

Mit einem sehr hohen Gehalt an Linol- und Linolensäure ist Hanföl ebenso ein Öl, das für gesunde Haut und glänzendes Fell sorgt. Es wirkt entzündungshemmend und sorgt für eine rasche Abheilung bei trockener, schuppiger und entzündeter Haut. Nebenbei wirkt sich das Öl positiv auf den Zellstoffwechsel und das Immunsystem aus.

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Ein Mangel an essenziellen Fettsäuren hat schwerwiegende Folgen

Neben diesen Ölen zählen auch das Borretschöl, das Nachtkerzenöl, das Olivenöl und das Rapsöl zu den hochwertigen Ölen, die dem Hund wichtige Nährstoffe liefern. Beim Barfen kann man täglich ein anderes Öl oder eine Mischung aus verschiedenen Ölen verwenden. Das sichert, dass der Hund viele unterschiedliche Fettsäuren erhält, die er benötigt. Das ist wichtig, denn fehlen dem Hund essenzielle Fettsäuren, kann dies negative Auswirkungen auf seine Gesundheit haben. Ein Mangel kann sich relativ rasch bemerkbar machen. Die Symptome sind stumpfes, mattes Fell. Die Haut ist meist schuppig und es kommt zu Haarausfall. Auch starker Juckreiz ist ein häufiges Symptom. Mit fortschreitender Erkrankung kommt es zu Ekzemen, nässenden Hautentzündungen und starken Verhornungen. Zu beobachten sind die Hautveränderungen meist anfangs an den Ohren oder auch zwischen den Zehen. Die Wundheilung verzögert sich. Bei jungen Hunden kommt es zu Wachstumsstörungen oder gar Degeneration. Auch Leber und Niere werden stark beeinträchtigt.

Nur hochwertige Öle verwenden

Wenn Öl für den Hund verwendet wird, muss darauf geachtet werden, dass es unbedingt kalt gepresst ist. Bei einer Warmpressung werden wertvolle Inhaltsstoffe zerstört und das Öl wird wirkungslos. Ist das Öl sehr kostengünstig, ist dies meist ein Zeichen, dass es nicht hochwertig ist. Hier sollte keinesfalls gespart werden. Wichtig ist auch die Lagerung. Das Öl muss unbedingt in einer dunklen Flasche und kühl aufbewahrt werden. Nach dem Öffnen sollte es innerhalb von drei Monaten aufgebraucht werden. Die täglich benötigte Menge richtet sich natürlich nach dem Körpergewicht des Tieres. Man rechnet jedoch etwa 0,3 Gramm Öl pro Kilogramm Körpergewicht. Allerdings sollten hier immer das Alter, die Konstitution und die Aktivität des Tieres mit einberechnet werden. Damit ist der Bedarf sehr individuell. So benötigen Arbeitshunde oder Hunde im Hundesport oder Jagdhunde deutlich mehr Energie als andere Tiere. Hunde, die an Übergewicht leiden, dürfen Öle nur in geringen Mengen zu sich nehmen.

Schafsfett ist sehr gesund

Neben den Ölen können dem Hund aber auch tierische Fette zum Futter gemischt werden. Beliebt sind Schafs- und Rinderfett. Schafsfett ist ideal für Hunde mit Haut-und Fellproblemen. Es hat darüber hinaus positive Wirkungen bei Magen- und Darmproblemen. Es wirkt beinahe wie ein Magenschoner, der die Magenschleimhaut vor schädlichen Substanzen schützt. Die Darmflora wird durch Schafsfett angeregt und positiv beeinflusst. Nährstoffe können dadurch besser aufgenommen werden. Schafsfett kann sogar Durchfall lindern, der durch Allergien oder bakterielle Infektionen ausgelöst wird. Daneben enthält es wertvolle essenzielle Fettsäuren sowie Vitamin E und F. Das sorgt für gesundes und glänzendes Fell. Vitamin A und D sind wichtig für Augen, Immunsystem und Knochen. Schafsfett kann dem Hund ebenfalls als Zusatz zum Futter gegeben werden. Allerdings sollte dies stets in Maßen passieren.

Rinderfett hilft dem Hund zu Kräften zu kommen

Ideal als Futterzusatz bei einer Aufbaudiät ist das Rinderfett. Es kann zum Aufpäppeln schwacher Vierbeiner verwendet werden. Gerade nach einer Krankheit, einer Operation oder einem Unfall benötigt der Hund meist mehr Nährstoffe um wieder zu Kräften zu kommen. Auch ältere Hunde benötigen nicht selten einen kleinen Energieschub. Auch dafür ist ein wenig Rinderfett im Futter ideal. Die Hunde lieben es zumeist, wenn ihr Futter durch Rinderfett aufgepeppt wird. Neben den zusätzlichen Kalorien liefert Rinderfett auch hochwertiges Eiweiß. Normalgewichtige Hunde sollten diesen Zusatz allerdings nur ab und zu und nur in geringen Mengen erhalten.

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