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Tierkrankenversicherungen – diese Leistungen sollten enthalten sein!

Viele Überlegungen sind notwendig, bevor man ein Tier bei sich aufnimmt. Ein Haustier bedeutet Verantwortung und viel Zeit. Aber auch die Kosten für das Tier sollten nicht außer Acht gelassen werden. Hier sind nicht nur die Ausgaben für Futter und Ausrüstung zu nennen. Eine länger andauernde Krankheit oder eine notwendige Operation lassen die Tierarztrechnung in die Höhe schnellen und können rasch ein Haushaltsbudget sprengen. Damit es hier keine unliebsamen Überraschungen oder gar Notfälle gibt, werden Tierkrankenversicherungen angeboten. Auf verbraucherforum-info.de findet man zum Beispiel eine gute Übersicht über die verschiedenen Tierkrankenversicherungen für Hunde, Katzen und Pferde.

Versicherung zeitgerecht abschließen

Zurzeit ist die Anzahl jener Versicherungen, die den Sektor Haustier abdecken noch sehr übersichtlich. Doch die Nachfrage nach einer Krankenversicherung für den vierbeinigen Liebling steigt. Versichert werden können in der Regel Hunde und Katzen. Für Pferde gibt es spezielle Angebote. Wer ein Tier aufnimmt, sollte rechtzeitig über den Abschluss einer Versicherung nachdenken. Zu beachten dabei ist, dass es grundlegende Unterschiede bei Tierversicherungen gibt, die auch sehr unterschiedliche Leistungen abdecken.

Unterschiedliche Varianten

Eine Tierkrankenversicherung kommt nur im Krankheitsfall zum Einsatz. Eine Tier-OP-Versicherung kann dann geltend gemacht werden, wenn das Tier operiert werden muss. Die dritte Variante ist die Vollversicherung. Sie deckt sowohl Kosten im Krankheitsfall als auch jene für operative Eingriffe ab. Dazu kommen bei dieser Variante noch die Präventionskosten. Dazu zählen etwa Impfungen oder Entwurmungen. Wer sein Tier also gerne versichern lassen möchte, sollte in erster Linie genau darüber nachdenken, was genau im Vertrag enthalten sein sollte.

Welche Versicherung ist die richtige?

Bei der Wahl der richtigen Versicherungsvariante ist es wichtig, sich vorab Gedanken zu machen, was für das eigene Tier wichtig ist. Bei Katzen ist die Entscheidung noch relativ einfach. Handelt es sich um eine Wohnungskatze oder eine Freilaufkatze? Das Unfallrisiko ist hier bei der Freigängerin deutlich höher. Hier wird eine Vollversicherung sinnvoll sein. Bei Hunden liegt die Sachlage schon ein wenig anders. Wie aktiv ist der Hund? Ist es ein Familienhund, ein Jagdhund, ein Sporthund, ein Arbeitshund oder ein Rettungshund? Gibt es spezielle Erkrankungen, die für die Rasse typisch sind? Ist der Hund viel im Ausland? Das sind nur einige Fragen, die helfen können, die richtige Versicherung zu finden.

Operationsleistungen sollten abgedeckt sein

Der wichtigste Punkt bei einer Versicherung sind immer die Operationsleistungen. Schnell kann ein Unfall passieren oder das Tier wird von einem anderen Tier angegriffen. Auch Krankheiten können Operationen erforderlich machen. Besonders häufig landen Hunde mit Magendrehungen oder Darmverschlüssen auf dem OP-Tisch. Eine Wundnaht bei einer offenen Verletzung wie bei einem Biss beläuft sich auf ungefähr 600 Euro. Bei einem Kreuzbandriss liegen die Tierarztkosten bereits bei rund 1200 Euro. In diesem Fall bietet die Versicherung optimalen Schutz. Bei der OP-Versicherung sollten

  • Diagnostik (Röntgen, EKG, CT, etc.)
  • Kosten des operativen Eingriffs inklusive Anästhesie
  • Kosten für Medikamente und Verbandsmaterial
  • Kosten für die stationäre Unterbringung und
  • Nachsorge

enthalten sein.

Optional kann die freie Tierarztwahl gewählt werden. In diesem Fall wird die Versicherung zumeist teurer. Hier hat man als Tierhalter aber die Sicherheit, den Tierarzt seiner Wahl zurate ziehen zu können. Auch für das Tier bringt dies erhebliche Vorteile, weil es die Gegebenheiten und die Menschen bereits kennt und sich im besten Fall dort wohlfühlt. Ebenso wahlweise ist hier ein Auslandschutz möglich. Auch dieser Punkt erhöht die Versicherungskosten.

Eine Vollversicherung bietet Rundumschutz

Bei der Vollversicherung sollten zusätzlich zu den Kosten für notwendige chirurgische Eingriffe auch noch Kosten für

  • Diagnostik (Röntgen, EKG, CT, etc.)
  • Physikalische Therapie
  • Vor- und Nachsorgeuntersuchungen
  • Medikamente

enthalten sein.

Kosten für die Behandlung werden nach GOT abgerechnet

Wichtig bei allen Versicherungen ist der Ersatz der Tierarztkosten. Tierärzte rechnen entsprechend der GOT, der Gebührenordnung für Tierärzte ab. Bei allen Versicherungen sollte eine Erstattung von mindestens dem 2-fachen Satz enthalten sein. Der 3-fache Satz kommt zumeist bei Notfällen außerhalb der Öffnungszeiten oder an Sonn- und Feiertagen zum Einsatz. Ebenso ist ein Kostenersatz für Behandlungskosten im Fall eines Verkehrsunfalls sicherlich anzuraten. Hier ist zumeist keine Wartezeit vorgesehen. Kosten für Impfungen oder Parasitenvorbeugung sind absehbar und müssen nicht unbedingt mittels Versicherung abgedeckt werden. Sie sind aber in den Vollversicherungen meist enthalten.

Je früher, desto besser

Foto: pixabay.com

Wichtig vor dem Abschluss einer Tierkrankenversicherung ist die maximale Höhe der erstatteten Leistungen und der entsprechende Selbstbehalt. Gerade Vollversicherungen sind zumeist nur mit Selbstbehalt abzuschließen. In den meisten Fällen handelt es sich um 20 Prozent. Des weiteren spielt das Alter des Tieres eine große Rolle. Bei einigen Versicherern gibt es Altershöchstgrenzen, bis zu denen das Tier versichert werden kann. Wichtig sind auch Vorerkrankungen. Diese sind fast immer aus der Versicherungsleistung ausgeschlossen. Dasselbe gilt für genetisch bedingte Erkrankungen, die in der jeweiligen Zucht bereits bekannt sind. Darum spielt auch die Rasse für den Abschluss der Versicherung und die zu zahlenden Beiträge eine große Rolle. Alle Versicherungen haben eine Wartezeit. Das bedeutet, dass der Versicherungsschutz erst nach Ablauf einer gewissen Zeit eintritt. Wer also sein Tier versichert, sollte dies rechtzeitig tun. Ist das Tier bereits krank, kann es in der Regel nicht mehr versichert werden.


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