Karneval, Fasching oder Fasent mit dem Hund erleben

Fasching Hund
Foto: Michel Loiselle / Bigstockphoto.com

Ob Karneval, Fasching oder Fasent – für viele Menschen ist die 5. Jahreszeit unverzichtbar. Es ist eine Jahreszeit, die der Halter ebenso gerne mit seinem treuen Freund, dem Hund, teilen möchte. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich der Trend, den Hund hierfür zu verkleiden, in den letzten Jahren stark weiter entwickelt hat. Damit Hund und Halter angenehme Stunden bei den Veranstaltungen des närrischen Treibens verbringen können, gehört mehr dazu, als nur die Kostümierung.

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Die Kostümierung des Hundes

Wer mit dem Gedanken spielt, seinen tierischen Begleiter zu kostümieren, sollte im Vorfeld wissen, dass sich nicht jeder Hund dafür eignet. Die Bekleidung passend zur 5. Jahreszeit lassen sich am ehesten die Vierbeiner gefallen, die es durch die kalte Jahreszeit gewohnt sind Mäntelchen und anderes wärmende Accessoires zu tragen.

Damit der Hund sich in seinem Hundekostüm oder Hundehalstuch wohl fühlen kann, sollte der Halter das Augenmerk auf die Größe legen. Zudem sollte auf den Schnitt der Kostümierung geachtet werden, denn dieser beeinflusst die Bewegungsfreiheit. Folglich sollte dieser eher etwas größer und lockerer ausfallen, damit der Vierbeiner ohne störendes zwicken oder drückenden Stellen laufen kann. Wunden Stellen kann so vorgebeugt werden.

Sind an dem Kleidungsstück zum verschließen Klettverschlüsse angebracht ist dies Optimal. So besteht die Möglichkeit, den Hund schnell an und wieder ausziehen zu können, ohne zusätzlichen Stress ausüben zu müssen. Klettverschlüsse haben zudem den Vorteil, dass der Vierbeiner sich nicht darin verfangen kann.

Fasching Hund
Zwei lustig verkleidete Hunde. | Foto: Michel Loiselle / Bigstockphoto.com

Kein Kostüm ohne Accessoires

Was ist ein Kostüm ohne die passenden Accessoires? Auch beim Hund ist das Kostüm erst dann vollständig, wenn die dazugehörigen Accessoires vorhanden sind. Inzwischen gibt es zahlreiche Hundeaccessoires, die nicht nur für den Alltag geeignet sind.

Mit den Hundeaccessoires lässt sich ein einfaches Kostüm zu einem originellen Hingucker machen. Auch hier gilt darauf zu schauen, dass der Hund sich daran nicht verletzten kann und seine Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt wird.

Wie in vielen anderen Bereichen des Lebens, setzt sich bei Hundeaccessoires eine Faustregel klar durch: Weniger ist mehr!

Mit dem Hund zum närrischen Treiben

Ist einmal die Entscheidung für ein Kostüm gefallen, in dem sich der Hund wohl fühlt, kann das bunte Treiben starten. Wer zum ersten mal mit seinem Hund eine Karnevalsveranstaltung besucht, sollte schauen, ob der Vierbeiner dem Trubel gewachsen ist. Dabei muss dem Halter allerdings klar sein, dass nicht jeder Hund gefallen an den Narren findet.

Die Angst begründet sich durch die kostümierte Menschenmenge, der permanent anhaltenden Lautstärke und dem meist starkem Konsum von Alkohol.

Zudem kommt es in der Zeit des Karnevals häufiger zu Glasscherben, in die der Hund hineintreten könnte.

In solchen Situationen darf der eigene Hund nicht mit denen der Polizei verglichen werden. Polizeihunde sind gezielt für solche Formen von Veranstaltungen geschult worden und sind es daher gewohnt.

Geht der Hund zum ersten mal zu einer solchen Veranstaltung oder Umzug, sollte der Halter sich mit dem Begleiter langsam dem Geschehen nähern. So hat der treue Freund die Möglichkeit sich daran zu gewöhnen. Auch der närrische Halter erhält so die Möglichkeit, die Belastungsgrenze de Vierbeiners zu erkennen.

Und: Schleppleine oder Flexileine nicht vergessen!

Hund Karneval
Chihuahua mit Karneval-Maske | Foto: niknikpo / Depositphotos.com

Vorsicht ist Geboten!

Doch was ist das schönste Accessoire und Kostüm, wenn das große Aber nicht wäre. Wie beim Kostüm ist es auch beim Accessoire wichtig, dass der Hund sich nicht daran verletzen kann. Häufig kommt es vor, dass sich die Vierbeiner die Kostümierung selbst ausziehen, indem sie die Befestigung durchbeißen oder dran scharen. Verletzungen durch die falsche Größe bzw. Schnittes des Kostüms sind dabei keine Seltenheit.

Ebenso häufig ist danach der Gang zum Tierarzt, da sich der Hund beim ausziehen selbst verletzt oder dabei kleine Teile verschluckt hat. Ist es offensichtlich, dass sich der Vierbeiner in seiner Kostümierung nicht wohl fühlt, sollte dieses ausgezogen werden.

Auch wenn sich der Hund kostümieren lässt, ist es für die meisten empfehlenswert, diese nicht mit zu Karnevalsveranstaltung nehmen.

Der Stress geht nicht spurlos vorbei. Im schlimmsten Fall sorgt es für ein Trauma, das die Lebensqualität von Hund und Halter einschränken kann. Möchte der Halter dennoch an einer Veranstaltung teilnehmen, jedoch dem Hund nicht zumuten, sollte nach Alternativen geschaut werden.

Alternative Möglichkeiten können Familie und Bekannte sein, die am närrischen Treiben nicht interessiert sind. Auch ein Hundesitter kann in Frage kommen.

Appell an den närrischen Hundehalter

Lässt der Vierbeiner sich kostümieren und fühlt sich dabei wohl, spricht nichts dagegen. Das gleiche gilt närrische Veranstaltungen wie Karnevals- bzw. Faschingsumzüge oder Brauchtumsabende.

Sollte es jedoch merkbar sein, dass der Hund sich unwohl fühlt und mit der Situation nicht zurecht kommt ist es wichtig, ihn nicht unnötigerweise Stress auszusetzen.

Denn, dass die Grenzen zwischen närrisch lustig und für den Hund schadend sehr schmal sind darf nicht vergessen werden.

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FAQ

🐶 Kann man mit jedem Hund den Fasching aktiv feiern?

Nein, nicht jeder Hund sollte den Fasching aktiv durchleben. Oftmals ist es den Hunden unangenehm, in ein Kostüm gesteckt zu werden. Vielfach sind es die Hunde, die den Mantel vom Winter her kennen oder aus anderen Gründen an Hundebekleidung gewöhnt sind.

🐶 Was muss bei der Auswahl des Kostüms beachtet werden?

Es ist stets darauf zu achten, dass die Bewegungsfreiheit gewährleistet bleibt. Fühlt sich der Hund durch das Kostüm darin beeinträchtigt, kann ein gewisser Unwille entstehen, der die ganze Aktion zum Scheitern bringen kann. Ebenso ist darauf zu achten, dass weder das An- oder Ausziehen noch das Tragen des Kostüms zu irgendwelche Verletzungen führen kann. Ein schnell zu öffnender Verschluss ist empfehlenswert.

🐶 Kann der kostümierte Hund mit zu den Karnevalsumzügen mitgenommen werden?

Eine schwierige Frage, da sie eigentlich lauten müsste, wie belastungsfähig der Hund tatsächlich ist. Es ist eine Sache, dem Hund zu Hause, in aller Ruhe, das Kostüm anzuziehen und eine andere, mit ihm in einer sehr unruhigen Menschenmenge herumzugehen. Bei jungen Hunden sollte davon abgeraten werden. Grundsätzlich ist natürlich die Frage, was ein Hund auf einem Karnevalsumzug verloren hat. Die Gefahr, verletzt zu werden, von anderen Menschen, herumliegenden Glasscherben oder ähnlichem, ist sehr groß. Eigentlich sollte jeder individuell diese Entscheidung treffen. Jedoch sollte im Zweifelsfall stets zu Gunsten des Hundes entschieden werden, was zur Folge hätte, dass er zu Hause bleiben darf.

🐶 Kann ein Karnevalsumzug tatsächlich Stress für einen Hund bedeuten?

Ja, sogar sehr viel Stress. Man darf nicht vergessen, dass Polizeihunde, die ebenfalls beim Umzug zum Einsatz kommen, auf derartige Situationen trainiert wurden. Ist ein Hund dies nicht, kann es zu unvorhergesehenen Reaktionen des Tieres führen. Sicher muss jeder selbst entscheiden. Aber genau genommen gehört das Tier ins sichere Zuhause und nicht zu den Jecken. Es ist doch besser, den Karneval alleine genießen zu können, als sich diese fröhlichen Tage durch einen panischen Hund verderben zu lassen.

🐶 Wie könnte ich an den Umzugstagen meinen Hund betreuen lassen?

Bestimmt gibt es Familienmitglieder oder Freunde, die in der Lage sind, sich einen oder mehrere Tage um den Hund zu kümmern. Ist dies nicht möglich, kann ein Hundesitter engagiert werden. Auch das frühzeitige Buchen einer Hundepension für diesen Zeitraum wäre denkbar. So ist der Hund gut untergebracht und der Besitzer kann nach Herzenslust feiern.

Letzte Aktualisierung am 18.09.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

1 Kommentar

  1. Für mich persönlich gibt es nichts schlimmeres, als Hundehalter, die meinen dass ihr Hund mit ihnen Karneval feiern muss. Gegen das Feiern ist im Prinzip nichts einzuwenden, aber dass man dann seinen Hund in ein Kostüm zwängen muss und dies auch noch lustig findet. So was geht in meinen Augen gar nicht. Werden dann die ach so lustigen Bilder auch noch im Internet gepostet, kann man deutlich erkennen, dass kaum ein Hund sich in seiner Verkleidung wohlfühlt. Wenn Menschen meinen, dass sie irgendwen verkleiden müssen, dann sollen sie das bei sich tun oder sich eine Stoffpuppe zulegen. Der Hund ist ein Individuum und ein Lebewesen. Man sollte hier dem Tier nichts aufzwingen, was man vielleicht nicht mal selber möchte. Leider kann der Hund seinem Halter nicht sagen, dass er die Verkleidung nicht möchte. Hier sollte also in jedem Fall der Menschenverstand Vorrang haben.

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