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Im Trend: Ernährung nach dem chronobiologischen Rhythmus des Hundes

Die chronobiologische Ernährung ist mit Sicherheit vielen kein Begriff, könnte aber ein echter Durchbruch in puncto Gesundheit von Mensch und Tier sein. Grundlage dafür ist der so genannte zirkadiane Rhythmus, der einen Einfluss auf unsere Wach- und Schlafenszeiten, auf unsere Körpertemperatur und teilweise auch auf die Verdauung hat.

Ein solcher Rhythmus umfasst einen Zeitraum von etwa 25 Stunden und wird maßgeblich vom Sonnenlicht und den Mahlzeiten bestimmt. Wird dieser Rhythmus durch verschiedene Faktoren gestört, kann es auf Dauer zu Schlafstörungen oder auch Erkrankungen kommen. Solche negativen Einflüsse können zum Beispiel späte Schlafenszeiten, Nachtschichten oder zu späte Mahlzeiten sein.

Essens- und Schlafzeiten beeinflussen unser Wohlbefinden

Das berühmte Max-Planck-Institut wollte die Frage klären, ob der zirkadiane Rhythmus von äußeren Faktoren bestimmt wird, oder ob er gar angeboren ist. Es hat sich gezeigt, dass es auf Grundlage der Chronobiologie empfehlenswert ist, drei Mahlzeiten am Tag zu sich zu nehmen.

Wenn man nachts schläft, wird das Hormon Leptin gebildet, welches für eine Unterbrechung des Hungerrhythmus sorgt. Auf dem Höhepunkt des Leptinspiegels, ist die Körpertemperatur in der Nacht am niedrigsten und es besteht ein Zustand der Sättigung. Nimmt man die letzte Mahlzeit des Tages aber sechs Stunden später als gewöhnlich zu sich, so steigt der Spiegel an Leptin auch entsprechend sechs Stunden später an.

Muss man nun nachts arbeiten, wird weniger Leptin ausgeschüttet, sodass auch kein Sättigungsgefühl entsteht und die Verdauung verzögert abläuft. Verschieben sich also der Schlaf-Wach-Rhythmus, und damit auch die Mahlzeiten, muss unter anderem mit Schlafstörungen, Verdauungsproblemen, Stimmungsschwankungen, Leistungsverminderung und Herz-Kreislauf-Beschwerden gerechnet werden. Natürlich führt das Essen in der Nacht langfristig auch zu Übergewicht und kann die Ausbildung eines Diabetes mellitus begünstigen.

Ernährung nach dem chronobiologischen Rhythmus des Hundes

Entwicklung von Hundesnacks nach chronobiologischen Gesichtspunkten

Im Jahr 2016 machte sich das Unternehmen ChronoBalance daran, Hundesnacks herzustellen, die sich an der inneren Uhr des Hundes orientieren. Heraus kamen drei Sorten von Snacks, die in der Zusammensetzung genau auf die jeweilige Tageszeit abgestimmt sind. So erhält das Tier am Morgen, am Mittag und am Abend genau die Nährstoffe, die es braucht.

Am Anfang bekam das Unternehmen für ihre Entwicklung nur ein müdes Lächeln, doch schon im darauffolgenden Jahr wurde man mit dem Nobelpreis für Medizin bedacht. Es wurde bestätigt, dass Menschen, Tiere und Pflanzen nach einer bestimmten inneren Uhr funktionieren und sich an den chronobiologischen Rhythmus anpassen. Der Hund braucht demnach am Morgen andere Nahrungszusätze als am Abend, und dank der chronobiologischen Snacks ist der Hund immer optimal versorgt.

Darauf kommt es bei einer artgerechten und ausgewogenen Ernährung an

Der Hund stammt vom Wolf ab, und dementsprechend sieht auch seine artgerechte Ernährung aus. Er ist überwiegend ein Fleischfresser, kann aber auch Pflanzen, Früchte und Beeren verzehren. Für das Wachstum, die Stoffwechselfunktionen und die Muskulatur braucht der Hund vor allem hochwertiges Eiweiß, dazu als Energielieferanten Kohlenhydrate und Fette. Insgesamt braucht der Hund 25 unterschiedliche Nähr- und Vitalstoffe, und diese im richtigen Verhältnis zueinander.

Der Organismus des Hundes kann diese Substanzen aber nur optimal aufnehmen und verwerten, wenn die Mischung und der Anteil bei der täglichen Fütterung stimmen. Eine hochwertige Fertignahrung sollte schon dementsprechend zusammengestellt sein. Unter anderem natürlich getreidefrei. Bereitet man die Mahlzeiten für den Hund selbst zu, muss man sich vorher umfassen informieren. Essen vom Tisch der Menschen sollte für das Tier grundsätzlich tabu sein.

Bei der Ernährung ist auch dem Alter des Hundes Rechnung zu tragen, denn der Nährstoffbedarf verändert sich im Laufe eines Hundelebens. Ein Welpe braucht alles für ein gesundes Wachstum, während ein Senior in seiner Aktivität langsam nachlässt und weniger Kalorien benötigt. Der Ernährungsplan muss auch angepasst werden, wenn das Tier an Allergien oder einer chronischen Erkrankung leidet. Dies sollte man aber immer vorher mit dem Tierarzt besprechen.

Auch wenn es gut gemeint ist, und man dem Hund einen möglichst abwechslungsreichen Speiseplan bieten möchte, zu viel Abwechslung bekommt dem Verdauungssystem des Tieres nicht gut. Verschiedene Futtersorten haben auch eine unterschiedliche Qualität, und mit dieser muss der Verdauungstrakt erst zurecht kommen. Möchte man einen Wechsel des Futters vornehmen, so muss die Umstellung immer langsam und schrittweise erfolgen.


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