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Teletakt Halsband

Alleine der Name Teletakt Halsband ist für viele Hundebesitzer schon ein Reizwort. Diese Halsbänder polarisieren wie kaum ein anderes Hilfsmittel in der Hundeerziehung. So steht etwa der amerikanische Hundetrainer Cesar Milan stark in der Kritik von Tierschützern, weil er angeblich mit diesen Geräten arbeitet und Hunde trainiert. Warum diese Halsbänder so sehr umstritten sind, liegt an der Funktionsweise. Sie arbeiten mit Strom. Die Halsbänder werden vorwiegend zu Erziehungszwecken verwendet und sollten keinesfalls von unerfahrenen Hundebesitzern benutzt werden. Die Geräte werden gerne von Jägern aber auch im Bereich von Hundeschulen angewendet. Die Verwendung ist in vielen Ländern verboten.

Unser Tipp: Persönlich halten wir nicht viel von dem Einsatz von Erziehungshalsbändern durch Anfänger. Wir empfehlen jedem den Besuch einer Hundeschule. Empfehlen können wir zum Beispiel diese günstige Online-Hundeschule.

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Erziehung durch Strom

Ein Teletakt Halsband ist ein Hilfsmittel zur Hundeerziehung. Es ist auch unter dem Namen elektrisches Erziehungshalsband, Teleimpulsgerät, Ferntrainer, Elektrohalsband oder Teletac bekannt. Bei diesen Geräten handelt es sich um Elektroimpulsgeräte, die aus einem Empfängerhalsband und einem Handsender bestehen. Das Halsband verfügt über einen sogenannten Impulsgenerator, der elektrische Impulse in unterschiedlicher Stärke erzeugt. Das Prinzip ist jenem eines elektrischen Weidezaunes ähnlich. Die Stärke des Reizstroms ist dabei regulierbar.

Training über große Distanz

Diese sogenannten Impulsgeräte helfen, wenn mit dem Hund über größere Distanzen trainiert wird. Das Halsband wird dem Hund umgelegt, der Handsender bleibt beim Hundehalter. Nun kann per Knopfdruck ein Impuls am Halsband ausgelöst werden. Hier gibt es je nach Modell feine Unterschiede. Entweder wird ein einfacher oder ein dauerhafter Impuls provoziert. Je nach Größe und Gewicht des Tieres wird die Intensität des Stromimpulses gewählt. Im Normalfall wird mit einem leichten Impuls begonnen. Einige Geräte können vorab einen Warnton oder eine Vibration abgeben. Reagiert der Hund auf diese erste Warnung nicht, wird die Intensität erhöht.

Training mithilfe der negativen Konditionierung

Der Sinn eines derartigen Impulsgerätes ist es, das Verhalten des Tieres auch aus der Distanz korrigieren zu können. Wird der Hund etwa beim Aufnehmen einer Fährte abgelenkt, kann er durch den Impuls dazu bewegt werden, sich wieder auf seine Aufgabe zu konzentrieren. Der Hund wird sozusagen aus der Entfernung darauf aufmerksam gemacht, dass er gerade im Begriff ist, einen Fehler zu machen. Es handelt sich dabei um die sogenannte negative Konditionierung. Der Stromimpuls fühlt sich für den Hund unangenehm an und wirkt sozusagen wie eine Strafe. Er lernt, dass sein Verhalten falsch ist, und korrigiert dieses um die negative Auswirkung beim nächsten Mal zu vermeiden.

Der unsichtbare Zaun

Ähnlich funktioniert der „unsichtbare Zaun“. Auch bei dieser Variante gibt es ein Halsband und einen Sender. Am Sender wird ein bestimmter Radius eingestellt. Will der Hund nun diesen Radius verlassen, erhält er einen Impuls. Auf diese Art wirkt das Gerät wie ein Zaun, der den Hund in der Nähe des Hauses oder des Halters hält. Eine weitere Anwendung ist das „Anti-Bell-Halsband“. Hier erhält der Hund einen Stromimpuls, sobald er bellt. Hunde, die regelmäßig und viel bellen, sollen auf diese Art lernen, es zu unterlassen.

Das richte Gerät auswählen

Bei der Wahl des richtigen Gerätes ist die Reichweite ein wichtiges Kriterium. Es gibt heute bereits Teletakt Halsbänder, die eine Reichweite von mehr als 1.000 Metern haben. Das mag vielleicht auf den ersten Blick Sinn machen. Bei näherer Betrachtung ist es aber nicht sinnvoll auf den Hund einzuwirken, wenn er überhaupt nicht in Sichtweite ist. Wichtig ist also, das Gerät nur dann zu verwenden, wenn man den Hund im Blickfeld hat und auch sieht, dass er einen Befehl nicht befolgt. Ein Beispiel zeigt, wie wichtig das ist. Angenommen der Hund ist weit weg und nicht zu sehen. Der Hundebesitzer ruft das Tier. Der Hund ist noch immer nicht zu sehen. Auch nach einem weiteren Ruf kommt der Hund nicht in Sichtweite. Jetzt wird der Impuls ausgelöst. Doch der Hund hat sich bereits davor umgedreht und auf den Weg in Richtung Hundehalter gemacht. Dieser hat das Verhalten aber nicht gesehen und auf den Knopf des Senders gedrückt. Unbewusst wird der Hund in diesem Fall für das Zurückkommen und das Reagieren auf den Ruf bestraft.

Welche Stromversorgung ist optimal?

Ein weiteres Kriterium ist die Stromversorgung. Soll das Gerät mit Akku betrieben werden oder lieber mit Batterien. Bei einem Gerät mit Akku muss man daran denken, dass der Akku laufend benutzt werden sollte, um gut zu funktionieren. Er muss laufend ge- und entladen werden, um ordnungsgemäß zu arbeiten. Das Gerät sollte allerdings nicht im Dauergebrauch sein, sondern nur im Ernstfall verwendet werden. In einem solchen Fall eignen sich Batterien deutlich besser. Liegt das Gerät längere Zeit unbenutzt im Schrank, werden die Batterien einfach entfernt. Sobald neue Batterien eingesetzt werden, ist es sofort funktionstüchtig. Zu bedenken gilt allerdings auch, dass der Empfänger am Halsband bei Akkubetrieb deutlich kleiner ist als bei Batterien. Zudem sind Akkugeräte zumeist besser gegen Feuchtigkeit geschützt.

Alternativen zum Teletakt

Neben dem klassischen Teletakt Halsband gibt es noch weitere Versionen eines Erziehungshalsbandes. Eines davon arbeitet mit einem Sprühstoß. Statt des Stromimpulses wird eine geruchlose oder mit Zitronenduft versetzte Flüssigkeit versprüht. Hier wird der Schreckmoment ausgenutzt. Hunde gewöhnen sich aber häufig an diese Art der Anwendung und so ist der Einsatz ebenso umstritten. Eine Dosierung oder gar eine Steigerung des Sprühstoßes ist bei diesen Apparaten nicht möglich.

Kritik am Teletakt Halsband

Teletakt HalsbandViele Kynologen lehnen Teletakt Halsbänder strikt ab. Bei der Hundeerziehung ist es besonders wichtig, dass das Fehlverhalten und die Strafe unmittelbar aufeinanderfolgen. Der Hund kann andernfalls keine Verbindung zwischen seinem Fehler und der Bestrafung erkennen. Wird das Teletakt Halsband falsch angewendet, bringt es daher mehr Schaden als Nutzen. Diese Geräte sollten nur die allerletzte Möglichkeit darstellen, um den Hund zu korrigieren. Befürworter sehen in den Instrumenten etwa eine Möglichkeit, Hunde mit starkem Jagdverhalten besser zu kontrollieren. Generell sollte vor der Überlegung zu einem Teletakt Halsband zu greifen, jede ander Möglichkeit der Hundeerziehung durchgespielt werden. Die besten Erfahrungen machen Hundebesitzer immer noch mit positiver Verstärkung. Darunter versteht man das einfache Prinzip des Belohnens bei positiv erledigter Arbeit. Hier haben Hundebesitzer den deutlichen Vorteil, dass der Hund gerne mitarbeitet. Moderne Hundetrainer wie etwa auch der aus dem TV bekannte deutsche Trainer Martin Rütter arbeiten sehr erfolgreich mit dieser Methode.

Teletakt Geräte sind nicht überall erlaubt

Wer überlegt, ein Teletakt Halsband zu verwenden, sollte sich auch der derzeitigen Gesetzeslage bewusst sein. „Der Einsatz eines Elektroreizgeräts bzw. Teleimpulsgeräts zur Erziehung eines Hunde ist gemäß § 3 S. 1 Nr. 11 TierSchG verboten.“ Diese Aussage gilt in Deutschland.

Das bedeutet, dass Teletakt Halsbänder in Deutschland generell verboten sind. Werden sie trotzdem verwendet, riskiert man eine Geldbuße, die ziemlich hoch sein kann.

Die Geräte sind in Deutschland allerdings frei erhältlich und werden im Bereich der Hundeerziehung weiterhin verwendet. Der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) verzichtet seit dem Jahr 2004 auf Hundeplätzen, die ihm unterstellt sind, auf Telereizgeräte. Der Internationale Rasse-Jagd-Gebrauchshundeverband (IRJGV) verwendet sie ebenso seit langer Zeit nicht mehr. In Österreich existiert bereits seit Januar 2005 ein generelles Verbot für die Verwendung von Teletakt Halsbändern. Hier dürfen die Geräte weder erworben noch in Verkehr gebracht werden. In der Schweiz sind sie ebenso untersagt. Auf Gesuch kann die Behörde aber bei Nachweis der notwendigen Fähigkeiten, die Teletakt Geräte zu therapeutischen Zwecken bewilligen.

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