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Der Mops

Mops

Mops | Foto: Katrinbechtel / pixabay.com

Der Mops ist einer der Hunde, der die Nation scheidet. Die einen lieben ihn und die anderen eben nicht. Dabei ist der Mops an sich ein sehr robuster und kompakter Hund, der nicht nur gerne bei seinem Menschen ist, sondern auch einen für seine geringe Körpergröße sehr stark ausgeprägten Wach – und Schutzinstinkt an den Tag legt.  Als aktiver kleiner Begleiter macht er auch auf langen Spaziergängen eine gute Figur und ist darüber hinaus durchaus auch für den einen oder anderen Schabernack zu haben. Der Mops kommt im Grunde genommen eher als gemütlicher Vierbeiner daher, kann aber gerade in jungen Jahren auch durchaus schon mal erstaunlich viel Energie an den Tag legen und ordentlich Gas geben. Aufgrund seines ausgeglichenen Gemüts eignet sich der Mops natürlich auch besonders gut als Familienhund und ist in dieser Rolle auch gerade Kindern gegenüber besonders tolerant. Dennoch sind diese Hunde durchaus auch mit einer hohen Intelligenz ausgestattet, sodass sie natürlich auch in diesem Bereich ein wenig Beschäftigung möchten. Alles in allem ist der Mops jedoch ein sehr vielseitiger Vertreter seiner Rasse. Er fühlt sich bei ausdauernden Spaziergängen ebenso wohl wie bei etwas kürzeren Runden mit anschließendem Powerkuscheln.

Das Wesen vom Mops

Der Mops ist eher ein relativ ruhiger und ausgeglichener Vertreter seiner Art. Er ist jedoch sehr auf seinen Menschen bezogen, sodass er in jedem Fall einen direkten und vollwertigen Anschluss an seine Familie haben möchte. Obgleich er sehr wohl auch mal alleine daheim bleiben kann, ist es ihm im Grunde genommen ein Bedürfnis, nach Möglichkeit immer und überall mit dabei zu sein. Aufgrund der kompakten Größe vom Mops und der Tatsache, dass er bei einigermaßen konsequenter Erziehung durchaus auch ein Hund mit gutem Benehmen ist, lässt sich dieser Wunsch vom Mops natürlich auch entsprechend oft verwirklichen. Zu den sportlichen Hunden gehört diese Rasse nun nicht unbedingt, obgleich sie schon gerne in der Natur unterwegs sind, mögen sie doch eher die gemächlichen Runden. Ein kleines Problem bei dieser Rasse ist die Tatsache, dass sie auch mit einem besonderen Mut daherkommt. Gepaart mit dem ihm fehlenden Vermögen, bestimmte Situationen richtig einschätzen zu können, kann es gerade beim Aufeinandertreffen mit anderen, größeren Hunden schnell mal zu Problemen kommen. Deren Drohungen kann ein Mops nämlich nicht oder nur schwer deuten, sodass er hier nicht selten ganz frech drauf los geht und es zu Auseinandersetzungen kommen kann. Mit anderen Haustieren sind diese an sich sehr freundlichen Hunde dennoch sehr gut zusammen zu halten. Im Allgemeinen ist der Mops ein sehr friedlicher und überaus charmanter Hund, der stets bemüht ist seinen Menschen zu gefallen. Allerdings neigt der Mops nicht zuletzt auch aufgrund seiner gemütlichen Art zu Übergewicht. Hier sollte in jedem Fall bei der Ernährung entsprechend auch auf eine Ausgewogenheit geachtet werden.

Der geschichtliche Hintergrund vom Mops

Der Mops hat eine lange Geschichte hinter sich. Es wird vermutet, dass er aus dem Kaiserreich China stammt. Hier wurde er wohl vor gut 2000 Jahren aus Hunden heraus gezüchtet, die einer Dogge sehr ähnlich waren.  Allerdings war er seinerzeit ein reiner Hund der Kaiser. Von keinem normalem Menschen durfte er angefasst werden. Hunde, mit denen am Kaiserhof aus verschiedenen Gründen nicht weiter gezüchtet werden konnte, wurden teuer ans Volk verkauft.  Nach Europa kam der Mops gegen Ende des 16. Jahrhunderts durch die niederländische Ostindien Kompanie. Von hier aus begann er seinen Siegeszug in die Salons der Damen der feinen Gesellschaft. Obgleich der Mops als Modehund seinerzeit etwa um 1900 durch den Pekinesen abgelöst wurde, begann ein erneuter Aufschwung seiner Beliebtheit bereits um 1918 wieder. Besonders die zahlreichen historischen Gemälde aus den verschiedenen Zeitepochen zeugen von der großen Beliebtheit dieser Rasse auch in der Geschichte.

Welche Ansprüche stellt der Mops

Mops Welpe

Mops Welpe | Foto: Unsplash / pixabay.com

Der Mops ist eher ein genügsamer Hund, der lieber schmusen als Gas geben möchte. Er kann auch gut in kleineren Wohnungen gehalten werden, möchte jedoch in jedem Fall die unbedingte Nähe zu seinen Menschen genießen und diese am liebsten stets um sich haben. Er möchte am liebsten natürlich auch immer mit auf die Couch oder ins Bett. Der Mops ist aufgrund seines Wesens durchaus auch älteren Menschen ein super Begleiter.  Er spielt zwar gerne, muss jedoch nicht unbedingt weite Strecken gehen um ausgelastet zu werden. Im Großen und Ganzen kann sich der Mops sehr gut an die ihn umgebende Lebenssituation anpassen und wird mit ein wenig Konsequenz in der Erziehung ein absolut traumhafter und treu ergebener Begleiter werden. Er ist auch mit einem gesunden Wachinstinkt ausgestattet und weiß das Hab und Gut seines Menschen sowie diesen selbst auch sehr gut zu bewachen. Dennoch ist er kein Kläffer, kann also auch in Wohnungen gehalten werden. In einem Mehrfamilienhaus sollte jedoch immer auch darauf geachtet oder bedacht werden, dass ein Mops in höherem Alter keine Treppen mehr steigen kann. Dies sollte zum Wohle des Hundes rechtzeitig überdacht werden.

Der Mops und seine Gesundheit

Der Mops ist durch einen sehr runden Kopf mit einer kurzen Schnauze und etwas hervorstehenden Augen gekennzeichnet. Somit gehört er zu den brachyzephalen Hunden. Das sind Hunde die aufgrund der kurzen Nase Schwierigkeiten mit der Atmung haben. Aus diesem Grund haben sich verantwortungsvolle Züchter auch der Aufgabe verschrieben, diese Rasse wieder in den Ursprung zurück zu züchten, da die kurze Nase erst später im Zuge eines Modetrends ein gezüchtet wurde. Auch im Bereich der Wirbelsäule haben Möpse recht häufig Probleme, was dazu führt, dass sie körperlich bei weitem nicht so belastbar sind wie andere Hunde. Die rassespezifische Erkrankung des zentralen Nervensystems jedoch ist heute zum Glück nur noch eher selten zu finden. Hier kamen Studien zu etwa einem Prozent erkrankter Hunde. Auch im Bereich der Cornea haben diese Hunde oft Probleme, da sie durch eine hohe Belastung durch Fell und Nasenspalte sehr überreizt wird. Auch dieses Problem mit der Hornhaut versucht man durch neue Zuchtrichtungen auszugleichen.

Der perfekte Mensch für einen Mops ist….

Liebevoll, ruhig und von einem ausgeglichen Wesen ohne zu große sportliche Ambitionen. Er ermöglicht es seinem Hund, möglichst viel mit dabei zu sein und gönnt ihm auch die eine oder andere intensive Schmuseeinheit. Der Besitzer vom Mops sollte sich intensiv mit der Ernährungsproblematik auseinandersetzen und seinen Vierbeiner so vor Übergewicht bewahren, was aufgrund seines Körperbaus aus mehrerlei Hinsicht sehr schädlich wäre. Allerdings sollte der perfekte Mensch für einen Mops auch bedenken, dass er keinen Hund hat, den er wirklich sportlich führen kann. Hier muss den Ansprüchen vom Mops in jedem Fall Rechnung getragen werden.

Fazit

Wer einen sportlichen Hund für das große Abenteuer sucht, für den ist ein Mops nicht die passende Wahl. Wer jedoch einen liebevollen und ausgeglichenen Familienhund sucht, der sich nicht nur durch sein besonders freundliches Wesen sondern auch durch seine Treue auszeichnet, für den ist der Mops die perfekte Wahl. Aufgrund seiner Charaktereigenschaften und der Tatsache, dass er nicht wirklich extrem ausgedehnte Spaziergänge braucht, ist der mops in der Tat auch für ältere Menschen bestens geeignet. Auch Kindern gegenüber zeigt er sich sehr geduldig und freundlich. Kein besonderer Allrounder, dennoch ein besonders lieber und liebesbedürftiger Hund, der grundsätzlich auch für Späße immer zu haben ist.


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