Welpen Erstausstattung – Das braucht man unbedingt

Welpen Erstausstattung – Das braucht man unbedingt
Foto: pixabay.com

Wenn ein Welpe in die Familie einzieht, dann ist dies immer ein ganz besonderes Erlebnis für alle Beteiligten. Vor allem jedoch dann, wenn es der erste Welpe ist, stehen viele zukünftige Hundebesitzer vor der Frage, was sie wirklich brauchen und was nicht. Die Werbung suggeriert ein hohes Maß an Artikeln und der Markt in diesem Bereich ist beinahe schon überschwemmt mit unzähligen Produkten, die ein Welpe angeblich in jedem Fall braucht um glücklich zu sein und zu einem gesunden, ausgeglichenen und zufriedenen vierbeinigen Begleiter heranwachsen zu können. Diese Vielzahl an Produkten verwirren jedoch nicht nur all jene, die sich ihren ersten Welpen ins Haus holen. Auch all jene, die im Grunde genommen schon über Erfahrung verfügen, stehen immer wieder vor der Frage nach dem Sinn und danach ob der Hund gewisse Dinge wirklich braucht.

Hier muss in diesem Zusammenhang durchaus auch erwähnt werden, dass es viele Dinge gibt, die im Laufe der Zeit zur Grundausstattung dazu kommen und sich nach dem Alter des Hundes richten. Doch gerade für en Anfang, für die ersten Wochen oder besser gesagt für das erste halbe Jahr im Leben eines Hundes ist die Liste der Dinge, die unbedingt benötigt werden, ehrlich gesagt doch recht überschaubar. Sicher kann hier jeder nach seinem Ermessen das eine oder andere dazu kaufen, gerade beim Spielzeug kann man vielen Dingen nicht widerstehen. Doch schauen wir uns einfach einmal Schritt für Schritt an, was ein Welpe braucht und vor allem warum er gewisse Dinge braucht und andere nicht braucht oder auch nicht haben darf.

Decken, Kissen und Co

Im Bereich der Hundebetten, Hundekörbe, Decken, Kissen und Co gibt es eine nahezu unüberschaubare Auswahl an verschiedenen Produkten. Hier sei jedem Hundebesitzer geraten, mit Bedacht und Sorgfalt sowie mit einer gewissen Portion Vernunft an die Auswahl zu gehen. Für einen Welpen sollte in jedem Fall ein Hundebett gekauft werden. Hierbei ist darauf zu achten, dass es für den Anfang ruhig noch ein kleines Modell sein darf. Der Welpe ist es gewohnt, mit der Mama und den Geschwistern zu kuscheln, das geht nun im neuen Zuhause nicht mehr. Hier ist es wichtig, sich für ein Hundebett zu entscheiden, in das er sich richtig schön rein kuscheln kann. Am besten eines, das weich ist und einen erhöhten Rand hat. Körbe aus Geflecht sind im ersten Jahr absolut tabu. Sie werden angeknabbert wenn die Zähnchen drücken und die hierbei abbrechenden Spitzen können im kleinen Welpenmaul zu Verletzungen führen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kauft eines, das sich waschen lässt. Hier empfiehlt es sich, zum Wechseln ein zweites parat zu haben. Auch ist es ratsam, zum Hundebett dazu noch ein oder zwei Hundekissen zu kaufen, ebenfalls mit waschbarem Bezug. So kann der Welpe in verschiedenen Räumen seinen festen Platz bekommen.

Spielzeug – hier muss auf Qualität geachtet werden

Natürlich braucht ein Welpe auch Spielzeug. Hier empfiehlt es sich, geknotete Seile und festere Beißringe zu nutzen. Welpen nagen und kauen gerne auf allem Möglichen herum, da die Zähne drücken. Natürlich dürfen auch Bälle und Quietsche Spielzeug nicht fehlen. Hier muss jedoch immer auch auf ein hohes Maß an Qualität geachtet werden. Gerade Gummitiere halten den scharfen und spitzen Milchzähnen oft nicht lange stand und so werden kleine Stücke herausgebissen, die durchaus auch vom Welpen verschluckt werden können. Dies darf in keinem Fall passieren. Besonders beliebt bei Welpen sind jedoch alte Handfeger. Am besten sind die mit einem Holzstiel, da können die Zähne gepflegt werden und es darf nach Herzenslust auf ihnen herum gekaut werden. Wer Stofftiere für den Welpen kaufen möchte, der sollte auch hier auf eine gute Verarbeitung achten. Augen und andere Kleinteile dürfen sich nicht leicht lösen. Auch muss dabei der Welpe immer im Auge behalten werden. Nicht selten wird das Stofftier nämlich schnell zerlegt und das Füllmaterial gefressen. Auch dies sollte in jedem Fall verhindert werden.

Bürsten und Kämme

Ein Welpe hat meist im jungen Alter noch keinen Fellwechsel. So wird hier auch keine Zupfbürste oder Ähnliches benötigt. Wohl aber sollte ein Flohkamm angeschafft werden und eine weiche Bürste. So kann der Welpe zum einen nach Parasiten untersucht werden und zum anderen ist es auch so, dass er mit der Bürste sanfte Massagen bekommt die ihn an das spätere richtige Bürsten zur Fellpflege gewöhnt. Allerdings sollte der Welpe hierbei nicht überfordert werden, also bitte nicht jeden Tag das Bürsten üben. Ein – bis zweimal pro Woche sind hier vollkommen ausreichend.

Schalen, Futter Leckerlis

Natürlich braucht ein Welpe auch einen Fressnapf sowie einen Wassernapf. Beide sollte nach Möglichkeit vom ersten Tag an einem festen Platz stehen. So weiß der Welpe direkt wo er fressen darf und wo nicht. Die Näpfe sollten in jedem Fall stabil und möglichst mit Gummifluss versehen sein. So kann eine Wanderschaft von Hund und Schüssel während des Fressens verhindert werden. Allerdings sollten beide Schüsseln nicht zu groß sein. Was das Futter betrifft, so sollte hier in jedem Fall zunächst einmal der Züchter gefragt werden, was und wie er füttert. Eine rapide Umstellung des Futters kann sich negativ auf den Stoffwechsel des Welpen auswirken und zu Durchfall führen. Oft geben Züchter auch Futter für die ersten Tage mit. Wer umstellen möchte, der sollte dies langsam und Schritt für Schritt tun. Leckerlis sind zumindest für die ersten Tage noch nicht wichtig. Hier eignet sich das jeweils gegebene Trockenfutter auch als Mittel zur Belohnung. Wer dennoch auf Leckerlis setzt, der sollte kleinere wählen, die weich sind und nicht zu viel Eiweiß enthalten.

Was sonst noch wichtig ist

Wie man sieht, ist die Liste der Dinge, die ein Welpe unbedingt braucht, nicht besonders lang. Wer möchte, kann sich für die Erstausstattung auch ein sanftes Welpenshampoo holen oder hier alternativ ein mildes Baby Kamillebad nutzen. Auch sollte dann ein Handtuch für den Welpen bereit liegen, wenn dieser gebadet werden soll.

Beim Spielzeug sollte in jedem Fall darauf geachtet werden, dass hier immer nur zwei bis maximal drei verschiedene Teile zur freien Verfügung stehen. Es empfiehlt sich, hier immer mal wieder durch zu wechseln. So bleibt das Spielzeug nicht nur interessant, es hält auch erfahrungsgemäß viel länger.

5 Kommentare

  1. Als ich meinen ersten Welpen zu mir holte, hatte ich gerade 2 Wochen Zeit alles Wichtige zu besorgen und die Wohnung Welpensicher zu machen. Ich ging also erst mal los, und habe mir ein weiches Hundebett sowie eine Hundebox für den Transport besorgt. Bei Kämmen und Bürsten hatte ich das Glück, dass die Züchterin dies zusammen mit dem Futter für die ersten beiden Wochen in das Erstlingspaket packte. Sehr wichtig fand ich auch die Decke, die sie uns mitgab und die nach den Geschwistern und der Hundemama gerochen hat. So fühlte sich mein kleiner Schatz nicht ganz so verlassen, denn er hatte immer noch den Duft seiner Familie.

  2. Ich möchte hier gezielt das Thema Spielzeug aufgreifen. Sicherlich benötigt der Welpe auch Spielzeug. Hier sollte man aber bedenken, dass man als Hundehalter über das Spielzeug bestimmen sollte und der Welpe nicht ein Meer an Spielsachen zur Freien Verfügung bekommt. Der Hund sollte von Anfang an merken, dass er vom seinem Halter abhängig ist und dies gilt auch für die Spielsachen. Ich habe es immer so gemacht, dass Kauartikel zur freien Verfügung standen und bestimmte Spielsachen nur herausgeholt wurden, wenn ich auch mit dem Hund damit gespielt habe. So war immer eine gewisse Spannung garantiert und ich hatte die volle Aufmerksamkeit meines Welpen und er lernte neben dem Spiel ganz nebenbei viel für sein weiteres Leben.

  3. Ganz wichtig finde ich bei Spielzeug, dass man keine Spielsachen mit Quietsche kauft. Nicht nur, dass das Gequietsche dem Halter in kurzer Zeit schnell auf den Wecker gehen wird, sondern es ist auch für die Sozialisierung des Hundes ein großes Manko. Im echten Leben lernt der Hund, wenn ein Spielgefährte aufquiekt, dann hat man ihm wahrscheinlich weh getan und das Spiel wird unterbrochen. Spielt der Welpe mit Spielsachen, bei denen die Quietsche integriert ist, wird er nie lernen, dass er bei all zu wildem Spiel seinem Gegenüber wehtun kann. Wir haben bei allen Spielsachen die Quietsche entfernt und einen Trick der Hundeschule angewandt. Eine der Quietschen haben wir uns behalten und beim Spiel mit dem Welpen versteckt in der Hand gehalten. War der kleine Racker zu übermütig und hat uns mit seinen spitzen Zähnen wehgetan, haben wir die Quietsche gedrückt und der Kleine wusste, dass irgendwas nicht in Ordnung war. So haben wir innerhalb kürzester Zeit die Beißattacken unseres Hundes in den Griff bekommen.

  4. Was die Welpenerstausstattung angeht, braucht man nicht wirklich so viel, wie immer von den Geschäften erzählt wird. Wichtig ist ein Futternapf und ein Wassernapf. Eine Schmusedecke bekommt man zumeist vom Züchter mit und was das Welpenfutter angeht, wird man für die ersten Tage in aller Regel auch mit Futter versorgt, sodass man dann in Ruhe den Futtereinkauf angehen kann. Bezüglich des Futters sollte man wirklich bei dem bleiben, was der Kleine die ersten Wochen bei der Züchterin bekommen hat. Erst dann kann man langsam umstellen. Spielezeug muss auch nicht alles gekauft werden, was man so sieht. Ein paar wenige Teile reichen vollkommen aus. Dem Hund ist es lieber, dass man sich mit ihm beschäftigt. Wertlegen sollte man allerdings auf ein Geschirr für den täglichen Spaziergang und auf Hundekottütchen, die bei keinem Spaziergang fehlen dürfen.

  5. Naja..zb würde ich ein Hundebett gleich in groß nehmen das es noch passt wenn der Welpe dann ausgewachsen ist….wenn es bis dahin noch nicht vom _Welpen auseinander genommen wurde 😀
    Und ja wo fängt man an und wo hört man auf mit dem Welpenzubehör….aber so im großen und ganzen hast du das wichtigste aufjedenfall angesprochen.Das muß im Endefekt dann jeder für sich entscheiden was er seinem neuen kleinen Freund kauft.wir haben für unsere jetzt ausgewachsene Dogo Hündin damals ein Schlafplatz (Hundebett) 1 Spielzeug…Flohkamm hatten wir zb gar nicht..hatten auch nie Probleme mit Flöhen beim Hund dann klar Futternäpfe für (wasser,Futter) Halsband Leine ..ja da s wars dann eig auch schon…eig nur das nötigste..aber wie gesgat das muss jeder Hundebesitzer für sich entscheiden.
    LG Jan

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