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Tierkrankenversicherung – die wichtigsten Facts

Hunde sind sehr aktive Tiere und tollen und toben den halben Tag herum. Doch wie schnell kann dabei etwas passieren?! Eventuell rennt er in vollem Tempo durchs Gelände und knickt an einem Erdloch mit seinem Fuß um. Wenn der Arzt dann einen Kreuzbandriss diagnostiziert, dann kommt so einiges auf den Hundehalter zu.

In der Regel muss das Tier operiert werden, dazu kommen dann Röntgenaufnahmen, ein stationärer Aufenthalt nach dem Eingriff und die Kosten für die Nachbehandlung. Da können dann durchaus mehr als 3.000 Euro Gesamtkosten auflaufen. Viele Hundehalter bringt dies in enorme finanzielle Schwierigkeiten.

Große Studie deckt enorme Defizite beim Versicherungsschutz auf

Die Gothaer-Versicherung hat kürzlich bei der Forsa eine Studie zu diesem Thema in Auftrag gegeben. Insgesamt befragte man knapp 1.000 volljährige Hundehalter in Deutschland. Die Forsa (Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen GmbH) erhob die entsprechenden Daten im Juli 2018.

Es ist erstaunlich, dass über 40 Prozent aller deutschen Hundebesitzer schon einmal eine Operation ihres Tieres in Kauf nehmen mussten, das ist nahezu die Hälfte aller Hundehalter. Wiederum bei der Hälfte aller Betroffenen überstiegen die Kosten für die Operation 500 Euro, bei sechs Prozent schlug die Operation inklusive Folgekosten mit mehr als 2.000 Euro zu Buche.

Die meisten Hundehalter haben keine Tierversicherung, um genau zu sein sind es 83 Prozent, so dass sie diese Kosten selbst übernehmen müssen. War ein solcher Fall einmal eingetreten, überlegten immerhin 78 Prozent aller Studienteilnehmer, wie sie bei einem erneuten Unfall die hohen Kosten für den Tierarzt stemmen können. Laut Umfrage befürchtet jeder Vierte, dass er bei einer größeren Operation in finanzielle Nöte geraten könnte.

Tierkrankenversicherung – die wichtigsten Facts

 

Risiko wird häufig unterschätzt

Ein Großteil der Hundehalter lebt nach dem Motto „wieso sollte gerade meinem Hund etwas Schlimmes zustoßen?“. In Deutschland gehört ja immerhin eine Hundehaftpflichtversicherung zum Standard, in einigen Bundesländern ist sie sogar Pflicht. Die Tierkrankenversicherung wird hingegen vernachlässigt, denn ein Viertel aller Hundebesitzer sieht für sein Haustier keine Risiken. Mehr als 40 Prozent der Hundehalter möchten die Tierarztkosten sogar aus eigener Tasche zahlen.

Im Gegensatz zu Deutschland, setzt man in anderen europäischen Ländern gerne auf den Abschluss einer Tierkrankenversicherung, wie zum Beispiel in Skandinavien. Schweden gilt in diesem Fall als Vorreiter, denn dort haben die Hälfte aller Hundehalter eine Tierversicherung für ihren Vierbeiner abgeschlossen.

Durchschnittlich drei Besuche beim Tierarzt pro Jahr

Die Studie der Gothaer zeigte auf, dass der regelmäßige Gang zum Tierarzt für die meisten Tierhalter zum Alltag gehört. 47 Prozent aller Befragten suchen den Tierarzt zwei bis drei Mal jährlich auf, bei 17 Prozent ist es sogar deutlich häufiger. Natürlich gibt es auch Studienteilnehmer, die angeblich nie einen Tierarzt brauchen, das sind gerade einmal zwei Prozent. Mehr als die Hälfte er Hundehalter muss mit jährlichen Tierarztkosten zwischen 100 und 500 Euro rechnen. Sollte jedoch irgendwann eine Operation anstehen, dann können die Kosten durchaus auf eine Höhe von bis zu 5.000 Euro steigen.

Die Fakten im Überblick

  • 83 Prozent aller Deutschen haben keine Tierkrankenversicherung – das kann teuer werden!
  • Jeder zweite Hundebesitzer hat jährlich Tierarztkosten zwischen 100 und 500 Euro
  • Fast die Hälfte der Hundehalter sucht den Veterinärmediziner zwei bis drei Mal im Jahr auf
  • 42 Prozent aller Hunde haben bereits eine Operation hinter sich
  • In 48 Prozent der Fälle überstiegen die Operationskosten 500 Euro
  • Bei 6 Prozent mussten sogar mehr als 2.000 Euro bezahlt werden

Darauf kommt es bei einer Tierkrankenversicherung an

Es hängt immer von der jeweiligen Versicherungsgesellschaft und dem abgeschlossenen Vertrag ab, welche Tierarztkosten übernommen werden. Auch innerhalb eines Versicherungsunternehmens können Hundehalter meistens zwischen verschiedenen Paketen wählen und somit die für sie wichtigsten Risiken abdecken.

Neben der Standardversorgung gibt es auch zusätzliche Leistungen, für die ein Aufschlag gezahlt werden muss. Normalerweise werden von der Versicherung nicht alle Gesundheitsleistungen bezahlt, dies ist alles vertraglich im Voraus festgelegt. Um nicht in die Bredouille zu geraten, wenn das Tier plötzlich erkrankt, sollten akute Erkrankungen unbedingt zum Versicherungsschutz gehören.

Nach einem operativen Eingriff erfolgt häufig noch eine längere Nachbehandlung, auch diese Kosten sollten übernommen werden. Was Medikamente, Zahnbehandlungen oder Prothesen angeht, wird dies von den einzelnen Versicherungen unterschiedlich gehandhabt. Wichtig sind auch Maßnahmen der Prävention, wie zum Beispiel Impfungen oder die Zahnprophylaxe, auch diese Details werden individuell geregelt.

Die Vorteile der Hundekrankenversicherung

Normalerweise sollte jeder Hundehalter im Monat einen gewissen Betrag zur Seite legen, um im Fall der Fälle ein finanzielles Polster zu haben. Doch so lange es dem Tier gut geht, wird dies von vielen vernachlässigt. Der Hund ist jung und aktiv, gesundheitliche Probleme sind zu diesem Zeitpunkt für viele Hundebesitzer noch kein großes Thema.

Doch das kann sich ganz schnell von heute auf morgen ändern, denn wir leben in einer Umwelt mit vielen Risiken. Wenn die Tierkrankenversicherung den monatlichen Beitrag regelmäßig abbucht, dann ist dieses Geld sicher angelegt und kann nicht für andere Dinge ausgegeben werden. Möchte man Tierarztkosten aus eigener Tasche bezahlen, hat man nur das zurückgelegte Geld zur Verfügung. Unter Umständen reicht dieses jedoch nicht aus, auch wenn man einige Monate gespart hat.

Durch den Abschluss einer Hundekrankenversicherung kann sich der Hundehalter entspannt zurücklehnen und sich und sein Tier auf alle Fälle in Sicherheit wiegen. Hat der Hund gesundheitliche Beschwerden oder ist ein Unfall passiert, dann macht man sich genug Sorgen, da kann man nicht noch finanzielle Ängste gebrauchen. Im schlimmsten Fall schiebt man den dringend notwendigen Besuch beim Tierarzt aus Angst vor einer hohen Rechnung sogar auf die lange Bank. In diesem Fall riskiert man die Gesundheit seines treuen Begleiters, und das sollte ja wirklich nicht sein.


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