Nassfutter für den Hund

Nassfutter Hund
Nassfutter für den Hund | Foto: PavelVinnik / Bigstockphoto.com

Eine natürliche Fütterung mit artgerechten Futtermitteln ist sicher das Anliegen vieler Hundebesitzer. Als große Fans der Nassfütterung freuen wir uns darauf, Ihnen in diesem Artikel diese Futterform näher zu bringen und neben Fakten auch einiges an Hintergrundwissen zu vermitteln.

Generell gilt die Nassfütterung mit hochwertigen Futtern als sehr artgerecht und ist deshalb eine relativ unkomplizierte Form, das fellnasige Familienmitglied gesund zu ernähren.

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Was ist Nassfutter genau? – Merkmale, Geschichte, Hintergrundwissen

Nassfutter ist auch unter der Bezeichnung Feuchtfutter bekannt und zeichnet sich, wie die Namen bereits vermuten lassen, durch einen im Vergleich zu Trockenfutter deutlich höheren Feuchtigkeitsgehalt des Produkts aus.

Anders als Trockenfutter, das nur eine Feuchte von bis zu 14 Prozent aufweist, muss Nassfutter mindestens 34 Prozent Feuchte haben. Üblicher bei hochwertigen Futtern ist ein Feuchtigkeitsgehalt von 50 bis zu 80 Prozent, mitunter sogar 85 Prozent.

Je nach Produkt und Hersteller werden für die Zusammensetzung Muskelfleisch und tierische Nebenerzeugnisse wie Schlund, Mägen, Hälse, Herzen, aber auch weniger hochwertige tierische Nebenerzeugnisse wie Euter oder Schwarte verwendet.

Neben den fleischlichen Bestandteilen können auch Wasser, Brühe, Obst, Gemüse, Öle und pflanzliche Kohlenhydratquellen Teil der Rezeptur sein. Diese reicht von reinen Fleischgerichten bis hin zu artgerecht zusammengestellten Mahlzeiten aus Fleisch, Gemüse, Obst und Kohlenhydraten.

Je nach Zutaten und Hersteller kann Nassfutter in Form, Aussehen und Geruch variieren: So gibt es Produkte mit klar erkennbaren Fleischfasern, Fleischbrocken und Gemüsestückchen, aber auch Futtermittel, bei denen alle Zutaten breiartig vermischt sind. Mitunter findet sich Gelee oder Sauce im Futter.

Als Kohlenhydratquelle kommen je nach Qualität des Produkts Weizen oder andere Getreide oder getreidefreie Alternativen wie Kartoffeln oder Süßkartoffeln zum Einsatz.

Je nach Zusammenstellung handelt es sich bei Nassfutter meist um sogenannte Alleinfuttermittel – sie decken also alle ernährungsphysiologischen Ansprüche des Tieres ab.

Wichtige Inhaltsstoffe werden bei reinen Sorten mit sehr hohem Fleischanteil mitunter in Form von Mineralien- oder Vitaminzusätzen hinzugegeben.

Wurde sich in vergangenen Jahrhunderten wenig Gedanken um die Ernährung des Hundes gemacht – er bekam Reste der Mahlzeiten der Familie oder Abfälle – wurde durch das Aufkommen des Hundesports und des Jagdsports mit verschiedenen Ernährungsformen experimentiert.

Mit dem Aufkommen von Nahrungskonserven wurde auch der Hundefuttermarkt verändert. Laut Eigenaussage war die Firma Bubeck eine der ersten, die auf dem deutschen Markt Nassfutter in Konserven anbot und somit eine Alternative zur Fütterung mit Rohfleisch oder Trockenfutter schaffte.

Mittlerweile finden sich im Handel nicht nur Nassfutter in Konservendosen unterschiedlicher Größe – meist mit 400 oder 800 Gramm Inhalt, seltener mit 200 Gramm -, sondern auch in Schälchen mit kleinen Portionen oder im wiederverschließbaren Frischebeutel.

Herstellung von Nassfuttermitteln

Bei der Herstellung von Hundefutter in Feuchtform haben sich zwei Verfahren etabliert, die auch in der menschlichen Lebensmittelverarbeitung finden:

Beim klassischen Herstellungsprozess werden die Zutaten vorbereitet, gemischt und in Büchsen abgefüllt. Anschließend werden diese Dosen in einer Maschine, der sogenannten Autoklave, sterilisiert. Dieser Prozess erfolgt durch eine Wärme- und Druckbehandlung.

In der Regel wird das Futter für mindestens 60 Minuten auf eine Temperatur von mindestens 121 Grad Celsius unter Druckeinwirkung erwärmt. Somit werden Bakterien und Keime abgetötet und das Futter konserviert.

Eine andere Form der Produktion von Nassfutter ist die der Kaltabfüllung, die als sehr schonend gilt. Hier wird das Futter beim Abfüllprozess auf 4 Grad Celsius herunter gekühlt. Die Keimvermehrung soll dadurch vermindert werden. Ferner sollen Vitamine und andere Nährstoffe durch die Kaltabfüllung erhalten bleiben.

Welche Unterarten von Nassfutter gibt es?

Nassfutter unterscheidet sich nicht nur durch die Zutaten, den Feuchtigkeitsgehalt und die Art der Abfüllung, sondern es haben sich mittlerweile einige Unterarten auf dem Markt etabliert, die verschiedene Ernährungsanforderungen der Hunde oder Ansprüche der HalterInnen abdecken sollen.

Diätetisches Nassfutter

Diätetische Futtermittel sollen der Gesundheit förderlich sein und werden meist in der Zusammenarbeit mit TierärztInnen entwickelt. Die Zusammensetzung der einzelnen Sorten ist speziell auf das Krankheitsbild des Tieres und die damit verbundenen besonderen Ernährungsanforderungen ausgerichtet.

Einen Großteil der Sorten aus dieser Rubrik machen Diät-Futter aus, die das Tier bei der Gewichtsreduktion unterstützen soll. Es wird bei übergewichtigen Tieren gegeben, Rassen, die zu einer schnellen Gewichtszunahme neigen und in Situationen, in denen das Tier einen verringerten Energiebedarf hat, etwa bei Krankheit oder im fortgeschrittenen Alter und weist meist einen niedrigeren Protein- und Fettgehalt auf. Auch bei Fell- und Hautproblemen, Beschwerden mit dem Verdauungstrakt oder der Niere kann zu diätischen Futtermitteln gegriffen werden.

Nassfutter aus Insektenprotein

Nassfutter auf Insektenbasis ist eine spannende Alternative zu den üblichen Fleischkonserven und das gleich aus mehreren Gründen. Zum einen spricht für diese Form der Ernährung der nachhaltige Aspekt des Futters: Die klassische Massentierhaltung mit ihren schädlichen Folgen für die Umwelt und dem damit verbundenen Tierleid wird nicht unterstützt.

Insektenprotein kann in großen Mengen auf recht kleiner Fläche gewonnen werden, ohne viele Ressourcen zu verbrauchen oder Abgase und Müll zu produzieren.

Wer mit Tierschlachtung ein Problem hat, kann sich mit dieser Form der Fütterung vielleicht ebenfalls leichter anfreunden. Zudem vertragen viele Hunde, die starke Futtermittelallergien haben, diese Form der Ernährung meist sehr gut und weisen keine Unverträglichkeiten auf.

Getreidefreies Nassfutter

Nassfutter ist nicht gleichzusetzen mit hochwertigem Futter. Auch in Feuchtfuttern können sich viele pflanzliche Nebenerzeugnisse finden lassen, die aus Kostengründen verarbeitet wurden. In getreidefreien Nassfuttern wird auf die Zugabe von Getreide verzichtet.

Entweder handelt es sich um reine Fleischdosen oder um Gerichte mit anderen pflanzlichen Kohlenhydratquellen, etwa in Form von Süßkartoffel oder Kartoffel.

Da nicht jedes Getreide gleich gut vom Hund verarbeitet werden kann und vor allem Weizen für viele Tiere einen potentiellen Allergieauslöser darstellt, eignen sich getreidefreie Sorten vor allem für ernährungssensible Hunde.

Semi-moist-Nassfutter

Das sogenannte Soft-Futter oder Halbfeuchtfutter hat einen geringenen Wasseranteil als das Nassfutter. Er muss bei mindestens 16 Prozent liegen, befindet sich aber meist zwischen 20 bis 45 Prozent.

Anders als das klassische Dosenfutter wird das Semi-Moist-Futter nicht in Brocken- oder Breiform, sondern als Pellet oder Krokette angeboten und in Beuteln statt in Dosen verkauft.

Bio-Futter

Für HundehalterInnen, die nicht nur Wert auf die artgerechte Haltung ihres eigenen Tieres legen, sondern auch die Nutztiere und die Umwelt im Blick haben, ist ein Nassfutter in Bio-Qualität eine gute Wahl.

Diese Futtermittel müssen zu 100 Prozent aus Zutaten aus zertifiziert biologischem Anbau und artgerechter Haltung bestehen. Somit wird auch sicher gestellt, dass das Fleisch frei von Wachstumshormonen und Antibiotika ist und dass die pflanzlichen Bestandteile des Futters nicht mit Pflanzenschutzmitteln oder Dünger belastet sind.

Vegetarisches oder veganes Nassfutter

Auch wenn Hunde überwiegend Fleischfresser sind, muss mitunter manchmal aus gesundheitlichen Gründen zu einer rein pflanzlichen Kost oder einer vegetarischen Ernährungsform gegriffen werden. Im Handel gibt es mittlerweile verschiedene vegetarische oder vegane Nassfutter, die auf pflanzliche Eiweißquellen zurückgreifen.

Um sicherzustellen, dass diese Produkte den ernährungsphysiologischen Ansprüchen des Tieres gerecht werden, ist es ratsam, gemeinsam mit der behandelnden Tierärztin nach einem geeigneten Produkt zu suchen. Neben Alleinfuttermitteln gibt es auch Gemüse-Nassfutter, die als Ergänzungsfuttermittel beim Barfen oder als Zugabe zum Trockenfutter gedacht sind.

Nassfutter mit Fleisch in Lebensmittelqualität

Nassfutter mit Fleisch in Lebensmittelqualität mag höherpreisiger sein als anderes Feuchtfutter, ist aber in der Regel sein Geld wert. Hersteller, die entsprechend gekennzeichnet verwendete Rohstoffe verwenden, garantieren, dass diese den strengen Vorgaben der Lebensmittelindustrie gerecht werden müssen.

Sie erhalten dadurch Hundefutter in besonders hoher Qualität und können davon ausgehen, dass keine billigen Füllstoffe und Abfallprodukte in dem Hundefutter verwendet werden.

Wie wird Nassfutter gefüttert?

Nassfutter wird in der Regel einfach aus der Dose in den Napf gegeben und direkt zum Verzehr angeboten. Bei vielen Produkten handelt es sich um Alleinfuttermittel, sodass eine Zugabe von anderen Futtermitteln nicht erforderlich ist. Handelt es sich um reine Fleischdosen, kann es sinnvoll sein, die Portion mit einer Kohlenhydratquelle anzureichern, etwa Kartoffelflocken.

Auch die Beimischung von etwas Obst oder Gemüse ist in solchen Fällen sinnvoll, um eine ausgewogene Mahlzeit zu kreieren – schließlich verzehren Wölfe und Hunde bei ihren Beutetieren in der Regel auch den Magen mit den pflanzlichen Inhaltsstoffen mit oder fressen Beeren oder andere pflanzliche Produkte.

Da das Futter nach dem Öffnen schnell verdirbt und besonders anfällig für Schimmel und Bakterien ist, sollte die Portion direkt gefüttert und vom Tier verzehrt werden.

Futterreste sollten nicht im Napf zurück gelassen werden – insbesondere dann, wenn es warm ist, um ein Verderben des Produkts zu verhindern.

Bleibt in der Dose Futter zurück, kann diese gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Entsprechende Deckel sind sowohl im Heimtierbedarf als auch in großen Supermärkten für verschiedene Dosengrößen erhältlich.

Gekühlt hält sich das Futter je nach Herstellerangabe ein bis zwei Tage. Vor dem Servieren sollte sich das Futter kurz auf Zimmertemperatur erwärmen können. Es sollte nicht kalt gefüttert werden, um für den Hund bekömmlicher zu sein.

Neben der Alleinfütterung wird auch die gemischte Fütterung mit Trockenfutter gern praktiziert: Dabei wird Nassfutter zur besseren Akzeptanz und zur Ergänzung des Nährstoffprofils unter das Trockenfutter gemischt, bevor es gefüttert wird.

Die empfohlene Tagesmenge richtet sich nach Hund und Herstellerprodukt. Generell sind die Mengen an Futter aber größer als beim Trockenfutter, da mehr Wasser enthalten ist.

Wichtig: Obwohl der Feuchtigkeitsgehalt vergleichsweise hoch ist, sollte dem Hund auch immer frisches Wasser zur Verfügung stehen.

Welche Hersteller bieten Hundefutter in Nassform an?

Die meisten Hersteller bieten sowohl Nass- als auch Trockenfutter an; einige Unternehmen haben sich auch komplett auf die Produktion von Nassfutter fokussiert, etwa Paul’s Beute.

Hersteller wie Landgut oder MjaMjam führen auch Futter aus Insektenbasis.

Weitere bekannte Hersteller sind unter anderem:

  • Wolfsblut
  • Anifit
  • Hardy’s Traum
  • Wolf of Wilderness
  • Rocco
  • Exclusion
  • Happy Dog
  • Almo Nature

Welche Vorteile hat dieses Hundefutter gegenüber anderen Futterarten

ideal für zu Übergewicht neigenden Hunde durch langsamere Sättigung
meist höherer Fleischanteil
kann den Wasserhaushalt des Tieres mit ausgleichen
geruchs- und geschmacksintensiv und daher bessere Akzeptanz durch den Hund
artgerechtere Form der Fütterung
meist kürzere Zutatenliste als bei Trockenfutter
leichter zu schlucken – ideal für Hunde mit Zahnproblemen, Senioren und Junghunde
überall erhältlich
geschlossen lange haltbar

Nachteile von Nassfutter

höherer Verpackungsmüll durch Dosen
hält sich nach Öffnung nur ein bis zwei Tage
muss nach Öffnung im Kühlschrank gelagert werden
schwerer zu transportieren
aufwendigere Portionierung und Gabe als bei Trockenfutter
intensiverer Geruch
höherer Verbrauch durch erhöhten Wasseranteil
meist teurer durch höheren Fleischanteil
Produkte können synthetische Konservierungsmittel enthalten

Für wen ist dieses Futter besonders geeignet?

Nassfutter ist eine gute Wahl für alle HundebesitzerInnen, die ihrem Vierbeiner eine besonders naturbelassene und beuteähnliche Ernährung ermöglichen wollen, ohne Barfen zu müssen. Diese Form der Fütterung gilt als sehr artgerecht, insbesondere dann, wenn das Futter einen hohen Anteil an qualitativ hochwertigem Fleisch aufweist und neben diesem auch andere wichtige Inhaltsstoffe wie tierische Innereien und einen kleinen Anteil Obst, Gemüse und gut verdauliche Kohlenhydrate enthält.

Wer aus zeitlichen, finanziellen oder persönlichen Gründen keine Frischfütterung durchführen kann oder möchte, der findet mit dem Nassfutter einen guten Mittelweg, denn hochwertiges Nassfutter weiß mit einem hohen Fleischanteil und einer beuteähnlichen Rezeptur zu überzeugen.

Somit stellt diese Form des Futters übrigens auch eine gute Notreserve für versierte Barfer an, die im Krankheitsfall oder bei Zeitnot gut auf ein paar Dosen zurückgreifen können. Im Urlaub, wenn nicht klar ist, wie vor Ort an Fleisch in einer entsprechenden Qualität zu kommen ist, kann ein hochwertiges Nassfutter ebenfalls eine praktische Alternative darstellen.

Auch wer nicht gerne mit rohem Fleisch hantiert oder sich eine sichere Zubereitung nicht zutraut, kann Nassfutter mit sehr hohem Fleischanteil wählen und dann selbstständig mit Kohlenhydraten und Obst und Gemüse ergänzen und so trotzdem eine perfekt auf den Hund abgestimmte Kost füttern.

Für Hunde mit Unverträglichkeiten kann Nassfutter ebenfalls sehr gut geeignet sein: Da die Zutatenliste je nach Produkt sehr kurz ausfallen kann, eignet es sich bestens für Ausschlussdiäten und kann nach Ermittlung der problematischen Inhaltsstoffe in der entsprechenden Sorte als Dauerkost genutzt werden.

Es gibt sehr viele Hersteller, die hypoallergene Produkte oder Single-Protein-Gerichte anbieten. Letztere haben nur eine tierische Eiweißquelle und sind somit ideal für Tiere mit Unverträglichkeiten. Zudem sind viele Sorten frei von Getreide oder zumindest glutenfrei und somit toll für die bewusste Fütterung von Tieren mit besonderen Ernährungsanforderungen.

Nassfutter für alle Altersstufen und Hunderassen?

Nassfutter ist für alle Altersstufen und Hunderassen geeignet.

Bereits für Welpen und Junghunde bieten viele Hersteller eigens zusammengestellte Rezepturen an. Bei den Puppy-Produkten ist meist der Anteil an Protein und Fett etwas höher angesetzt für ein gesundes Wachstum. Am größten ist die Auswahl an Nassfuttern im Adult-Bereich.

Auch Senioren profitieren von Nassfutter, insbesondere dann, wenn sie Probleme mit dem kauen oder Schlucken haben. Das Nassfutter kann leichter aufgenommen werden, belastet den Wasserhaushalt nicht – sehr wichtig bei den Grauschnauzen, die mitunter weniger trinken – und lässt sich meist auch leichter verdauen.

Da die Futtermittel anders als bei Trockenfutter auch nicht in Pellets oder Kroketten mit einer gewissen Größe gepresst werden müssen, kann ein und das selbe Futter problemlos von Vertretern kleiner und großer Rassen verzehrt werden.

Dennoch bieten viele Hersteller spezielle Sorten für kleine Rassen an: Die Mini-Sorten sind meist in Schälchen oder Beutelchen erhältlich, sodass der Käufer kein überschüssiges Futter zurückbehält.

Getreidefreies Nassfutter für den Hund | Foto: parrus / Bigstockphoto.com

Woran erkenne ich ein gutes Nassfutter?

  • Offene Deklaration
  • Hoher Fleischanteil
  • enthält hochwertige tierische Innereien
  • enthält Muskelfleisch
  • enthält geringen Anteil an Obst und/oder Gemüse
  • enthält geringen Anteil an Kohlenhydraten
  • enthält hochwertige Öle
  • frei von Getreide oder gut verdauliches Getreide wie Reis
  • ohne potentielle Allergene wie Gluten, Soja und Laktose
  • ohne synthetische Konservierungsmittel
  • ohne Lockstoffe und Aroma
  • ohne Zucker
  • Frei von Antibiotika und Wachstumshormonen
  • Fleisch am besten aus artgerechter Tierhaltung
  • Ideal: Fleisch in Lebensmittelqualität
  • schonende Zubereitung

Woran erkenne ich ein schlechtes Feuchtfutter?

Wer ein Nassfutter nach den oben genannten Aspekten auswählt, sollte trotzdem darauf achten, ob das Produkt eine gute Qualität aufweist – diese kann nämlich durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden:

Enthält das Futter nur Innereien oder überwiegend pflanzliche Nebenerzeugnisse, wird der Hund möglicherweise nicht alle nötigen Inhaltsstoffe bekommen und auch hungrig bleiben. Hochwertige tierische Innereien sind zwar ein Muss, aber Muskelfleisch sollte ebenso enthalten sein.

Besteht ein Futter überwiegend aus für den Hund minderwertigen tierischen Nebenerzeugnissen wie Schwarte oder Euter, handelt es sich um keine artgerechte Zusammensetzung. Zudem kann es sein, dass das Futter nicht gut verdaut werden kann, wenn die Rezeptur nicht artgerecht ist. Absolut tabu sollten auch Zucker oder Lockstoffe sowie Aromen sowie synthetische Zusatzstoffe und Konservierungsmittel sein.

Auch Öle mit zu vielen Omega-6-Fettsäuren sind nicht unbedingt ideal.

Wir das Nassfutter als Alleinfuttermittel gegeben, sollte ein kleiner Anteil des Futters wie bereits erwähnt aus Obst, Gemüse, Kräutern, Wurzeln und einer gut verdaulichen Kohlenhydratquelle bestehen, etwa Reis, Kartoffeln oder Süßkartoffeln.

Die Büchsen sollten heile und nicht verbeult sein. Achten Sie dabei auch auf feine Risse oder Lücken am Deckelbereich.

Zeigt sich Rost oder eine Eindellung oder Einkerbung, durch die Luft in die Dose gelangen kann, dann können Bakterien in der Dose Gase bilden und einen Fäulnisprozess beginnen. Dies wird mitunter auch durch eine ausgebeulte Dose sichtbar, bei der das entstandene Gas die Dose von innen verformt.

Ein weiterer Indikator für schlecht gewordenes Futter ist der damit einhergehende unangenehme Geruch. Mitunter kann sich das Produkt auch schon optisch verändert haben, aber meist ist der unangenehme Geruch bereits so aussagekräftig, dass keine Zweifel mehr bestehen und Sie das Futter nicht geben sollten.

Gärig kann das Futter übrigens auch werden, wenn es während des Produktionsvorgangs zu Problemen kam und die Futtermischung beispielsweise nicht vollständig erhitzt und somit haltbar gemacht wurde.

Achten Sie auch darauf, ob die Dose von innen beschichtet ist. Löst sich die Beschichtung und vermischt sie sich mit dem Futter, ohne dass Sie nachvollziehen können, woraus diese Beschichtung hergestellt wurde, sollten Sie ebenfalls davon absehen, das Produkt zu füttern.

Woran erkenne ich, ob mein Hund das Nassfutter gut verträgt?

Die Verdauung und die Akzeptanz von Seiten des Hundes sind meist zuverlässige Indikatoren, ob das Tier das gewählte Futter gut verträgt.

Ist die Verdauung geregelt und nicht beeinträchtigt, dann ist davon auszugehen, dass der Hund das Futter gut verwerten kann. Allerdings sollte beachtet werden, dass der Verdauungsapparat sich einige Zeit an das Futter mit höherem Wasseranteil gewöhnen muss, wenn von Trocken- auf Nassfutter umgestellt wird.

Auch ein höherer Fleischanteil kann sich in den ersten Tagen auf die Verdauung auswirken. Bei einer Umstellung sollte also eine gewisse Eingewöhnungszeit eingeplant werden. Hat der Hund Fell- oder Hautprobleme, reagiert er mit Erkältungssymptomen wie Niesen oder kratzt er sich viel, kann dies auch auf Probleme mit Futterunverträglichkeiten hinweisen.

Auch ein untypisches Verhalten, etwa starke Müdigkeit oder Apathie können Anzeichen dafür sein. Ist der Hund vital und sowohl Fell als auch Haut sind gesund und die Verdauung intakt, wird das Futter in der Regel gut vertragen.

Fazit

Wir halten Nassfutter für eine unkomplizierte und praktische Form der artgerechten und beutenahen Ernährung des Hundes und für eine tolle Alternative zum Barfen.

Meist weist die Rezeptur von Nassfuttern einen deutlich höheren Fleischanteil auf als die Trockenfutter des gleichen Herstellers, der Feuchtigkeitsgehalt ist höher und die Gefahr der Beeinflussung des Wasserhaushaltes nicht gegeben und auch eine Magenweitung ist bei Nassfutter nicht wahrscheinlich.

Allerdings ist Nassfutter nicht automatisch hochwertiges Futter. Um ein gesundes Alleinfuttermittel zu erhalten, muss die gewählte Sorte neben Muskelfleisch und hochwertigen tierischen Innereien in ausreichender Menge auch einen kleinen Anteil an Kohlenhydraten, Obst und Gemüse und im Idealfall auch ein gutes Öl enthalten.

Q&A

🐶 Was ist das beste Nassfutter?

In unserem Test schneiden vor allem die schwedischen Nassfutter sehr gut ab, da Schweden sehr strenge Maßstäbe für die Haltung von Nutztieren vorgibt und das Fleisch in den schwedischen Hundefuttern somit von artgerecht gehaltenen Tieren kommt. Es ist weder durch Antibiotika noch durch Hormone belastet. Ideal ist ein Futter mit Fleisch in Lebensmittelqualität. In unseren Tests schneiden neben unserem Favoriten Anifit auch MAC’s und Hardy’s Traum gut ab.

🐶 Was sollte Nassfutter enthalten?

Nassfutter sollte einen hohen Fleischanteil, am besten 70 Prozent oder mehr, enthalten. Neben Muskelfleisch sollten auch qualitativ hochwertige tierische Nebenerzeugnisse, etwa Herzen oder Lunge sowie ein kleiner Teil an Obst, Gemüse, Kräutern, Ölen und einer für Hunde gut verdaulichen Kohlenhydratquelle wie Kartoffeln oder Reis enthalten sein.

🐶 Welches Nassfutter wähle ich für empfindliche Hunde?

Für empfindliche Vierbeiner bieten sich Sensitiv- oder Single-Protein-Sorten an. Diese sind besonders bekömmlich in der Zusammensetzung und leicht zu verdauen.

Auch getreidefreie Gerichte sind eine gute Wahl, wenn Ihr Hund rasch mit Unverträglichkeiten auf Futter reagiert.

🐶 Ist Nassfutter gut für den Hund?

Wir sind bekannte Nassfutter-Fans und empfinden diese Form der Ernährung für den Hund als besonders artgerecht, da sie sehr naturnah und beutenah ist. Wichtig ist aber ein Nassfutter mit hohem Fleischanteil und hochwertigen Zutaten, dass frei von unerwünschten Inhaltsstoffen wie Zucker, Aroma- und Lock-, sowie Farbstoffen und Konservierungsmitteln ist.

🐶 Was ist besser: Trocken- oder Nassfutter?

Als Vertreter der Nassfütterung bevorzugen wir klar das Füttern von Nassfutter oder auch das Barfen da wir diese Ernährungsform als artgerechter empfinden. Wir verstehen allerdings auch, dass Trockenfutter für viele Personen in ihrer aktuellen Situationen die praktischere oder zugänglichere Form der Fütterung darstellen kann.

🐶 Darf ich Nassfutter kalt servieren?

Bitte achten Sie darauf, dass Nassfutter zimmerwarm zu servieren. Die meisten Hersteller machen dazu auch extra Angaben auf ihren Produktverpackungen. Kaltes Futter kann die Verdauung belasten und ist mitunter nicht so bekömmlich.

🐶 Was ist das beste Nassfutter für Allergiker?

Wenn Ihr Hund Allergien hat oder zu Allergien neigt, ist ein hypoallergenes Produkt eine gute Wahl. Meist weisen diese Futtersorten nicht nur eine kurze Zutatenliste auf, sondern sie haben auch häufig nur eine Protein- und eine Kohlenhydratquelle.

🐶 Welches Nassfutter sollte ich für Junghunde wählen?

Viele Hersteller bietet für Welpen und Junghunde sogenannte Junior-Sorten an, die einen höheren Fett- und Proteingehalt haben und so das Wachstum unterstützen und eine gute Wahl darstellen.

Letzte Aktualisierung am 23.11.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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