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Trockenfutter oder Nassfutter für den Hund?

Hundebesitzer wollen ja  immer das Beste für ihren vierbeinigen Liebling. Sie sind sich in den meisten Fällen durchaus auch bewusst, dass die Ernährung eine ganz besonders wichtige Rolle für die Gesundheit des geliebten Hundes spielt. Allerdings scheiden sich seit vielen Jahren die Geister schon alleine an der Frage, ob der Hund nun besser Trockenfutter oder doch lieber Nassfutter bekommen sollte.  Aktuell reden viele Hundebesitzer vom sogenannten Barfen, was die Diskussion um die richtige Ernährung erneut anfacht und viele Hundebesitzer vor eine neue Herausforderung stellt.  Die Frage, welche Form der Ernährung nun für den Hund die richtige ist, lässt viele Hundebesitzer regelrecht verzweifeln. Zahlreiche Meinungen verwirren sie in besonderem Maße und vor lauter Bestreben, alles richtig machen zu wollen, machen viele Hundebesitzer alles falsch.

Sicher, fragt man einen Hundebesitzer der seinen Hund barft, dann wird dies aus seiner Sicht die einzige richtige Form der Ernährung sein und manch einer würde sogar soweit gehen zu behaupten, dass alle Hundebesitzer, die eine andere Form der Ernährung gewählt haben, verantwortungslos sind und keine Ahnung von einer artgerechten Ernährung haben. Wer sich einmal intensiv damit beschäftigt, welche ernährungstechnischen Bedürfnisse ein Hund hat, der wird schnell feststellen, dass die eigentliche Wahrheit in der Tat in der Mitte aller Aussagen zu finden ist. Bevor wir uns nun jedoch der Frage widmen, ob Trockenfutter die bessere Wahl ist oder eher Nassfutter, schauen wir uns doch erst einmal an, welche Ansprüche ein Hund an seine Nahrung stellt.

Welche Ansprüche stellen Hunde an ihre Nahrung?

Hunde haben im Grunde genommen in jeder Lebensphase ihre eigenen Ansprüche an eine ausgewogene Ernährung und auch bezüglich der jeweils gefütterten Menge muss sich ein Hundehalter hier an den Bedürfnissen seines Hundes orientieren.  Es muss immer bedacht werden, wie alt der Hund ist, wie große er einmal werden wird und wie er gehalten beziehungsweise eingesetzt wird. Welpen großer Rassen müssen zwingend eiweißreduziert ernährt werden, dies ist wichtig, da sich ein zu hoher Eiweißgehalt der Nahrung negativ auf die Knochen beziehungsweise sie Gelenke auswirken würde.  Die Menge des Futters richtet sich neben der jeweiligen Wachstumsphase auch nach dem jeweiligen Einsatzgebiet des Hundes. Tiere die im Sport laufen, in der Zucht eingesetzt oder anderweitig gearbeitet werden, haben natürlich auch einen weit höheren Energiebedarf als es bei einem Hund der Fall wäre, der rein als Familienhund gehalten wird.

Nur dann, wenn sich der Hundebesitzer intensiv mit den jeweiligen Bedürfnissen seines Hundes auseinandersetzt, kann er diesen auch ausgewogen und gesund ernähren. Die Frage, ob diese Ernährung nun mit Trockenfutter oder mit Nassfutter erfolgen sollte, klärt sich dann von alleine. Als verantwortungsvoller Hundebesitzer sollte man sich immer auch mit der Thematik auseinandersetzen, welche Vitamine und Mineralien der Hund braucht und wie er ihm diese zuführen kann. Auch diese Thematik zu hinterfragen kann den Hundebesitzer näher an die Antwort bringen ob Nassfutter oder Trockenfutter das bessere Mittel der Wahl sind. Doch schauen wir uns nun einmal an, welche Vorteile und Nachteile die einzelnen Futtermittel mit sich bringen.

Das Trockenfutter – Vorteile und Nachteile

Trockenfutter oder Nassfutter

Foto: pixabay.com

Trockenfutter ist wohl auch heute noch das am häufigsten genutzte Alleinfuttermittel. Hierfür sind auch einige der Vorteile dieses Futtermittels verantwortlich. Zum einen muss bedacht werden, dass ein gutes Trockenfutter bereits nahezu alle Vitamine und Mineralien beinhaltet, die ein Hund braucht. Es kann also rein theoretisch bedarfsdeckend gefüttert werden und bietet dem Hund im Grunde genommen alles, was dieser braucht. Zumindest auf den ersten Blick. Bei genauerem Hinsehen muss man nämlich feststellen, dass die qualitativen Unterschiede wie auch die in der Zusammensetzung der verschiedenen Trockenfuttersorten doch ziemlich weit auseinandergehen. Hat man erst einmal die richtige Sorte gefunden, so steht man vor dem Problem, dass es meist keine allzu große Auswahl im Bereich verschiedener Geschmacksrichtungen gibt. Auch wenn der Hund aufgrund von Übergewicht ein Diätfutter benötigt oder eine Allergie hat, beispielsweise gegen Getreide, stehen viele Hundebesitzer schon wieder vor der Problematik, dass sie umstellen müssen. Hier ist es in jedem Fall ratsam, sich bereits von Anfang an für ein Trockenfutter zu entscheiden, dass neben einer breiten Auswahl an verschiedenen Geschmacksrichtungen auch Sorten für Allergiker und Diätfutter zur Verfügung stehen. Hier ist es ratsam sich für Hersteller wie Wolfsblut, Hills oder auch Josera zu entscheiden.  Auch Bosch bietet eine gute und ausgewogene Palette an. Bei der Wahl des Futters sollte immer auch auf die analytischen Bestandteile geachtet werden. Neben der Menge an Rohproteinen ist auch auf den Fettgehalt zu achten.

Nassfutter – Vorteile und Nachteile

Nassfutter für Hunde

Foto: pixabay.com

Nassfutter ist bei Hunden sehr beliebt, es ist in vielen verschiedenen Sorten und Geschmacksrichtungen am Markt vertreten und bietet somit natürlich auch viel Abwechslung. Allerdings ist Nassfutter nicht zwingend als alleiniges Grundnahrungsmittel geeignet. Nicht etwa, weil es nicht den Bedarf des Hundes decken würde, sondern weil eine ausschließliche Ernährung mit Nassfutter schlichtweg die Bildung von Zahnstein begünstigt. Zudem leiden Hunde, die überwiegend oder gar ausschließlich mit Nassfutter ernährt werden über kurz oder lang auch an starkem Mundgeruch.  Nassfutter sollte also nicht das erste Mittel der Wahl sein. Für alte Hunde jedoch, die Probleme mit Zähnen oder Zahnfleisch haben, ist es in der Tat eine angemessene Art der Grundernährung, wobei diese dann auf die Deckung des Vitamin und Mineralstoffbedarfes hin überprüft werden sollte.

Die richtige Mischung ist das Geheimnis

Worin also liegt nun das Geheimnis einer guten und ausgewogenen Ernährung? Hier sollte sich jeder Hundebesitzer darüber im Klaren sein,  dass Trockenfutter als Alleinfuttermittel immer dem Nassfutter vorgezogen werden sollte. Allerdings spricht nichts dagegen, das Trockenfutter ab und an mal mit Nassfutter zu mischen und so dem Hund mal eine Abwechslung zu bieten. Wer seinen Hund richtig ausgewogen und abwechslungsreich füttern möchte, der sollte überwiegend Trockenfutter füttern, daneben ab und zu mal Nassfutter, entweder als alleinige Mahlzeit oder aber dieses mit dem Trockenfutter mischen. Auch sollte immer mal wieder Frischfleisch gefüttert gekocht werden. Die Wahrheit einer guten und gesunden Ernährung liegt also im Grunde genommen genau in der Mitte. Nur eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung ist eine gute Ernährung und diese erreicht man nicht zu hundert Prozent mit der alleinigen Gabe eines einzigen Futtermittels sondern nur durch eine wohl überlegte Kombination verschiedener Komponenten. Auch Menschen möchten nicht jeden Tag dasselbe Essen auf dem Tisch haben und so ist es auch bei Hunden. Hier kann auch das Trockenfutter mal ein wenig abwechslungsreicher gestaltet werden, indem hin und wieder auch mal ein Ei darüber gegeben wird.


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Kommentare

Mischa 13. März 2017 um 11:14

Ob man seinem Hund lieber Trocken – oder Nassfutter gibt, bleibt jedem selbst überlassen. Ich kann dazu nur sagen, dass ich meine Entscheidung ganz bewusst gewählt habe. Morgens bekommen meine beiden Trockenfutter, da ich denke, dass durch das Kauen aktiv etwas gegen die Zahnsteinbildung getan wird. Nassfutter schlingen die beiden in der Regel in einem Happs runter, sodass die Zähne keine wirkliche Arbeit leisten. Am Abend gibt es bei mir Nassfutter, denn mit Trockenfutter würden die beiden am Abend zu viel saufen, was wiederum auf die Blase wirkt. Und mal ehrlich gesagt, wer hat schon Lust mit seinem Hund nachts rauszugehen? Ich nicht, nur wenn es sein muss, weil der Hund krank ist.

Antworten

Peggy 24. Juli 2017 um 10:02

Ich schwöre allein auf Trockenfutter bei meinem Hund. Dies hat aber vielmehr persönliche Gründe. Ich mag den Geruch von Nassfutter nicht. Trockenfutter ist für mich geruchsneutral und ich kann es, wenn ich es will auch mit der Hand füttern. Mein Hund liebt das Fressen aus der Hand und ich kann so wertvolle zeit mit ihm gemeinsam verbringen. Sicherlich habe ich schon von vielen gehört, dass man auch Nassfutter füttern muss, wegen der Ausgewogenheit. Das mag ja auch stimmen. Ich achte beim Kauf des Trockenfutters auf hochwertige Zutaten und denke meinem Hund geht es gut damit, denn der Tierarzt ist mit ihm zufrieden. Mein Hund ist jetzt 10 Jahre alt.

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