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Welpenbox

Eines der schönsten Erlebnisse als Hundehalter ist sicherlich die Geburt von Welpen. Schon während der Trächtigkeit kann man die Bewegungen der Zwerge im Bauch der Hundemutter spüren und so auch ersten Kontakt aufnehmen. Die Hündin braucht nun Aufmerksamkeit und Zuwendung und je näher die Geburt rückt, desto größer wird die Aufregung. Ähnlich wie bei der Geburt eines Babys, sollten auch beim Hund einige Vorbereitungen getroffen werden. Die Hündin sollte kurz vor der Geburt nicht mehr alleine gelassen werden. Es sollte unbedingt ein Tierarzt vorab informiert sein, der im Notfall sofort helfen kann. Idealerweise ist dieser in unmittelbarer Nähe des Wohnortes, damit keine unnötige Zeit verloren geht. Außerdem sollte eine Welpenbox für die Hündin und ihre Jungen vorbereitet werden.

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Die Welpenbox vorbereiten

Kurz vor der Geburt beginnt die Hündin, sich ein Wurflager vorzubereiten. Hier kann man als Hundehalter helfen und ihr eine entsprechende Welpenbox bereitstellen. Die Welpenbox oder Wurfkiste, wie sie auch genannt wird, ist für die Hündin der ideale Rückzugsort für die Zeit während der Geburt. Darüber hinaus wird sie auch gerne während der ersten Wochen genutzt, bis die Welpen selbstständig werden. Eine Welpenbox kann aus Kunststoff oder Holz bestehen. Kleinere Hunde akzeptieren gerne auch einen Karton. Wichtig ist, dass die Welpenbox so verarbeitet ist, dass keinerlei Verletzungsrisiko für Mutter oder Welpen besteht. Eine Box aus Holz muss entsprechend gut abgeschliffen sein, damit keine Späne die jungen Hunde verletzen können. Die Welpenbox sollte an einem ruhigen Ort ohne familiären Trubel aufgestellt werden. Hundezüchter haben hier zumeist ein eigenes Zimmer, das der Hundemutter und ihrem Nachwuchs vorbehalten ist. Das funktioniert natürlich nicht immer, dass so viel Platz bereitgestellt wird. Der Ort muss in jedem Fall trocken und warm sein. Die Größe der Welpenbox richtet sich nach der Größe der Hündin. Sie muss sich bequem hinlegen und sich bewegen können. Dazu müssen auch die Kleinen entsprechend Platz haben und das auch noch für zwei oder drei Wochen nach der Geburt.

Die Welpenbox dient dem Schutz der Welpen

Die Welpenbox sollte vier stabile Wände haben, wobei die Vorderseite lediglich etwa um die 15 Zentimeter hoch sein soll. Das ermöglicht es der Hundemutter, die Welpenbox jederzeit zu verlassen. Die Kleinen können aber nicht aus der Wurfkiste purzeln. Die drei anderen Seiten sollten je nach Größe der Hunde entsprechend hoch sein, damit die kleine Familie so ungestört wie möglich ist. Es kann schon vorkommen, dass man sich mit der Welpenbox große Mühe gibt und die Hündin sie dennoch ablehnt. Diese Hunde suchen sich dann einen Platz im Wohnbereich, der ihnen sympathisch ist. Das kann die Abstellkammer oder unter der Treppe sein. Man sollte ihr das erlauben und versuchen, ihr diesen Platz so bequem wie möglich zu machen.

Bequemlichkeit ist wichtig

Auch die Welpenbox sollte natürlich möglichst bequem sein. Dazu legt man sie mit Teppichresten, Decken, Zeitungspapier oder Kissen aus. Dabei muss auf glatte Materialien geachtet werden, damit die Kleinen nicht mit ihren Krallen hängen bleiben. Die Box muss unbedingt vor Nässe geschützt werden. Bei einer Welpenbox aus Kunststoff ist dies sowieso der Fall. Eine hölzerne Welpenbox muss aber mit Plastikfolie ausgekleidet werden, denn der Urin der Kleinen würde ansonsten ins Holz eindringen. Das riecht nicht nur äußerst unangenehm, sondern kann auch der Gesundheit der Hundebabys schaden. Eine andere Möglichkeit ist das Versiegeln des Holzes mittels Epoxidharz, das auch im Terrarienbau erfolgreich verwendet wird. Dieses Harz macht die Oberfläche wasserabweisend und glatt. Diese Möglichkeit bietet sich vor allem bei Welpenboxen an, die öfter in Gebrauch sind. Sie sind dann ganz einfach auszuwischen. Dazu sollte die Box von unten mit einer Isoliermatte gegen Bodenkälte geschützt werden.

Die richtige Temperatur

Welpen können in der ersten Zeit nach der Geburt ihre Körpertemperatur noch nicht halten. Sie brauchen daher eine Umgebungstemperatur von ungefähr 30 °C. Dabei wärmen sich die Kleinen gegenseitig, indem sie sich dicht aneinanderkuscheln und nah bei der Mutter sind. Ist die Temperatur im Raum aber deutlich kühler, so muss unbedingt eine Wärmelampe installiert werden. Die Wärmelampe sorgt dann für einen punktuell höheren Wert. Dabei ist darauf zu achten, dass die Lampe in der richtigen Höhe hängt. Nur so kann eine entsprechende Temperatur am Boden der Welpenbox gewährleistet werden. Idealerweise wird dies schon vor der Geburt getestet und mit einem Thermometer genau gemessen. Ist die Lampe zu tief, besteht Verbrennungsgefahr für die Welpen. Darüber hinaus muss die Lampe so angebracht sein, dass die Kleinen sich immer wieder an kühlere Orte innerhalb der Box zurückziehen können. In den ersten Tagen kann man zusätzlich eine warme Decke über die Box legen. Das bringt gleichzeitig einen Höhlencharakter, was viele Hunde lieben.

Die erste Zeit nach der Geburt

Die erste Zeit nach der Geburt der Welpen wird als neonatale Phase bezeichnet. Sie dauert bis zum Ende der zweiten Woche. Während dieser Zeit ist Wärme für den Welpen von besonderer Bedeutung. Die Kleinen können ihren Kopf noch nicht halten und so pendelt er bei Bewegungen stetig hin und her. Diese beiden Faktoren helfen dem Neugeborenen auf der Suche nach den mit Milch gefüllten Zitzen der Mutter. Die Welpenbox ist gerade während dieser ersten beiden Wochen von großer Bedeutung. Die Mutter kann sich in der Box von den Strapazen der Geburt in aller Ruhe erholen und hat ihre Babys dicht bei sich. Geruchs- und Geschmacksinn sind von Beginn an ausgebildet. Im Gegensatz dazu kann der Kleine nicht hören und auch nicht sehen.

Die Welpen werden aktiv

Ab der dritten Woche wird von der Übergangsphase gesprochen. Diese Zeit ist besonders aufregend, weil der Welpe jetzt einen großen Entwicklungsschritt macht. Er beginnt, zu hören und zu sehen. Jetzt kann man immer wieder beobachten, wie die Kleinen auf Geräusche reagieren, und beginnen sich umzusehen. Die Regulierung der Körperwärme funktioniert jetzt auch bereits. Die Welpen können nun Kot und Urin selbstständig absetzen. Die Muskelkoordination verbessert sich jetzt ebenso deutlich. All dies verleitet die Welpen nun dazu, ein wenig abenteuerlustig zu werden. Sie machen die ersten Schritte und erkunden ihre nähere Umgebung. Gerade während dieser Zeit, in der die Kleinen immer selbstständiger werden, ist die Welpenbox ideal. Die neugierigen kleinen Kerlchen können zwar die Box erkunden, können sie jedoch nicht verlassen. Das bedeutet Sicherheit für den Hundehalter. Er muss nicht ununterbrochen aufpassen, dass einer der Kleinen ausbüxt.

Das Lernen fürs Leben beginnt

Schon ab Beginn der vierten Lebenswoche beginnt die Sozialisationsphase der Welpen. Sie ist für das weitere Leben der Hunde sehr wichtig und erstreckt sich bis etwa zur 14. Woche. Spätestens jetzt ist die Welpenbox nicht mehr interessant und wird immer öfter von den Welpen verlassen. Hier kommt dan oft ein Welpenlaufstall zum Einsatz. Diese Phase ist für den Züchter eine sehr anstrengende und fordernde Zeit, denn die Welpen halten ihn ziemlich auf Trab. Alles was die Kleinen jetzt kennenlernen und lernen ist positiv für ihr ganzes Leben. Gerade in dieser Zeit sollten sie Gelegenheit haben, so viel wie möglich von der Welt zu sehen. Sie sollten Menschen und andere Hunde kennenlernen. Einfache Umgebungsgeräusche wie Staubsauger, Radio, Fernseher oder Küchengeräte helfen, dass der Welpe sich an sie gewöhnt und sie später angstfrei wahrnimmt. Ebenso wichtig ist der erste Tierarztbesuch, die erste Autofahrt oder der Besuch in der Stadt. Jede neue Situation, die der Kleine jetzt meistert, wird er auch später leicht hinter sich bringen. Zumeist werden junge Hunde im Alter von etwa 10 bis 12 Wochen abgegeben. Dann ist es an der Zeit, die gewohnte Umgebung zu verlassen und sich in einer neuen Familie einzuleben.