Den Hund Bürsten und Kämmen – Ein paar Tipps

Den Hund Bürsten und Kämmen
Foto: Willee Cole / Bigstockphoto.com

„Ein gebürsteter Hund ist ein schöner Hund!“, heißt es regelmäßig. Doch hinter Kämmen und Bürsten steckt mehr als nur das optische Aussehen des Vierbeiners. Die Fellpflege ist wichtig, dass sich der Hund wohl fühlt und Gesund bleibt.

Durch das kämmen und bürsten wird abgestorbenes (Unter-) Fell entfernt und das Wachstum des neuen Fells angeregt. Zusätzlich fördert es die Bindung zwischen dem vierbeinigen Freund und seinem Halter.

Damit die Prozedur für beide Seiten von Erfolg gekrönt werden kann, sollten einige Punkte beachtet werden. Die aufgeführten Tipps können dabei hilfreich sein.

Unterschiedliche Hunderassen – Unterschiedliche Fellpflege

So viele unterschiedliche Hunderassen es gibt, so viele unterschiedliche Fellvariationen gibt es. Die meisten lassen sich in übersichtliche Kategorien unterteilen, was es leichter macht, die richtige Art der Fellpflege zu finden.

Doch eines haben sie alle gemeinsam:

Wird die Fellpflege richtig durchgeführt, fühlt sich der Hund deutliche wohler da die Produktion der Glückshormone angeregt wird. Zudem bleibt er gesünder und widerstandsfähiger. Denn durch das kämmen und bürsten wird der Kreislauf angeregt. Gleichzeitig bessert sich die Durchblutung der Haut.
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Das richtige Arbeitsmaterial als Grundausstattung

Bevor das Hundefell gekämmt bzw. gebürstet werden kann, muss der richtige Hundekamm bzw. Hundebürste gewählt werden. Denn nicht jeder Kamm bzw. jede Bürste ist für jedes Fell geeignet.

Der Hundekamm wird für das Deckhaar benötigt. Je länger das Deckfell ist, umso mehr profitiert der Hund vom Einsatz des richtigen Kammes. Ob dieser einen Griff hat oder nicht bleibt dem Hundehalter überlassen.

Wichtiger ist der Abstand der Zahnung:

Eine breite Zahnung ist empfehlenswert, wenn es sich um dickes, krauses oder voluminöses Fell handelt. Wobei Hunde mit dünnem, seidigen Fell profitieren eher von einem Kamm mit schmaler Zahnung.

Diese sind häufig auch als Flohkamm erhältlich. Damit wird das Fell von Staub, trockenem Schmutz und Ungeziefer befreit. Der schmale Kamm eignet sich besonders für den Kopfbereich und den Pfoten.

Bei den Bürsten heißt es: Bürste ist nicht gleich Bürste! Gerade für Hunde mit mittellangem bis langem Fell ist die Zupfbürste besonders wichtig. Denn wenn diese Bürste zum Einsatz kommt, wird abgestorbenes Unterfell und Verfilzungen beseitigt.

Charakteristisch für diese Art von Bürsten sind die gebogenen Zähne und sind auch unter dem Namen Slicker-Bürste bekannt. Gut zu wissen ist, dass es auch bei der Zupfbürste Unterschiede gibt. Ist das Fell dick und auch viel Unterfell vorhanden, sollte zu einer Zupfbürste mit harten Borsten gegriffen werden. Bei Hunden, die dünnes Fell haben und kein Unterfell besitzen, reicht eine weiche Zupfbürste völlig aus.

Zu den Bürsten zählt auch die Massage-Bürste. Ihre Aufgabe ist es neben der Fellpflege die Haut zu massieren und damit die Durchblutung anzuregen. Massage-Bürsten haben sich bei der Verbesserung der Fellstruktur bewährt. Auch bei Hunden mit langem Fell helfen sie bei der Entknotung mit.

Hier sind die Bürsten mit langen Borsten aus Holz, Nylon und Metall empfehlenswert. Bei Vierbeinern mit kurzen Haaren wird das Fell mithilfe der Massage-Bürste poliert. Die geeignete Bürste für kurzhaarige Hunde hat kurze Borsten aus Nylon, Holz, Plastik, Gummi oder Metall.

Den Hund Bürsten und Kämmen
Ein Hund wird gekämmt und geföhnt. Foto: Willee Cole / Bigstockphoto.com

Die Häufigkeit des Bürstens und Kämmens

Damit der Hund das ganze Jahr über Glücklich, Zufrieden und Gesund bleibt muss das Fell regelmäßig gepflegt werden. Nicht nur in der Zeit des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst.

Die Häufigkeit des Fell kämmens und bürstens orientiert sich an der Fellart. Zur Zeit des Fellwechsels kann bzw. sollte täglich zur Unterstützung gebürstet werden. Das restliche Jahr über ist es empfehlenswert gewisse Intervalle einzuhalten.

Hunde mit seidigem Fell sollten weiterhin täglich gekämmt und gebürstet werden. Ist das Fell lockig und haart auch nicht sehr reichen bereits 3 – 4 mal in der Woche. Hat der Hund ein Fell das drahtig oder lang ist und hat ein ausgeprägtes Unterfell reicht das Kämmen und Bürsten einmal in der Woche völlig aus.

Richtig Kämmen und Bürsten

  • Um langfristig beim kämmen und bürsten erfolgreich zu sein, sollte der Hund bereits im Welpenalter an das Prozedere gewöhnt werden. So wird nicht nur die Geduld des Halters geschont, sondern auch die des Hundes.
  • Ob der Hund während der Fellpflege besser steht, liegt oder sitzt muss der Halter selbst testen. Hierfür gibt es keine allgemein gültige Empfehlung, sondern läuft über gesammelte Erfahrungen.
  • Zuerst wird das Deckhaar am Körper selbst gekämmt. Dazu immer in Wuchsrichtung kämmen. Dabei können dort sitzende Knoten und Verfilzungen bereits entfernt werden. Dies vereinfacht das Kämmen und Bürsten des Unterfells, da kein Widerstand des Deckhaars mehr vorhanden ist. Ist der Bauch und Rücken fertig, folgt Kopf, Brust, Beine und Rute.
  • Wichtig ist auch, dass die Achseln des Hundes gebürstet werden. Viele Halter vergessen diese Bereiche gerne, was leider Verfilzungen zur Folge hat.
Damit der Hund auch ruhig und geduldig sich kämmen und bürsten lässt ist es empfehlenswert, den Vierbeiner sich kurz vorher austoben zu lassen. Dies hat den Vorteil, dass überschüssige Energie nicht mehr vorhanden ist.

Zudem kommt der Nebeneffekt, dass der tierische Freund nicht mehr Unruhig wird, da der Druck urinieren zu müssen gleichzeitig mit dem Toben beseitigt worden ist.

Ebenfalls empfehlenswert ist die Anschaffung eines Trimmtischs für Hunde, denn so kann man die Fellpflege bequem und sicher erledigen.

Sollten Unsicherheiten bezüglich der Grundausstattung oder der Fellpflege selbst vorhanden sein, geben Tierfachgeschäfte, Hundefriseure und Hundezüchter gerne hilfreiche Tipps.

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FAQ

🐶 Warum ist die Fellpflege des Hundes so wichtig?

Abgestorbenes Ober- wie auch Unterfell werden durch das Kämmen und Bürsten entfernt. Zudem wird das Wachstum des Fells durch das Bürsten und die dabei entstehende Massage der Haut angeregt. Die Massage führt ebenfalls dazu, dass der Kreislauf angeregt. Dadurch wird er gesünder und widerstandsfähiger. Ein weiterer Pluspunkt einer regelmäßigen Fellpflege des Hundes ist die Stärkung der Bindung zwischen Hund und Herrchen / Frauchen. Viele Besitzer zweifeln es an. Aber es ist korrekt, dass beim regelmäßigen, korrekten Bürsten und Kämmen des Hundes, Glückshormone ausgeschüttet werden. Der frisch gebürstete Hund ist also glücklich und zufrieden.

🐶 Womit kann das Hundefell besser gepflegt werden, mit dem Kamm oder der Bürste?

Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. Vielmehr müssen zunächst andere Fragen beantwortet werden. Besitzt das Tier langes oder kurzes Fell? Wie sieht es mit dem Unterfell aus? Ist es vorhanden? Wenn ja, wie dicht ist bzw. wie viel Unterfell ist vorhanden?

Grundsätzlich wird der Kamm für das Oberfell benutzt. Man nennt es übrigens auch Deckhaar. Insbesondere langes Deckhaar profitiert vom Einsatz des richtigen Kammes. Je intensiver das Deckhaar gekämmt wird, desto gesünder und glänzender ist das Deckhaar. Bei der Wahl des passenden Kammes liegt es am Besitzer, wie gut er mit dem entsprechenden Modell zurechtkommt. Für ein voluminöses, dickes oder krauses Fell sollte eine größere Zahnung gewählt werden. Für seidiges, dünnes Fell genügt eine kleinere Zahnung. Zudem sollte ein Flohkamm vorhanden sein. Dieser ist schmal und besitzt eine recht enge Zahnung. Er eignet sich nicht nur für die Suche nach Ektoparasiten, sondern auch für die Pflege des Kopfes.

Für das grobe Entfernen von Schmutz, aber auch für die Pflege des Unterfells ist eine Bürste wichtig. Für den langhaarigen Hund ist die Zupfbürste sehr wichtig.  Sie ist am besten in der Lage, verfilztes und abgestorbenes Fell zu entfernen. Hierzu besitzt die Bürste leicht gebogene Borsten. Je dichter das Unterfell ist, desto härter können die Borsten sein.

🐶 Wozu wird eine Massagebürste beim Hund benötigt?

Mit der Massagebürste wird die Durchblutung der Haut verbessert. Dadurch verbessert sich auch das Erscheinungsbild des Felles. Daneben kann sie bei langhaarigen Hunden auch die Entwirrung des Deckhaares beschleunigen.

🐶 Aus welchem Material empfiehlt sich die Bürste für den Hund?

Für kurzhaarige Hunde ist eine weiche Bürste eventuell ausreichend. Ein Griff aus stabilem Kunststoff kann vollkommen ausreichen. Wer jedoch einen Hund mit langem, dickem Fell und dichtem Unterfell besitzt, sollte zu den bewährten, stabilen Modellen greifen. Eventuell ist es notwendig, einige Modelle auszuprobieren, denn nicht nur das Material ist entscheidend. Natürlich muss der Hundebesitzer mit diesem Modell auch sehr gut zurechtkommen. Letztlich entscheidet die Effektivität des ausgewählten Modells.

🐶 Wie oft sollte ein Hund gekämmt bzw. gebürstet werden?

Wie oft der Hund einer Fellpflege zu unterziehen ist, sollte von der Art des Fells abhängig gemacht werden. Während des Fellwechsels ist die Frequenz zu erhöhen, damit das Tier ohne Belastungen durch diese Zeit gebracht wird. Außerhalb dieses Zeitraumes ist es sinnvoll, eine bestimmte Frequenz einzuhalten. Diese ist individuell festzusetzen. Stark haarende Hunde sollten 3 bis 4 mal pro Woche der Fellpflege unterzogen werden. Hunde mit kurzem Deckhaar und dichtem Unterhaar kommen für gewöhnlich mit einer einmaligen Pflege pro Woche aus.

🐶 Wie bürste ich meinen Hund am besten?

Wer seinen neuen Hund das erste Mal bürsten möchte, sollte zunächst ausreichend Vertrauen zum Tier aufbauen. Damit es nicht verschreckt wird, sollte mit einer weichen Bürste begonnen werden. Welpen sollten frühestmöglich an die regelmäßige Pflege gewöhnt werden. Viele Hundebesitzer bürsten ihre Tiere im Stehen. Andere bevorzugen das Sitzen oder das Liegen des Tieres. In diesem Punkt ist es die Aufgabe des Besitzers auszuprobieren, welche Position für diesen Hund am geeignetsten ist.

Das Deckhaar ist grundsätzlich in Wuchsrichtung zu kämmen / bürsten. Erst wenn das Deckhaar vom groben Schmutz und Verfilzungen befreit ist, kann das Unterfell die ganze Aufmerksamkeit erhalten. Es sollten zuerst Bauch und Rücken bearbeitet werden. Danach folgen Kopf, Beine, die Brust und die Rute. Es ist stets darauf zu achten, dass die Achseln nicht vergessen werden. Dort bilden sich sehr schnell Verfilzungen.

Letzte Aktualisierung am 3.07.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

2 Kommentare

  1. Mit dem Kämmen und Bürsten kann man nicht früh genug anfangen – idealerweise bereits im Welpenalter. Auch wenn es da noch nicht viel zu kämmen gibt, lernt der Hund dies als etwas positives kennen. Fängt man mit dem Kämmen allerdings erst an, wenn der Hund schon Stellen mit Filz und Knoten hat, dann ist das Unterfangen zum Scheitern verurteilt, denn es wird dem Hund wehtun und er sträubt sich. Ich persönlich empfinde das kämmen mit dem Hund sehr entspannend, denn es ist wie eine extra Streichelsession. Zu keinem anderen Zeitpunkt ist man seinem Hund so nah und kann die Zeit zum Schmusen und verwöhnen nutzen. Auf jeden Fall sollte jede Kämmaktion mit etwas Positivem enden – also immer ein besonderes Leckerli am Schluss und ruhig auch mal zwischendurch belohnen.

  2. Ich bin der Meinung, dass das Bürsten und Kämmen des Hundes nicht nur für das Tier wichtig ist, sondern auch für den Hundehalter. Gerade beim Bürsten des Felles kann man schnell Unregelmäßigkeiten entdecken. Ich denke hierbei zum einen an Zecken, die man gerade bei einem langhaarigen Tier nicht auf den ersten Blick sieht. Aber auch Ekzeme und andere Hautveränderungen kann man durch das Kämmen sehr gut erkennen. Ich habe so zum Beispiel bei meiner Hündin eine Unregelmäßigkeit an den Zitzen festgestellt. Es war zwar nur ein kleiner Knoten, aber nach dem besuch des Tierarztes und der Untersuchung wusste ich, dass es sich um einen Mammatumor der Milchleiste handelt. Dieser musste entfernt werden. Der Tierarzt war der Meinung, dass es gut sein, dass ich diesen schon in einem so frühen Stadium entdeckt habe. So hat der Knoten, wenn er bösartig wäre, wenig Chancen zu streuen.

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