Die Angst vor Hunden – Hundeschreck, Anti – Hundespray und Co. – was hilft?

Angst vor Hunden
Foto: byrdyak / Bigstockphoto.com

Es gibt Menschen, die Hunde mögen sogar lieben und es gibt Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen Angst vor dem Vierbeiner haben. Unabhängig davon, ob sich die Angst bei allen oder nur bei bestimmten Rassen bemerkbar macht, eine allgemein gültige Lösung, die wirklich Jedem hilft gibt es nicht.

Doch was für Möglichkeiten gibt es, um die Angst vor Hunden im Alltag im Griff zu haben?

Canophobie – Die Angst vor Hunden

Für die Angst vor Hunden gibt es einen Fachbegriff: Canophobie auch bekannt als Kynophobie. Gründe, weshalb der Mensch Angst vor Hunden hat, gibt es viele. Allerdings gibt es zwei auffallend häufige Gründe für die Canophobie.

Der eine begründet sich in einem meist kindlichem Trauma. Wurde das Kind einmal von einem Hund angefallen bzw. gebissen, wird dieser Vorfall nie mehr vergessen.

Der andere Grund für die Phobie begründet sich in der Erziehung. Das heißt, es wurde im Kindesalter antrainiert, dass der Vierbeiner etwas böses, also etwas schlechtes ist. Ursächlich hierfür ist meist, dass die Eltern ihre eigene Erfahrungen und Ängste auf das Kind übertragen.

Gelegentlich kommt es auch vor, dass die Angst vor Hunden ein Abwehrmechanismus ist, welches ihren Ursprung jedoch in einem völlig zusammenhanglosen Trauma findet.

Angst vor Hunden
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Wenn die Angst überhand nimmt

Die Angst vor Hunden ist unterschiedlich stark ausgeprägt. Manche erstarren beim Anblick eines Vierbeiners, andere bekommen Panik und wieder andere trauen sich nicht einmal mehr aus dem Haus, da sie einem Hund begegnen könnten. In solchen Fällen sind die persönlichen Freiräume stark eingeschränkt und viele soziale Kontakte fallen weg.

Hilfsmittel – auch zur Unterstützung der Therapie geeignet

Wer unter Angst vor Hunden leidet ist in seinem täglichen Leben eingeschränkt. Oftmals hilft nur noch eine Therapie um der Ursache auf den Grund zu kommen. Daraufhin werden meist neue Verhaltensmuster einstudiert. Doch bis die Therapie erste Erfolge erzielt, kann es ein weiter Weg sein.

Je nach Ausprägung der Canophobie können unterschiedliche Hilfsmittel für ein unbeschwerteres Leben sorgen. Je nach Therapeut und Behandlungsform können diese auch in der Therapie ihren Einsatz finden.

Ein effektives Hilfsmittel ist das Anti-Hundespray. Es ist auch als Hundeabwehr bekannt. Der Inhalt besteht meist aus einem Pfefferspray – Gemisch (Oleoresin Capsicum). Als Inhaltsstoff wird auch gerne Tränengas (CS-Gas) verwendet. Je nach Hersteller kann eine Reichweite von etwa 1,5 – 5 Metern erzielt werden. In der Anwendung wird das Spray in Augen, Nase oder Schnauze des Hundes gesprüht damit es wirken kann.

Auch wenn viele Tierschützer sich gegen das pfefferhaltige Anti-Hundespray aussprechen, es ist rechtlich gesehen völlig legal. Lediglich nur in Situationen der Notwehr.
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Um die Hunde von dem Haus bzw. Garten fern zu halten reicht in der Regel bereits der Hundeschreck aus. Hierbei handelt es sich um ein elektronisches Gerät. Dies wird in regelmäßigen Abständen um den gewünschten Bereich platziert. Durch den integrierten Bewegungsmelder ertönt ein für den Hund unangenehmen Warnsignal. Das Signal kann aus einem Ton, Ultraschall oder Vibration bestehen.

Je nach Modell hat der Hundeschreck unterschiedliche Reichweite. Übrigens, da es sich um ein Gerät handelt, welches den Witterungseinflüssen ausgesetzt ist, sollte bei der Anschaffung darauf geachtet werden, dass es für Wasser undurchlässig ist.

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Wer sich ohne solche Hilfsmittel frei im Garten oder Hof bewegen möchte, kann diesen auch Einzäunen. Dabei sollte der Zaun so hoch sein, dass auch der große, springfreudige Hund nicht darüber gelangen kann. Zusätzlich sollten die Abstände im Zaun auch möglichst gering sein, damit die kleinere Vierbeiner sich nicht hindurch quetschen können.

Hin und wieder denken manche Menschen mit Angst vor Hunden über einen Elektroschocker nach. Dies ist jedoch nicht empfehlenswert. Viele Elektroschocker sind mit unterschiedlichen Stromstärken erhältlich. Ist es zu schwach eingestellt, wird der Stromimpuls vom Hund nicht wahrgenommen. Ein zu starker Stromimpuls sorgt dafür, dass der Hund vor Schmerzen beißen möchte.

Manchmal gibt es auch Situationen, in denen man kein Hilfsmittel zur Hand hat. Wichtig hierbei ist es dann die Ruhe zu bewahren und dem Hund möglichst kein Interesse entgegen zu bringen. Der Vierbeiner wird im Menschen keine Gefahr sehen.

Sollte der Hund dennoch Gefahr im Menschen sehen sollte die Stimme klar und deutlich erhoben werden. Dadurch kann Rangordnung, in der der Mensch an erster Stelle steht, hergestellt werden. Die meisten Vierbeiner werden sich zurückziehen.
Canophobie
Dem Hund das Bellen abgewöhnen – so klappt es! | Foto: chalabala / Bigstockphoto.com

Wenn kein Hilfsmittel hilft

Ist die Canophobie so stark ausgeprägt, dass das alltägliche Leben trotz Hilfsmittel nicht mehr möglich ist, sollte über eine Therapie nachgedacht werden. In der Regel wird in den ersten Gesprächen nach der Ursache geforscht.

Ist der Auslöser einmal gefunden lassen sich auf dieser Basis neue Verhaltensmuster erlernen. In manchen Therapieformen kommen auch Hunde als eine Art Trainingsmittel zum Einsatz.

Letzte Aktualisierung am 14.11.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

1 Kommentar

  1. Ich stell mir das sehr schlimm vor und möchte in keiner Haut einer solchen Person stecken. Es bleibt zu wünschen, dass diesen Menschen auf Dauer geholfen werden kann, denn es gibt nichts Schöneres, als wenn man sich auf einen Hund einlassen kann. Der Hund ist in meinem Augen ein sehr dankbares Tier, das jeden Schmerz vergisst und dies zeigt er auch den Menschen, die gut zu ihm sind. Also allen Betroffenen wünsche ich, dass sie gegen ihre Hundeangst etwas tun können.

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