Hüftdysplasie bei Hunden

Hüftdysplasie bei Hunden Röntgenbild | Foto: pixpack / bigstock.com

Die Hüftdysplasie bzw. Hüftgelenksdysplasie bei Hunden ist auch unter der Abkürzung HD bekannt. Es handelt sich um eine Fehlentwicklung bzw. Fehlstellung des Hüftgelenks.

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Das Krankheitsbild

Wie der Name bereits erahnen lässt ist bei einer Hüftdysplasie das Hüftgelenk betroffen. Die Hüftpfanne verformt sich, weshalb der Oberschenkelknochen keinen richtigen halt darin findet. Es ist sogar charakteristisch, dass beide Hüftseiten betroffen sind, während sich aber nur eine Seite mit starken Schmerzen bemerkbar macht.

Die Dysplasie lässt sich in 5 verschiedene Schweregrade unterteilen, die von A – E reichen. Sie unterschieden sich hauptsächlich in ihrer Ausprägung. Die Gruppe A steht hierbei für einen gesunden Hund. Während beim Schweregrad E stark auffällige Veränderungen des Hüftgelenkes vorhanden ist und meist in Verbindung mit Arthrose auftritt.

Eine wesentliche Grundlage für die Dysplasie bildet die Genetik. Es wird angenommen, dass die Gene einen Anteil von 20 – 40 % haben. Allerdings sind Umwelteinflüsse wie Ernährung und Haltung Faktoren, die die Ausprägung und den Fortschritt der Dysplasie begünstigen aber auch beeinflussen können. Durch das Zusammenspiel von mehreren Faktoren gilt als multifaktorielles Geschehen.

Zum ersten Mal wurde die Fehlstellung bei Deutschen Schäferhunden festgestellt. Ein Grund, weshalb das Krankheitsbild gerne mit dieser einen Rasse in Verbindung gebracht wird. Obwohl bei größeren Hunden eine auffällige Häufung gibt, können auch kleine Hunderassen betroffen sein. Die Erklärung findet sich in der Wachstumsphase. Wachsen große Hunde zu schnell kann es zu Fehlstellungen des Skelettes kommen.

Symptomatik und Verlauf

Die Hüftdysplasie ist von starken Schmerzen und Einschränkungen der Bewegungen geprägt. Grund sind die krankhaften Umbauprozesse des Hüftgelenks (Coxarthrose). Bei der Ausprägung machen sich Alter und das Stadium der Krankheit bemerkbar.

Junge Hunde haben in erster Linie Schmerzen, da der Kopf des Oberschenkelknochens kaum Halt in der Hüftgelenkspfanne findet. Die unnormale Beweglichkeit reizt die schmerzregistrierenden Nervenfasern der Knochenhaut am Pfannenrand. Dagegen leiden ältere Hunden eher unter den Schmerzen der fortgeschrittenen degenerativen Veränderungen (Arthrose) des Hüftgelenks.


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Erste Anzeichen für eine Hüftdysplasie machen sich bereits bei alltäglichen Spaziergängen bemerkbar. Der Hund möchte wegen den Schmerzen keine weiten Strecken laufen, setzt sich öfters hin. Auffällig ist ein instabiler Gang. Die Hinterläufe zeigen beim Bewegen seitlich nach außen. Neben der optischen Wahrnehmung lässt sich die Fehlstellung der Hüfte auch hören. Das Gelenk gibt in der Bewegung knackende, klickende oder knirschende Geräusche.

Bei einigen Hunden kommt es vor, dass bereits bei geringer Belastung des Hüftgelenks zu unklarem lahmen in den hinteren Beinen kommt.

Hüftdysplasie bei Hunden Röntgenbild
Hüftdysplasie bei Hunden Röntgenbild | Foto: pixpack / bigstock.com

Die Diagnose

Eine Hüftgelenksdysplasie (HD) lässt sich nicht einfach nachweisen. Es werden häufig spezielle Tests benötigt, um eine sichere Diagnose stellen zu können. Grundsätzlich muss sichergestellt werden, dass keine andere Erkrankung des Skelettes vorhanden ist.

  • Knochenbrüche,
  • Luxationen,
  • Knochentumore und
  • die Legg-Calvè-Perthes-Krankheit

sind nur einige Beispiele, die eine sehr ähnliche Symptomatik aufweisen.

Der Ortolani-Test gilt in der Diagnose als gängigster Vertreter um HD zuverlässig nachzuweisen. Dafür wird der Hund auf die Seite gelegt und der Oberschenkel in einen rechten Winkel zur Wirbelsäule gelegt. Mit starkem Handdruck wird der Oberschenkelknochen ab dem Knie in Richtung Wirbelsäule geschoben. Ist bereits eine Instabilität vorhanden entsteht eine (Sub-)Luxation. Auch bekannt als Verrenkung, in dem es zu einem teilweisen oder vollständigen Kontaktverlust der Knochen im Gelenk kommt.

Wird der Oberschenkelknochen wieder in die Ursprungsstellunggeführt, rutscht der Oberschenkelkopf in die Pfanne zurück. Ist ein Klickgeräusch zu hören ist sehr wahrscheinlich eine Dysplasie der Hüfte vorhanden. Da es für schmerzbehaftete Hunde ein unangenehmer Test ist kann es unter Umständen zu einer kurzzeitigen Narkose kommen.

Röntgenaufnahmen haben sich bewährt um den Schweregrad der Erkrankung feststellen zu können. Um Schmerzen zu vermeiden wird der Hund in eine kurze Narkose gelegt. Was den zusätzlichen Vorteil hat, dass der Hund seine Gelenke ruhig im gestreckten Zustand lässt. Damit die Aufnahme Zuverlässig ist, muss die Positionierung exakt vorhanden sein. Anhand des Röntgenbildes wird zwischen primären und sekundären Kriterien unterschieden.

Zu den primären Kriterien gehört die Ausformung des Hüftgelenkes und die Feststellung, dass das Gelenk nicht zusammenpasst. Entsprechend kann bestimmt werden, wie locker das Gelenk sitzt und wie die Ausformungen der Gelenkpfanne sowie des Hüftkopfes ist. Zur Überprüfung wird der Norberg-Winkel zu Grunde gelegt. Bei einem gesunden Hund ist der Winkel größer als 105°. Der Winkel hat gleichzeitig einen weiteren Vorteil: Er zeigt rassebedingte Unterschiede auf.

Die sekundären Kriterien weisen auf Arthrose hin. Schäden, infolge von Fehlbelastungen. Die Morgan-Linie stellt hier einen sensiblen Frühmarker dar. Doch nicht alle Hunde, die eine Morgan-Linie aufzeigen, haben eine Hüftdysplasie oder Arthrose.

Hüftdysplasie bei Hunden
Hüftdysplasie bei Hunden | Foto: pixpack / bigstock.com

Die Therapie

Die Hüftdysplasie ist nicht Heilbar. Ist die Diagnose einmal gestellt, entscheiden Alter, Gesundheitszustand und Krankheitsverlauf über die Behandlung.

Neben der symptomatischen Behandlung der Schmerzen gibt es auch operative Eingriffsmöglichkeiten. So kommt es zum Beispiel, wenn die Hüfte in zu starker Mitleidenschaft gezogen wurde zu einem Austausch mit einem künstlichen Gelenk. In der Regel tritt eine deutliche Verbesserung ein. Vorausgesetzt, dass im Anschluss erneut Muskulatur aufgebaut wird. Zum Beispiel durch Schwimmen.

Neben dem Austausch der Hüfte gibt es noch andere operative Möglichkeiten. Bei jungen Hunden kommen gerne drei unterschiedliche operative Eingriffe in Betracht.

Eine davon ist die Osteotomie des Beckens. Mithilfe der Osteosynthese soll der Beckenknochen korrigiert und stabilisiert werden. Dazu werden die Beckenknochen durchtrennt, leicht seitlich gekippt und mit Draht, Schrauben, Platten, Marknagel oder Zement fixiert. Wichtig ist, dass noch keine Arthrose vorhanden ist.

Bei einer Kapselstraffung werden die Gelenkkapseln gestrafft. Auch hier ist es wichtig, dass die Abnutzungen noch nicht ausgeprägt vorhanden sind. Subluxationen können so verhindert werden und das Fortschreiten der Erkrankung somit gestoppt.

Ein Hund mit Hüftdysplasie wird operiert
Ein Hund mit Hüftdysplasie wird operiert. | Foto: hplovecraft.mail.ru / Depositphotos.com

Zahlreiche Eingriffe sind aber lediglich zur Minimierung der Schmerzen ausgelegt. Auch hier gilt es abzuwägen, ob der Eingriff angebracht ist. So gibt es die sogenannte PIN-Operationen. Dabei wird der musculus pectineus durchtrennt oder entfernt und der Gelenkkapselrand wird umschnitten um der schmerzleitenden Nervenfasern zu unterbinden.

Bei dem musculus pectineus handelt es sich um einen Oberschenkelmuskel, der direkt an die Hüfte grenzt und unter anderem für die wegdrehende Bewegung zuständig ist. Aus der praktischen Erfahrung bleiben die meisten Hunde über einige Jahre schmerzfrei.

Eine andere Möglichkeit bietet die Femurkopfresektion. Dafür wird der Gelenkkopf des Oberschenkelknochens entfernt. Zwischen dem Oberschenkel und dem Becken entwickelt sich eine bindegewebeähnliche Verbindung. Allerdings kommt es regelmäßig vor, dass trotz Physiotherapie eine dauerhafte Funktionsstörung zurückbleibt. Dafür aber schmerzfrei ist.

In manchen Fällen kommt eine Stammzellentherapie zum Einsatz. Knorpel werden so auf natürliche Weise aufgebaut, was zu merklich weniger Schmerzen führt.

Ist die HD nicht operabel wird eine dauerhafte Schmerztherapie angewandt. So kann noch für eine lange ausreichende, möglichst schmerzfreie bzw. gelinderte Lebensqualität gesorgt werden.

Neben der medikamentösen und operativen Behandlung ist es auch wichtig im Alltag auf die Dysplasie einzugehen. Es gilt Bewegungen zu vermeiden, die die Hüfte noch mehr schädigen und damit noch mehr Schmerzen auslösen können. Gemeint sind zum Beispiel stauchende Bewegungen wie springen auf harten Untergründen und zahlreiches Treppen laufen.

Unabhängig der Behandlungsform wird gerne zur Physiotherapie geraten. Es lindert die Schmerzen und baut zeitgleich Muskulatur auf. Gelegentlich werden auch orthopädische Hundebetten empfohlen. Es gibt zwar noch keine nachgewiesenen Studien, die die Wirkung eines solchen Bettes bei HD bestätigen, allerdings konnte bei vielen Hunden eine Schmerzlinderung beobachtet werden.

Lässt sich der HD vorbeugen?

Im Vorfeld ist es ungewiss, ob der Hund einmal an einer Hüftdysplasie leiden wird oder nicht. Ist das Familienmitglied aus einer Zucht wird bereits der Züchter meistens drauf achten, dass von der Genetik das geringste Risiko ausgeht.

Bereits mit wenigen Dingen lässt sich das Risiko, dass der Hund an HD erkranken wird minimieren bzw. hinauszögern. Dies beginnt bereits mit der Hundenahrung im Welpenalter. Besonders Hunde, die groß werden, müssen langsam wachsen. Sehr energiereiches Futter bewirkt allerdings das Gegenteil. Auch Übergewicht sorgt für einen Verschleiß der Hüfte.

Auch die Bewegung trägt seinen Teil bei. Sehr häufiges Treffen laufen macht sich ebenso bemerkbar, wie das häufige Springen auf asphaltierten oder anderen sehr festen Untergründen.

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