Nassfutter für den Hund -Test & Vergleich!

Nassfutter Hund
Nassfutter für den Hund | Foto: PavelVinnik / Bigstockphoto.com

Viele Hundebesitzer stehen vor der Frage, welches Futter sich besser für ihren Hund eignet – das Nassfutter oder doch das Trockenfutter. Genau genommen ist es aber egal, wie Sie sich entscheiden. Denn beiden Futtermethoden sind heute sehr gut ausgereift.

Das bedeutet, dass sowohl im Nassfutter wie auch im Trockenfutter alle notwendigen Nährstoffe in ausreichender Menge vorhanden sind. Sie haben die Wahl zwischen vielen namhaften Herstellern und Futtermitteln, die genau auf die individuellen Bedürfnisse der Hunde abzielen. Sicherlich kann über die individuelle Zusammensetzung diskutiert werden.

Sicherlich müssen die individuellen Ansprüche des Halters an das Futter wie auch die individuelle Verträglichkeit des Futters für den Hund bei der Auswahl beachtet werden. Damit ein wenig Licht ins Dunkel gebracht werden kann, soll in diesem Artikel das Nassfutter eingehend betrachtet werden.

Die Definition des Nassfutters

Das Nassfutter besteht zum größten Teil aus Fleischbrocken unterschiedlicher Größe. Zudem werden auch tierische Nebenprodukte, Gemüse und Mineralstoffe hinzugefügt. Es ist zwar grundsätzlich erwünscht, ein hochwertiges Futter zu verfüttern, jedoch kann durchaus vermerkt werden, dass ein Futter, je hochwertiger es ist, auch im Preis steigt. Daher werden auch günstige Futtersorten angeboten.

Sie unterscheiden sich von den hochwertigen Sorten durch einen geringeren Fleischanteil. Zum einen ist es möglich, dass Fleisch von geringerer Qualität verarbeitet wird. Zum anderen ist es möglich, weniger zu verwenden und die fehlende Masse durch eigentliche Abfallprodukte, wie Hufe, Horn, aber auch Getreide, Reismehl und Mehl des Affenbrotbaumes zu strecken.

Diesbezüglich gibt es unterschiedliche Methoden. Welche von einem bestimmten Hersteller eingesetzt wurde, können Sie in den meisten Fällen durch die Zutatenliste herausfinden.

Warum sollte man das Nassfutter dem frischen Futter vorziehen?

Hunde wollen jeden Tag etwas zu fressen bekommen. Doch nicht jeder Hundebesitzer hat auch die Zeit, täglich frisch für seinen Vierbeiner zu kochen. Für die meisten ist es wichtiger, viel Zeit mit dem Tier verbringen zu können. Also greifen sie zu Fertigprodukten.

Nassfutter birgt im Gegensatz zum Trockenfutter, das ebenfalls in einer sehr guten Qualität erhältlich ist, einen großen Vorteil: Nicht nur die Futterkomponente wird abgedeckt. Auch ein Teil des Flüssigkeitsbedarf wird mit dem Nassfutter abgedeckt. Doch hat das Nassfutter noch weitere Vorteile zu bieten:

  • Die Rezepturen der Futtermittelhersteller werden immer wieder überarbeitet und optimiert. Dafür sorgt die Zusammenarbeit mit renommierten Tierärzten, deren Spezialgebiet die Ernährungslehre ist.
  • Sie können das Nassfutter auf Vorrat kaufen. Die Dosenabfüllung ist durchschnittlich zwei bis drei Jahre problemlos lagerfähig.
  • Haben Sie eine Dose aufgemacht, ist es möglich, den Inhalt in mehreren Portionen zu verfüttern. Im Kühlschrank aufbewahrt ist es geöffnet immer noch mehrere Tage haltbar.
  • Das Nassfutter gibt Ihnen die Möglichkeit, aus einem großen Angebot auszuwählen. Selbst Spezialfutter sind im gut sortierten Futterhandel und im Internet erhältlich. Die unterschiedlichen Sorten sind nach Fleischsorte, Aktivität und Alter des Tieres, Verpackungsgröße, aber auch dem Gesundheitszustand des Tieres zu unterscheiden. Im Futterhandel kann das Verkaufspersonal bei der Auswahl helfen, wenn man sich noch nicht so gut auskennt oder einen Herstellerwechsel vornehmen möchte.
  • „Aus der Dose“ zu füttern, ist eine effektive und schnelle Methode, den hungrigen Hund zu sättigen.

Die Auflistung der Inhaltsstoffe

Ähnlich wie bei den Produkten für den Menschen wird auch die Liste der Inhaltsstoffe für Hundefutter gesetzlich vorgeschrieben. Sie wird durch die Futtermittelverkehrsverordnung geregelt. Sie ist in Deutschland für die Einhaltung zuständig, doch gibt es EU-weit weitere Regelungen, die jeder Hersteller von Futtermitteln ebenfalls zu beachten hat.

So ist beispielsweise auf die korrekte Reihenfolge zu achten. Der Inhaltsstoff, der mengenmäßig am meisten vorkommen, steht an erster Stelle und so weiter. Ein anderer Punkt besagt, dass konkret genannte Inhaltsstoffe einen bestimmten Wert nicht überschreiten dürfen. Unter anderem gehört Natrium zu ihnen. Durch diese Regelung kann gewährleistet werden, dass der Verzehr dieses Futters für den Hund absolut unbedenklich ist und keinerlei gesundheitliche Reaktionen zu erwarten sind. Achten Sie allerdings immer darauf, dass bei einer Aufrechnung der Angaben auch tatsächlich wieder 100% herauskommen.

Eines aber kann auch diese Regelung nicht verhindern: Dass minderwertige Futtermittel oder so genannte „Streckmittel“ zum Einsatz gebracht werden, lässt sich nicht unterbinden. Dafür ist der Spielraum, der den Herstellern zur Verfügung steht, zu groß. Leider ist dies wieder der Punkt, an dem auf die minderwertigen Bestandteile im Futter aufmerksam gemacht werden muss. Denn wer wirklich wissen möchte, was sein Hund mit einem konkreten Futter zu sich nimmt, der kommt nicht umhin, sich mit der Auflistung der Inhaltsstoffe zu befassen.

Leider kann dieser Spielraum auch dafür genutzt werden, um so genannte Geschmacksverstärker hinzuzufügen. Denn eines ist leider offensichtlich: Je minderwertiger die Inhaltsstoffe sind, desto schlechter ist meist auch der Geschmack. Werden aber Geschmacksverstärker hinzugefügt, frisst auch der krüsche Hund diese Futtermarke gerne.

Leider sind diese Zusatzstoffe nicht immer unproblematisch. Unterschiedliche Probleme können auftreten:

  • Probleme des Verdauungstraktes (Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Blähungen, Verstopfungen und ähnliches)
  • Hautprobleme wie Juckreiz, Haarausfall, trockene Haut und ähnliches
  • Allergien, die direkt auf einen Inhaltsstoff zurückzuführen sind

Was sollte auf keinen Fall auf der Inhaltsliste erscheinen?

Tierische Nebenerzeugnisse

Nein, sie müssen nicht per se schlechter Qualität sein oder schädlich für das Tier sein. Genau genommen fehlt eigentlich nur die konkrete Bezeichnung, dass es sich um tierische Nebenerzeugnisse in Lebensmittelqualität handelt. Damit wäre der korrekten Deklaration genüge getan.

So aber ist es durchaus möglich, dass sich Hühnerfedern, Hufe, Schnäbel oder andere Schlachtabfälle darin befinden. Dabei handelt es sich um Produkte, die definitiv nicht unter die Bezeichnung „Lebensmittelqualität“ fallen. Erschwerend kommt noch hinzu, dass sie nicht nur einzeln, sondern in einer losen Mischung zum Einsatz kommen können. Niemand weiß wirklich, was sich letztlich dahinter verbirgt.

Soja

Ja, diese Hülsenfrucht ist ein sehr günstiges Nahrungsmittel. Mit der Sojabohne kann die Menge des tierischen Eiweiß reduziert werden, da Soja eine sehr gute Eiweißquelle ist. Soja hat aber leider den Nachteil, dass viele Hunde mit Problemen des Verdauungstrakts darauf reagieren. Blähungen, aber auch Allergien sind die häufigsten Reaktionen.

Weizen

Grundsätzlich sollte man sich die Frage stellen, ob Getreide überhaupt in einem Hundefutter auftauchen sollte. Sicherlich sind Hunde in der Lage, den Weizen zu verdauen, zu verstoffwechseln. Doch ähnlich wie bei der Sojabohne reagieren auch viele Hunde negativ auf den Weizen. Hunde, die über einen langen Zeitraum Futter mit einem hohen Getreideanteil erhalten, neigen zu chronischen Magen-Darm-Problemen und Allergien.

Sollte es tatsächlich notwendig sein, zusätzliche Kohlenhydrate dem Futter beifügen zu müssen, empfiehlt es sich, diese so zu füttern, dass die Stärke schon aufgeschlossen ist. Weich gekochte Nudeln sind diesbezüglich ein sehr gutes Beispiel. Allerdings sollten auch sie nur in einer streng begrenzten Menge gegeben werden.

Übersteigt der Anteil der Kohlenhydrate die 60%-Marke, so kann es zu Durchfällen kommen. Leider ist Weizen ein günstiges Produkt, das gerne zum „Strecken“ des Futters verwendet wird.

Zucker, Fructose, Melasse oder Glucose

Nicht immer werden diese vier Produkte konkret aufgeführt. Vielmehr verwendet man den eher schwammigen Begriff „Molkereierzeugnisse“ oder „Bäckereierzeugnisse“. Sie sind in einem guten Hundefutter vollkommen überflüssig. Da sie aber alle einen süßen Geschmack haben, ist es nicht wirklich verwunderlich, dass sie eingesetzt werden, um den Hund ein geschmacklich minderwertiges Futter doch wieder schmackhaft zu machen.

Dennoch sind sie problematisch, da sie keinerlei Funktion für den Organismus aufweisen. Daher werden sie als zusätzliche Kohlenhydrate als Fett eingelagert. Erhält ein Hund also über einen längeren Zeitraum ein Futter, in dem diese Inhaltsstoffe aufgeführt worden sind, kann man davon ausgehen, dass es nicht wirklich lange auf sich warten lässt, bis der Hund übergewichtig, unausgeglichen, bewegungsunlustig und vielleicht auch chronisch krank geworden ist. In den meisten Fällen ist das Herz-Kreislauf-System, aber auch das Lungensystem angegriffen.

Letztlich darf auch nicht vergessen werden, dass auch bei Hunden Karies entstehen kann, wenn zuckerhaltige Nahrung regelmäßig auf dem Plan steht.

E620 bis E637

Bei diesen Zusatzstoffen handelt es sich um so genannte Geschmacksverstärker, unter anderem Glutamate. Diese Stoffe stehen im Verdacht, Verdauungsstörungen unterschiedlicher Art auslösen zu können.

Farbstoffe

Unter anderem befinden sich immer wieder E123, E126 sowie E101 im Hundefutter. Sie sind keine Geschmacksträger. Sie sind kalorienfrei. Aber dennoch stehen sie im Verdacht, sowohl Allergien, auszulösen.

Wie teuer darf Nassfutter für Hunde sein?

Die Frage lässt sich nicht so leicht beantworten, denn der Preis ist abhängig vom Hersteller, der verwendeten Fleischsorte, der Verpackungsgröße und natürlich immer der Antwort auf die Frage, ob es sich um Bio-Qualität handelt. Spezialfutter, die von Tierärzten zur Fütterung bei besonderen, chronischen Krankheiten zusammengestellt wurden, stellen eine gesonderte Preiskategorie dar.

Grundsätzlich ist es natürlich wichtig, auf das persönliche Budget zu achten. Doch sollte man das Futter stets so wählen, dass es den Hund unterstützt und seine Gesundheit gewährleistet. Allerdings bedeutet ein hoher Preis nicht automatisch, dass das Futter besser ist.

Die Hundeernährung mit Nassfutter – ein Studium für sich?

Wir wissen es alle nur zu gut: Jeder Hundebesitzer ist bestrebt, seinem Hund das bestmögliche Futter bieten zu können. Das bedeutet, dass er artgerechtes Futter erhalten sollte. Dabei ist es übrigens unerheblich, welcher Rasse er angehört. Dennoch gilt es stets, sich den persönlichen Gegebenheiten anzupassen: dem eigenen Budget und noch viel mehr den Bedürfnissen des Hundes.

Was also bedeutet „artgerecht“? Fangen wir bei den offensichtlichen Dingen an. Farb- und Geschmacksstoffe sollten vollständig vermieden werden. Ist dies nicht möglich, sollte ihr Anteil zumindest so gering wie möglich sein. Ein hochwertiges, artgerechtes Futter bedarf dieser Zusatzstoffe nicht. Je weniger Zusatzstoffe in einem Futter enthalten sind, desto besser ist es für den Hund.

Ebenso sollte der Anteil des Getreides und somit des Glutens wie auch der tierischen Nebenprodukte sehr gering sein. Ein gutes Produkt können Sie daran erkennen, dass anstelle der allgemeinen Deklaration „tierische Nebenprodukte“ explizit aufgeführt ist, was verwendet wurde. Dies können beispielsweise Innereien sein. Diese können zusätzlich auch noch einzeln aufgeführt werden. Je detaillierter die Auflistung vorgenommen wird, desto hochwertiger kann das Produkt eingeschätzt werden.

Wer einem natürlichen Futter noch einen draufsetzen möchte, sollte nach Futtersorten Ausschau halten, die in Bio-Qualität hergestellt wurden.

Getreidefreies Nassfutter für den Hund | Foto: parrus / Bigstockphoto.com

Welches Fleisch ist am besten geeignet?

Bei dieser Frage scheiden sich die Geister. Denn genau genommen kann der Hund jedes Fleisch gefüttert bekommen, wenn es korrekt zubereitet wurde. Selbst beim BARFEN darf nicht jede Fleischsorte vollkommen unbehandelt gefüttert werden. Nehmen wir als Beispiel das Schweinefleisch. Im rohen Zustand kann es zu schwerwiegenden Krankheiten kommen. Deshalb darf es dem Hund nur gekocht angeboten werden. Hähnchen hingegen ist kein Problem. Dafür aber kann es bei Hühnchen, auch wenn es nur anteilig im Futter enthalten ist, zu allergischen Reaktionen kommen.

Genau kann man nicht sagen, woran dies liegt. Doch wird immer mehr Hühnerfleisch in den Futtermitteln verarbeitet. Dies kann bei empfindlichen Hunden zu einer allergischen Reaktion führen. Diese zeigen sich vornehmlich im Verdauungstrakt sowie im Bereich der Haut und des Fells.

Die Fleischsorten, die am häufigsten im Hundefutter verarbeitet werden, sollten einmal genauer unter die Lupe genommen werden:

Rindfleisch

Das Fleisch der Rinder gilt als relativ fetthaltig. Somit ist es sehr nahrhaft und kalorienhaltig. Aus diesem Grund wird es gerne in Futter für den aktiven, aber auch den jungen Hund eingesetzt. Neben dem Fleisch wird auch gerne Pansen an Hunde verfüttert, sowohl in frischem als auch getrocknetem Zustand. Auch einige Nassfutterhersteller geben Pansenstücke in ihre Futtermischungen. Rinderhaut wird ausschließlich in getrocknetem Zustand als Kausticks oder ähnlichem verwendet. Letztlich können auch die getrockneten Ohren des Rindes das Hundeherz erfreuen. Allerdings werden weder Haut noch Ohren ins Nassfutter gemischt.

Huhn

Das Hühnerfleisch ist mager, leicht verdaulich und gut verträglich. Daher eignet es sich sehr gut als Schonkost, aber auch für alle Hunde, die gehaltvolles Fleisch nicht vertragen oder aber nicht mehr zu sich nehmen dürfen. Hühnerhälse kommen getrocknet in den Futternapf. Weitere Teile des Huhns, etwa knorpelige Zusammensetzungen des Bewegungsapparates werden getrocknet und dem Tier Leckerchen für Zwischendurch gegeben.

Pute sowie Truthahn

Grundsätzlich ist das Puten- oder Truthahnfleisch mager und fettarm. Dennoch ist es reich an Eiweiß, den Vitaminen B6 und B12, Zink, Kalium, Eisen und Magnesium. Damit ist es ein sehr gutes Fleisch. Insbesondere sehr aktive Hunde, aber auch solche, die ein paar Kilogramm weniger aufweisen sollten, kommen sehr gut mit Pute und Truthahn zurecht.

Selbstverständlich können aber auch weitere Fleischsorten eingesetzt werden:

Schaf / Lamm

Hunde, die mit anderen Fleischsorten nicht gut zurechtkommen, finden im Schaf- und Lammfleisch eine sehr gute Alternative. Insbesondere die große Menge an Mineralstoffen macht es zu etwas Besonderem. Niacin, Zink und Eisen fallen dabei besonders auf. Sie werden zur Blut- und Zellbildung, der Stärkung des Immunsystems und des Nervensystems benötigt. Aufgrund ihrer guten Bioverfügbarkeit profitiert jeder Hund vom Verzehr dieses Fleisches. Folgende Vitamine sind reichlich zu finden – Vitamin B12, Vitamin A, K, C und D. Diese Vitamine unterstützen den Knochenstoffwechsel. Fett und Cholesterin lassen sich nur in geringen Mengen finden.

Aufgrund der Herdenhaltung handelt es sich vorwiegend um extrem gesunde Tiere, die mit Medikamenten oder chemischen Futterzusätzen nicht in Berührung gekommen sind. Dadurch erhält es für den Hund einen besonders attraktiven Geschmack. Kaum ein Hund wird Schaf- / Lammfleisch ablehnen. Auch Hunde mit Allergien oder Problemen des Verdauungstraktes kommen mit dieser Fleischsorte sehr gut zurecht.

Ziege

Auch die Ziege gehört zu den Fleischsorten, die für die Herstellung von Schonkostfleischmischungen gerne verwendet wird. Die Zusammensetzung des Ziegenfleisches ist hervorragend. Auf 100g Fleisch können 19,5g Protein, aber lediglich 7,9g Fett ausgemacht werden. Somit ist es ganz besonders für übergewichtige Hunde zu empfehlen. Der Anteil der gesättigten Fettsäuren, aber auch des Cholestorols fallen sehr gering aus.

Die Mengen an Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen sind recht hoch. Dabei fallen insbesondere Kalium, Phosphor und Kupfer ins Auge. Sie alle werden für die Unterstützung von wichtigen Körperfunktionen benötigt. Mit Ziegenfleisch kann man nichts verkehrt machen. Gerne werden weitere Bestandteile der Ziege werden zu Kausnacks für Hunde verarbeitet, etwa getrocknete Ziegenohren oder Schlund. Auch die Haut wird zu kleinen Leckerli verarbeitet.

Wild, beispielsweise Hirsch, Reh, Hase, Fasan und Wildschwein

Wildfleisch wird meist aus der kommerziellen Zucht verwendet. Dennoch werden diese Wildtiere relativ frei gehalten und müssen sich ihr Futter selber suchen. Zufütterung ist selten. Dies führt zu einer hohen Qualität des Fleisches, aber auch dem typischen Wildgeschmack. Denn synthetische Futtermittel wurden nicht für die Wildfütterung verwendet. Wildfleisch gilt einerseits als fettarm und andererseits als blutreich. Zudem enthalten sie viele Nährstoffe, Mineralien und Vitamine. Insbesondere Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, Vitamin B, Selen, Eisen und Zink ist in diesem besonderen Fleisch vorhanden.

Der Hund erhält durch den Verzehr kräftige Knochen sowie glänzendes, gesundes Fell. Letztlich weist es nur eine geringe Menge an Purin und Cholesterin auf. So wird einer Gichterkrankung und der Entstehung einer Hyperlipidämie vorgesorgt. Das Protein des Wildtieres ist besonders hochkonzentriert und weist damit eine sehr hohe Bioverfügbarkeit auf. Der Hund kann dieses Protein besonders gut verwerten. Aufgrund der Haltungsweise des Wildes gilt das Fleisch zudem als ökologisch wertvoll. 

Das Fleisch kann in unterschiedlicher Form im Nassfutter verarbeitet werden:

Ganze Fleischstücke

Überwiegend handelt es sich hierbei um Muskelfleisch. Doch auch Innereien, sowie Fleischanteile mit einem hohen Mineraliengehalt können auf diese Weise im Futter gefunden werden. In den meisten Nassfutter-Sorten werden unterschiedliche Fleischsorten in einer Futtermischung verarbeitet. Doch ist es in den meisten Fällen lediglich die geschmacksgebende Sorte, die auf der Inhaltsangabe vermerkt wird. Einige Hersteller geben die einzelnen Sorten prozentual an.

Formfleisch

In diesen Fällen handelt es sich um ein Fleischgemisch, das aus unterschiedlichen Fleischsorten vermischt und maschinell in Form gebracht wird. Auch wenn es sich für den Mensch ungewöhnlich anhören mag, ist es dennoch von guter Qualität.

Vitaminzusätze und Co.

Keine Frage, Vitamine und Mineralstoffe werden vom Hund dringend benötigt, damit alle Körper- und Zellfunktionen unterstützt werden können. Es ist richtig, dass nur geringe Mengen notwendig sind, damit diese Funktionen optimiert werden können. Grundsätzlich sollte man davon ausgehen können, dass sie in hochwertigem Nassfutter in ausreichender Menge vorhanden sind.

Dennoch sind Vitaminzugaben in vielen Futtersorten aufgeführt. Um entscheiden zu können, ob dies sinnvoll ist, muss man wissen, ob diese Vitamine wasser- oder fettlöslich sind. Natürlich soll ein Mangel vermieden werden. Doch darf es auch nicht zu einem Überschuss kommen. So kann beispielsweise ein Überschuss von wasserlöslichen Vitaminen zu Funktionsstörungen der Nieren führen.

Auch bei chronischen Erkrankungen muss man achtsam sein. So kann es bei chronischen Herzerkrankungen notwendig sein, dass die Entwässerung des Hundes medikamentös unterstützt werden muss. In diesen Fällen werden die wasserlöslichen Vitamine ebenfalls schneller ausgeschwemmt. Das bedeutet, dass man etwa Vitamin C zusätzlich zugeführt werden muss. Allerdings sollte es nicht über das Nassfutter geschehen. Denn der Hundeorganismus kann Vitamin C eigenständig herstellen. Dies gilt ebenso für die Vitamine der B-Reihe.

Das Thema Vitaminzusätze im Hundefutter ist nicht leicht. Sollte der Hund tatsächlich einen Vitaminmangel aufweisen, ist es sinnvoll, sich mit dem Tierarzt zusammenzutun, damit dieser einen optimalen Weg findet, die Vitamine zu substituieren.

Große oder kleine Dose = Großer oder kleiner Hund

Es ist korrekt, dass große Futterdosen im Vergleich zu den kleineren Dosen günstiger sind. Allerdings sollte man auch darauf achten, dass es nicht immer möglich ist, dass Futter vollständig bei einer Mahlzeit zu verfüttern, wenn man nicht gerade mehrere Hunde besitzt. Damit ein kleiner Hund stets frisches Nassfutter erhält, sollte er aus kleineren Dosen seine Portionen erhalten.

Natürlich hält sich das Nassfutter auch im Kühlschrank für zwei bis drei Tagen. Allerdings sollte man genau hinschauen, wenn man füttert, damit nicht aus Versehen zu großen Portionen ausgegeben werden. Dies könnte schnell zu einem Übergewicht führen.

Aus diesem Grunde sind auch die kleinen Schälchen mit Nassfutter eine gute Variante. Sicherlich füllen sie den Mülleimer schneller als die größeren Dosen. Doch geht es um die Gesundheit des Hundes. Auf diese Weise kann das Futter korrekt zugeteilt werden.

Eines aber sollte man ebenfalls beachten. Jeder Tag, den die Dose geöffnet ist, verliert das Futter an Geschmack. Besitzen Sie einen anspruchsvollen Hund, wird er spätestens am 3. Tag das Futter nicht mehr anrühren. Passen Sie die Größe der Dose Ihrem Hund und seinen Bedürfnissen an. Dann kann nichts schiefgehen.

Inhaltsstoffe, die jeder Hund braucht

Die Inhaltsstoffe, die wir im Nassfutter finden, können, kurz zusammengefasst, in notwendige und nicht notwendige unterteilt werden. In welcher Zusammensetzung sie für den jeweiligen Hund benötigt werden, ist von dessen Rasse, Größe, Alter und Aktivität abhängig.

Notwendige InhaltsstoffeNicht notwendige Inhaltsstoffe
Kohlenhydrate (nur Reis oder Kartoffeln)Kohlenhydrate in Form von Getreide
Fette aus tierischer QuelleFette aus pflanzlichen Quellen
Öle in Form von Lein- oder FischölPflanzliche Öle, mit Ausnahme von Leinöl
Zusätze in Form von Kräutern und GemüseMineralstoffe und Vitamine!
 Zucker!

Gerade mit dem Zusatz von Vitaminen und Mineralstoffen wird gerne geworben. Vielleicht ist es für den einen oder anderen Hund auch tatsächlich notwendig, diese zusätzlich zu erhalten. Doch sollte dies nicht über das Futter geschehen. Beraten Sie sich diesbezüglich mit Ihrem Tierarzt.

Kann man sich wirklich auf die Fleischqualität verlassen?

Oftmals wird gefragt, wie man sich denn auf die Qualität des Nassfutters verlassen kann. Schließlich könnten die Hersteller ja viel auf die Verpackung schreiben. So einfach ist es für die Hersteller von Hundenassfutter dann aber doch nicht. Wir dürfen nämlich die Futtermittelverkehrsverordnung nicht vergessen.

Die deutsche Futtermittelverkehrsverordnung basiert auf einer EU-Verordnung. Eigentlich wurde sie erstellt, damit gewährleistet werden kann, dass die vom Tier gewonnenen Lebensmittel für die menschliche Gesundheit keine Gefahr darstellen.

Auch wird überwacht, ob für ein ausreichendes Tierwohl gesorgt ist. Ebenfalls eine Verhinderung der Gefährdung des Naturhaushaltes fällt in diese Rubrik. Eine Vielzahl von Vorschriften sorgt dafür, dass diese Punkte eingehalten werden. Selbstverständlich führen auch Kontrollen zu einem entsprechenden Erfolg.

Folgendes wird von den Behörden in regelmäßigen Abständen kontrolliert, um die Einhaltung der Vorschriften auch tatsächlich zu gewähren:

  • Futtermittel für Tiere jeglicher Art, Vormischungen für Futtermittel sowie Futtermittelzusatzstoffe
  • Unerwünschte und verbotene Stoffe, Mittelrückstände sowie Verschleppungen von Arzneimitteln
  • Bezeichnungen und Auflistungen / Kennzeichnung von Futtermitteln, Vormischungen und Futtermittelzusatzstoffen

Zudem werden die Verbote zum Schutz vor Täuschung sowie die Werbung überwacht. Damit die Produktionskette geschlossen überwacht werden kann, müssen die Kontrollen an allen Punkten vorgenommen werden. Somit werden die landwirtschaftlichen Betriebe, in denen die Schlachttiere aufwachsen, einschließlich ihrer Maschinerie, Tierärzte, Händler, Futtermittelhersteller, aber auch Lagerhalter und Transporteure kontrolliert. Da auch aus dem Ausland Fleisch importiert wird, muss auch der Zoll seinen Beitrag leisten und die Einfuhrpapiere sowie die Waren streng kontrollieren.

All diese Maßnahmen führen dazu, dass die Futtermittelhersteller nicht anders können, als Hundenassfutter herzustellen, das keine Gefährdung für die Gesundheit des Tieres darstellt.

Welche Hersteller von Hundenassfutter kann man ruhigen Gewissens empfehlen?

Bevor einige Hersteller genannt werden, soll noch einmal darauf aufmerksam gemacht werden, dass es unter anderem eine Frage des persönlichen Budgets ist, welcher Hersteller präferiert werden kann. Vergessen wir an dieser Stelle nicht, dass ein hochwertiges Hundefutter selbstverständlich seinen Preis hat. Wird besonderes Fleisch verlangt, etwa Pferd, Büffel, Känguru oder ähnliches, muss mit noch höheren Preisen gerechnet werden. Doch manchmal geht es eben einfach nicht anders – der Gesundheit des Hundes zuliebe.

Die folgenden Hersteller bieten Futter mit einer sehr guten Qualität an:

Dies ist nur eine kleine Auswahl. Lassen Sie sich gerne im Fachhandel beraten, um genau das richtige für Ihren vierbeinigen Freund zu erstehen.

Was ist von veganem Nassfutter für Hunde zu halten?

Die Gründe, warum immer mehr Hundehalter nach veganem Hundefutter fragen, sind rein ethischer Natur. So wie sie keine tierischen Produkte zu sich nehmen möchten, erwarten sie dies auch von ihrem Hund. Die Hersteller für Hundefutter haben mit entsprechenden Produkten reagiert. Mit artgerechter Ernährung des Hundes hat dies allerdings nichts zu tun.

Allerdings muss man auch hinzufügen, dass es bislang noch keine Langzeitstudien gibt, die ein Pro oder ein Contra unterstützen würden. Wer sich den Gegebenheiten der Natur und damit der natürlichen Abstammung eines Hundes verpflichtet fühlt, würde sich gegen die vegane Ernährung entscheiden. Sie ist nicht naturgemäß.

Auf der anderen Seite stehen die Menschen, die unseren Mitgeschöpfen in puncto Nahrung / Ernährung nicht mehr zur Last fallen wollen und deshalb tierische Nahrung grundsätzlich ablehnen. Halten sie fleischfressende Haustiere, erwarten sie von ihnen selbiges. Nun kann sich der Hund bedingt an eine fleischlose Ernährung anpassen. Ob es ihm jedoch gut bekommt, diese ein Leben lang zu erhalten, werden wir erst am Ende der aktuell noch laufenden Langzeitstudien erfahren. Bis dahin ist es eine ganz persönliche Entscheidung eines jeden Hundehalters, ob er die fleischlose Kost für seinen Hund verantworten kann und will.

Tun Sie Ihrem Hund den Gefallen und nehmen den Tierarzt zur regelmäßigen Kontrolle der Hundegesundheit und dem Einholen von entsprechenden Ernährungstipps mit ins Boot. Das sind Sie Ihrem Hund schuldig.

FAQ

🐶 Ist ein Nassfutter für den Hund zwingend notwendig?

Nein, es gibt außer der Nassfütterung noch andere Variante, die ausschließlich angewandt werden können – Trockenfutter, BARFEN, frisch kochen (täglich). Es ist eine bewusste Entscheidung für eine Fütterungsweise.

🐶 Welche Fleischsorten werden für das Nassfutter eingesetzt?

Am häufigsten werden Rind, Huhn und Pute zu Nassfutter verarbeitet. Doch lassen sich auch andere Fleischsorten wie Lamm / Schaf, Ziege, Pferd, aber exotische Tiefe wie Büffel, Känguru oder Strauss finden. Je exklusiver die Fleischsorte ist, desto teurer wird auch die Dose Nassfutter sein.

🐶 Wie viel Nassfutter braucht ein Hund pro Tag?

Die Antwort auf diese Frage muss individuell gegeben werden. Die Größe und das Alter des Hundes, sein täglicher Aktivitätsstatus sowie die Rasse sind entscheidend für die tägliche Futterration. Die Angaben des Herstellers sind lediglich Richtlinien.

🐶 Welche Vorteile bietet das Nassfutter?

Bei Nassfutter handelt es sich um ein Alleinfutter, das schnell und effektiv gefüttert werden kann. Es ist nicht notwendig, weitere Futtermittel einzusetzen. Zudem sind sie lagerfähig und können gut eingeteilt werden.

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