Hund hat Blut im Stuhl – Gründe und Lösung

Hund hat Blut im Stuhl | Foto: Caymia / bigstock.com

Verdauungsbeschwerden sind bei Hunden keine Seltenheit. Immer wieder kann es zu Durchfall, Blähungen, Übelkeit oder auch Verstopfung kommen. Häufig ist rasch ein Grund oder Auslöser für die Beschwerden gefunden. Manchmal dagegen ist das gar nicht so einfach. Verdauungsbeschwerden müssen nicht immer einen ernsten Hintergrund haben.

Dennoch sollten Hundehalter die Hinterlassenschaften ihres Hundes immer gut im Blick haben, um im Ernstfall rasch reagieren zu können. Vorsicht ist stets geboten, wenn der Hund Blut im Stuhl hat. Auch dafür kann es viele Gründe geben und die können auch ganz harmlos sein. Dennoch gilt es das Tier gut zu beobachten.

Blut kann unterschiedlich sein

Hunde haben sehr unterschiedliche Angewohnheiten, wenn es um den Kotabsatz geht. Manche Hunde setzen mehrere Male am Tag Kot ab, andere wiederum nur alle zwei Tage. Wichtig dabei ist, dass der Stuhl nicht zu fest und nicht zu weich, geformt und hell- bis dunkelbraun ist. Jede Abweichung von den normalen Gegebenheiten sollte beobachtet werden.

Verstopfung zeigt sich meist dadurch, dass der Hund große Probleme beim Stuhlgang hat und sich sehr anstrengen muss. Bei Durchfall dagegen ist der Kot breiig bis flüssig oder sogar wässrig. Bauchschmerzen können in beiden Fällen vorkommen. Ebenso möglich sind Beimengungen von Schleim und eben auch von Blut.

Findet sich Blut im Kot des Hundes, ist das nicht immer ein Grund zur Sorge. Es ist allerdings notwendig, auf weitere Symptome zu achten und Ursachenforschung zu betreiben.

Vorsicht bei dunklem Blut

Zeigt sich Blut im Kot des Hundes ist es wichtig, auf Farbe und Beschaffenheit zu achten. Das kann eventuell Aufschluss darauf geben, was dem Hund fehlt. Blut kann dunkel bis Schwarz sein oder aber auch ganz frisch aussehen und dabei hellrot sein. Diese Unterschiede erklären sich ganz einfach. Der Darm des Hundes ist in Abschnitte unterteilt.

Hat der Hund eine Blutung im oberen Verdauungstrakt, muss das Blut den gesamten Rest des Darms durchlaufen. Dadurch verfärbt es sich und wird dunkelrot bis schwarz. Ist der Kot des Hundes dunkelrot oder gar schwarz von Blut, ist das ein Alarmsignal. Dunkles Blut kann auf Probleme im Magen oder Dünndarm hindeuten.

Helles Blut dagegen kommt dann vor, wenn die Blutung im Enddarm oder in der Afterregion zu finden ist. Helles Blut deutet auf eine akute und oberflächliche Blutung hin und ist zumeist die harmlosere Variante.


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Hund hat Blut im Stuhl
Hund hat Blut im Stuhl | Foto: Caymia / bigstock.com

Es gibt verschiedene Ursachen

Hat der Hund Blut im Kot, so kann jedes weitere Symptom Aufschluss darüber geben, was dem Tier fehlt. Die Ursachen für das Blut können sehr unterschiedlich sein:

  • Chronische Dickdarmentzündung
  • Dünndarmentzündung
  • Würmer
  • Giardien
  • Magen-Darm-Erkrankung
  • Geschwüre oder Tumore
  • Vergiftung
  • Verstopfung
  • Knochenkot
  • Analdrüsenentzündung

Darmentzündung

Blut im Stuhl kann ein Hinweis für eine Darmentzündung sein. Diese kann jeden Darmabschnitt betreffen und damit sowohl im Dick- als auch im Dünndarm vorkommen. Eine Enteritis geht häufig mit Durchfall einher. Oft ist Blut im Kot zu sehen.

Der Hund setzt dann öfter am Tag Kot ab. Dieser kann unverdaute Nahrung und Schleim beinhalten. Die Nahrung kann nicht richtig verdaut werden und so kommt es zu großen Kotmengen. Die Gründe für eine Darmentzündung können vielfältig sein. Bakterien, Pilze oder Viren können ebenso schuld an der Entzündung sein wie auch Giardien oder Würmer.

Ebenso kommen verdorbene Nahrungsmittel als Ursache infrage. Ein weiterer Grund für eine Darmentzündung kann eine leichte Vergiftung sein. Diese kann durch Dünger, Reinigungsmittel oder Pflanzenschutzmittel hervorgerufen werden. Der Hund sollte daher auf gar keinen Fall Zugang zu diesen Mitteln haben.

Essensreste sind kein Hundefutter

Hunde betteln gerne am Tisch und freuen sich, wenn ihnen ihr Mensch von seinem Essen etwas abgibt. Dass das für den Hund aber sogar gefährlich sein kann, wissen leider viele Hundehalter nicht. Einige Lebensmittel, die für uns gesund sind, können für den Hund sogar giftig sein. Mehr dazu auf Lebensmittel für Hunde: Was darf mein Hund essen und was ist verboten?

Neben einer Vergiftung kann es zu Allergien, Unverträglichkeiten und schweren Verdauungsbeschwerden mit Darmentzündung kommen. Bei einer Darmentzündung ist die Ursache nicht immer offensichtlich. Daher wird der Tierarzt erst einmal die Symptome behandeln.

Dazu gehört eine Nulldiät, die mindestens 24 Stunden lang eingehalten werden muss. Danach gibt es Schonkost. Auf diese Weise kann sich der Darm beruhigen und regenerieren. In schweren Fällen kann ein stationärer Aufenthalt notwendig werden. Dann erhält das Tier Infusionen, um gegen eine Austrocknung anzukämpfen. Antibiotika wirken gegen die Entzündung.

Ein Wurmbefall kann gefährlich werden

Ein sehr häufiger Grund für Blut im Stuhl können Würmer sein. Hunde infizieren sich sehr leicht mit den lästigen Parasiten. Die Wurmeier gelangen durch Lecken und Schnüffeln an kontaminierten Grashalmen und Blättern oder an der Analregion eines infizierten Hundes in den Körper des Tieres.

Auch Kotfressen ist ein Risikofaktor (mehr auf Hund frisst Katzenkot – Gründe und Lösungen). Dort nisten sie sich im Darm ein und wachsen zu Würmern heran. Der Hund scheidet die Wurmeier wieder aus und so entsteht ein Kreislauf, den es zu unterbrechen gilt. Bemerkt wird ein Wurmbefall erst nach einer Weile.

Blutiger Durchfall kann ein Symptom sein. Dazu kann Erbrechen kommen. Im Kot sind nach einer Weile die Würmer sogar mit freiem Auge sichtbar. Ein Wurmbefall kann zu Gewichtsverlust und Blutarmut führen und ist bei Welpen sehr gefährlich. Abhilfe schafft eine chemische Wurmkur.

Allerdings gibt es auch alternative Methoden, die einen Wurmbefall heilen sollen. Dazu zählen Kokosöl, Karotten und Kürbiskerne. Viele Tierärzte empfehlen eine regelmäßige Entwurmung alle drei bis sechs Monate. Eine Alternative dazu ist die regelmäßige Untersuchung einer Kotprobe des Hundes. Hat der Hund effektiv Würmer, kann entwurmt werden.

Giardien können auch den Menschen betreffen

Ähnlich kann eine Infektion mit Giardien verlaufen. Auch in diesem Fall zeigt sich häufig Blut im Stuhl des Hundes. Giardien sind Einzeller, die in befallenem Wasser oder Lebensmitteln zu finden sind. Der Hund kann sich aber auch direkt anstecken.

Giardien können auch auf den Menschen übertragen werden. Zu sehen sind die Parasiten nur mit dem Mikroskop. Hat der Hund ein intaktes Immunsystem, ist von einer Infektion nichts zu bemerken. Schwache, alte, junge oder kranke Tiere zeigen jedoch Symptome.

Neben Blut kann auch Schleim oder Fett im Kot zu sehen sein. Dieser ist im Falle eines Giardienbefalls dünnflüssig, breiig oder wässrig. Dazu kann der Hund fiebern und an Appetitlosigkeit leiden. Mit Antibiotika bekommt man einen Befall aber rasch wieder in den Griff und auch der Kot des Hundes normalisiert sich.

Giardien sind ein möglicher Grund für Blut im Stuhl beim Hund
Giardien sind ein möglicher Grund für Blut im Stuhl beim Hund | Foto: chalabala / Bigstockphoto.com

Harmlose Ursachen für Blut im Stuhl

Blutbeimengungen müssen jedoch nicht immer nur bei Durchfall vorkommen. Auch Verstopfung kann für eine Blutung sorgen. Der Hund muss sich sehr anstrengen, um den Kot abzusetzen. Dabei können Adern platzen und der Kot wird mit Blut überzogen. Ist der Hund die Verstopfung los, ist auch das Blut weg.

Ähnlich ist die Angelegenheit bei einer Entzündung der Analdrüsen. Eine Entzündung kann vom Tierarzt rasch behoben werden. Bei einigen Tieren müssen die Drüsen regelmäßig entleert werden. Neben dieser Vorbeugemaßnahme gibt es noch einiges, was der Hundehalter tun kann.

Wichtig für den Hund ist eine gesunde und artgerechte Ernährung. Auf künstliche Inhaltsstoffe und Getreide im Futter sollte verzichtet werden. Ebenso sollte unbedingt auf Lebensmittel vom Esstisch verzichtet werden. Diese sind keine gesunde Ernährung für den Hund und schaden mehr als sie nützen.

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