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Der Yorkshire Terrier

Obgleich dieser kleine und durchaus auch äußerst niedliche Gesellschaftshund viele Menschen durch sein äußeres Erscheinungsbild in die Irre zu führen vermag, ist er im Grunde seines kleinen Herzens doch ein ganz Großer. Als äußerst wachsamer und bewegungsfreudiger Begleiter stellt er sich unerschrocken allem Fremden entgegen. Neben den normal gezogenen Yorkis gibt es in jüngster Zeit vermehrt auch die sogenannten Mini Yorkshire Terrier, die zwar noch einmal kleiner sind als ihre größeren Verwandten, denen jedoch in Mut und Tapferkeit in nichts nachstehen. Als Gesellschaftshund erfreut er sich größter Beliebtheit bei allen Bevölkerungsschichten, ganz gleich ob jung oder alt. Bedingt durch die Tatsache, dass sich bei diesem kleinen Terrier kein ausgeprägter Fellwechsel zeigt, ist er äußerst beliebt. Allerdings bedarf es einer regelmäßigen und besonders fürsorglichen Pflege seines weichen und seidigen Fells. Optimalerweise sollte hier täglich, mindestens jedoch mehrmals wöchentlich gebürstet werden. Das feine lange Haar des Yorkshire Terriers neigt leicht zum Verfilzen und zum brechen. Durch regelmäßige Fellpflege bleiben die schöne Struktur des feinen Haares und dessen seidiger Glanz erhalten.

Yorkshire Terrier

Yorkshire Terrier | Foto: Josch13 / pixabay.com

Das Wesen vom Yorkshire Terrier

Obgleich der Yorkshire Terrier recht zerbrechlich anmutet so ist er doch ein sehr agiler und aktiver kleiner Terrier. Auch vom Charakter her macht er seinen großen Terrier Verwandten alle Ehre. Er braucht aufgrund seines sehr aktiven  und willensstarken Wesens eine sehr konsequente und dennoch liebevolle Führung. Er ist ein sehr mutiger und treuer Begleiter der auch einen gewissen Wachinstinkt nicht vermissen lässt. Kommen Fremde in sein Revier so meldet er dies zuverlässig und stellt sich mutig allem Fremden und auch größeren Tieren gegenüber. Der Yorkshire Terrier ist dennoch sehr verspielt und ist gerne im Freien unterwegs. Dennoch ist er auf großen Spaziergängen und Wanderungen etwas überfordert und bevorzugt eher die kürzeren Spaziergänge. Auf diesen gibt er jedoch Vollgas. Als Familienhund ist der Yorkshire Terrier bestens geeignet, auch kleine Kinder mag dieser kleine Vertreter sehr gerne. Ansonsten ist er ein sehr liebevoller Hund, der ebenso gerne kuschelt wie spielt. Beim Arbeiten in Form von geistiger Forderung hat er großen Spaß und auch den einen oder andern kleinen Kunststücken gegenüber ist dieser kleine Terrier nicht abgeneigt.

Der geschichtliche Hintergrund vom Yorkshire Terrier

Die eigentliche Zucht des Yorkshire Terriers begann bereits Ende des 19. Jahrhunderts. Sie wurden von den ärmsten Bewohnern der englischen Grafschaft Yorkshire in den dortigen großen Industriestädten gezüchtet. Welche Hunde hier im Einzelnen genau zugrunde liegen, darüber herrscht noch Uneinigkeit. Es wird jedoch allerorten davon ausgegangen, dass hier in jedem Fall auch der Skye Terrier genutzt wurde. Sein eigentliches Einsatzgebiet fand der Yorkshire Terrier jedoch zu jener Zeit nicht unbedingt als Gesellschaftshund. Vielmehr war es seine Hauptaufgabe in den Vierteln, wo die Ärmsten der Armen wohnten, Ratten und Mäuse zu jagen, um wenigstens diese Plage ein wenig reduzieren zu können.  Allerdings fand er seine Bestimmung bald auch schon in der illegalen Jagd auf Kaninchen. Es dauerte nicht allzu lange, bis dieser kleine Terrier auch außerhalb der Grenzen Englands seine Anhänger fand. Bereits im Jahre 1912 erfolgte in Deutschland die erste Eintragung eines Yorkshire Terriers in ein Zuchtbuch.  Obgleich dieser kleine tapfere Terrier seine Karriere in den Armenvierteln begann, fand er schnell schon seinen Weg in die Häuser der Reichen. Hier galt er als kleiner Schoßhund, der immer und überall mit dabei war was natürlich in keinster Weise seinem Gemüt als mutiger und unerschrockener kleiner Jagdhund entsprach. Auch unter den Schönen und Reichen der heutigen Zeit findet der Yorkshire Terrier immer mehr Anhänger und auch in den verschiedenen Königshäusern weiß man diese klugen kleinen Terrier heute sehr zu schätzen.

Welche Ansprüche stellt der Yorkshire Terrier?

Yorkshire Terrier Welpe

Yorkshire Terrier Welpe | Foto: Pezibear / pixabay.com

Der Yorkshire Terrier ist ein kleiner Wirbelwind, der in keinem Fall als reiner Schoßhund angesehen werden möchte. Er braucht seine Bewegung, zwar nicht zwingend in Form von ausgedehnten Wanderungen und Spaziergängen, wohl aber möchte er abwechslungsreich beschäftigt werden. Er ist ein sehr intelligenter kleiner Terrier, der sichtliche Schwächen seines Menschen durchaus auch mal auszunutzen vermag. Daneben ist der Yorkshire Terrier ein Hund, der einem Wirbelwind gleich seine Menschen auf Trab hält und diese immer wieder auch zum Lachen bringen kann. Obgleich der Yorki gerne die Nähe zu seinem Menschen sucht und diese auch genießt, ist es in der Tat so, dass in ihm immer noch ein kleiner und unerschrockener Jäger  steckt. Aufgrund des recht gut ausgeprägten Temperaments ist dem Terrier eine klare Struktur in seinem Tagesablauf und in seinem gesamten Alltag sehr gelegen. So kann er sich optimal an seinen Menschen orientieren. Ein wichtiger Anspruch den der Yorkshire Terrier an seine Menschen stellt ist die Fellpflege. Da sein Fell sehr empfindlich ist und schnell bricht oder verfilzt ist hier regelmäßiges Bürsten unvermeidbar. Dann strahlt der kleine Terrier mit seinem seidig glänzenden Fell um die Wette.

Der Yorkshire Terrier und seine Gesundheit

Auch wenn man es ihm vielleicht nicht unbedingt direkt ansehen mag so ist der Yorkshire Terrier im Grunde genommen doch ein recht robuster Hund. Dennoch gibt es auch hier ein paar Punkte, die in jedem Fall beachtet werden sollte. Der Yorkshire Terrier neigt ziemlich oft zu einer besonders empfindlichen Verdauung. Wobei hier zu sagen ist, dass sich auch hier von Hund zu Hund Unterschiede finden lassen. Insofern ist es wichtig, nicht nur ein qualitativ hochwertiges Futter zu finden sondern vor allem auch noch eines, das der eigene Hund gut verträgt. Erste Anzeichen für ein schlecht verträgliches Futter sind neben auftretenden Problemen beim Stuhlgang auch stumpfes Fell. Doch auch im Bereich der Augengesundheit treten immer wieder entsprechende Erkrankungen auf. So zum Beispiel ein zu schnelles und zu starkes Wachstum der Wimpern. Doch auch der Graue Star ist eine häufig auftretende Augenerkrankung ebenso wie trockene Augen oder auch ein Ablösen der Netzhaut. Doch auch Hautprobleme und Schwierigkeiten beim Zahnwechsel sind nicht selten zu finden. Ein Grund mehr für alle Liebhaber dieser kleinen Terrier sich bei der Suche nach einem passenden Welpen genau umzuschauen und auf gesunde Elterntiere und verantwortungsvolle Züchter zu achten.

Der perfekte Mensch für einen Yorkshire Terrier ist…

Humorvoll, durchsetzungsstark und flexibel. Daneben liebt er die Abwechslung und lässt sich gerne von seinem kleinen vierbeinigen Freund auf Trab halten. Er macht gerne jeden Spaß mit und nimmt seinem Hund auch den einen oder anderen Schabernack nicht übel. Er zeigt vor allem in der Erziehung seines kleinen Terriers eine konsequente und dennoch sehr liebevolle Hand, mit der er seinem kleinen Liebling den rechten Weg weist. Darüber hinaus nimmt sich der perfekte Yorki Besitzer viel Zeit für seinen Liebling. Hier stehen Spiel und Spaß aber auch Kuscheln und Lernen ganz oben auf der Wunschliste dieser kleinen Pfoten. Doch auch die Zeit für eine regelmäßige Pflege von Fell und Augen darf in keinem Fall fehlen.

Fazit

Wer sich einen Hund wünscht, der ihn stets auf Trab hält und immer für eine Überraschung gut ist, der wird im Yorkshire Terrier einen perfekten Begleiter auf vier Pfoten finden. Ob Singelahaushalt oder Familie, der Yorki weiß seine Menschen und sein Revier zu machen und ist darüber hinaus ein sehr aktiver und intelligenter Vertreter. Vom Erlernen kleiner Kunststücke bis hin zu verschiedenen Streichen den er seinen Menschen gerne einmal spielt, ist der Yorkshire Terrier für jeden Spaß zu haben. Dabei ist er nicht nur ein besonders tapferer sondern auch ein enorm treuer Begleiter auf vier Pfoten, der alles tut um seinem Menschen gefallen zu können. Dennoch ist und bleibt er ein Terrier und braucht eine entsprechend konsequente Erziehung, dann hat man jedoch über viele Jahre hinweg einen tollen und liebvollen Hund an seiner Seite der mit seinem Menschen durch dick und dünn geht.


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