Spazieren mit Hund im Dunklen – ein paar Tipps

Die Spaziergänge mit dem eigenen vierbeinigen Liebling sind nicht nur wichtig für den Hund, vielmehr sorgen sie auch für eine Verbesserung des Miteinanders von Hund und Herrchen. Doch nicht immer lassen sich diese Spaziergänge im Hellen absolvieren. Vor allem, jedoch nicht nur in der nasskalten Jahreszeit, wenn es früh dunkel wird, sollte auf die geänderten Witterungsbedingungen und auch auf die Lichtverhältnisse Rücksicht genommen werden. Hier gibt es ein paar einfache Tipps und Tricks, mit denen auch in der Dunkelheit entspannte und vor allem für Hund und Halter sichere Spaziergänge möglich sind.  Hier bieten sich verschiedene Möglichkeiten an, doch zunächst einmal schauen wir uns ein paar grundlegende Dinge an, die bei einem Spaziergang im Dunklen beachtet werden sollten. Vor allem im Winter, wenn es früh dunkel wird, ist es oft nicht mehr möglich, nach der Arbeit noch einen Spaziergang bei Tageslicht zu machen. Hier kommt man oft schon in die Dämmerung rein, die dann auch ganz schnell in völlige Dunkelheit umschlägt.

Was beim Spazierengehen mit Hund im Dunklen beachtet werden muss

Spazierengehen mit dem Hund im Dunkeln
Foto: pixabay.com

Vor allem dann, wenn sich der abendliche Spaziergang im Bereich von Wiesen und Feldern oder Wald abspielt, ist es ratsam, den Hund nicht unbedingt frei laufen zu lassen. Hier empfiehlt es sich eher, mit einer Schleppleine für den nötigen Bewegungsspielraum zu sorgen. Gerade hier ist es in keinem Fall ratsam, den Hund frei laufen zu lassen. In der Dunkelheit ist es nicht nur nahezu unmöglich zu kontrollieren ob und was der Hund frisst, vielmehr lässt sich auch Wild nicht gut erkennen und viele Hunde nutzen diese Gelegenheit, dann doch einmal einen unverhofften Sprint hinzulegen und das Wild zu jagen. Doch darüber hinaus ist es auch in einer solchen Umgebung nahezu unmöglich zu sehen, wo sich der Hund gerade befindet. So ist es hier in jedem Fall sicherer, den Hund nicht komplett frei laufen zu lassen sondern eben an einer Schleppleine. Natürlich kann hier auch eine normale Leine genutzt werden, allerdings ist es bei vielen Hunden so, dass sie, wenn sie den ganzen Tag alleine waren oder noch keinen ausgiebigen Spaziergang hatten so, dass sie nun einen entsprechenden Bewegungsdrang haben, dem man in jedem Fall auch Rechnung tragen sollte. Doch daneben gibt es auch noch einige andere Dinge, die bei einem Spaziergang im Dunklen unbedingt beachtet werden sollten.

Die passende Ausrüstung für sichere Spaziergänge bei Dunkelheit

Wer sich mit seinem geliebten Vierbeiner auch in der Dunkelheit noch aufmachen möchte um einen entspannten und sicheren Spaziergang zu unternehmen, dem stehen hier einige kleine Hilfsmittel zur Verfügung. Doch auch dann, wenn bei Dunkelheit einfach noch mal raus gegangen werden muss, um den Hund seine Geschäfte verrichten zu lassen, empfiehlt es sich, auch hier die nötige Sicherheit nicht außer Acht zu lassen. In jedem Fall ist es empfehlenswert, wenn keine Stirnlampe zur Verfügung steht, eine Taschenlampe mitzuführen. Doch auch für den Hund stehen Möglichkeiten zur Verfügung, ihm auch bei Dunkelheit eine optimale Sichtbarkeit zu verschaffen. Hier stehen dem Halter wie gesagt durchaus auch verschiedene Möglichkeiten offen, aus denen er wählen oder die er auch kombinieren kann.

Die Warnweste beispielsweise ist auch für Hunde erhältlich und zwar für Hunde jeder Rasse und Größe. Hier ist es sicher nicht verkehrt, wenn Hund und Halter gleichermaßen die eigene Sichtbarkeit bei Dunkelheit und schlechter Witterung durch eine Warnweste erhöhen. Hier stehen für den Hund, wie auch für Frauchen oder Herrchen, Warnwesten in verschiedenen Farben zur Verfügung. Eine Warnweste für Hunde ist alternativ mit einem Klettverschluss oder auch mit einem sogenannten Kreuzgurt schließbar. Beim Kauf einer Warnweste für Hunde sollte in jedem Fall auf einen optimalen Sitz geachtet werden. Sie darf nicht zu eng sein, sollte aber auch in keinem Fall zu locker sitzen, damit der Hund hier nicht hängenbleiben kann und sich womöglich noch verletzen würde.

Eine weitere sehr gute Absicherung für entspannte Spaziergänge mit dem Hund im Dunklen sind sogenannte Leuchthalsbänder. Alternativ kann sich der Hundehalter hier natürlich auch für ein Leuchtgeschirr entscheiden. Beide Varianten sind in verschiedenen Größen und Ausführungen erhältlich sodass hier auch wirklich jeder genau das passende Modell finden wird. Sowohl die Leuchthalsbänder als auch die entsprechenden Geschirre sind entweder als Modelle mit Leuchtstreifen erhältlich oder aber mit blinkenden LED Lichtern. Für welche Möglichkeit sich hier der einzelne entscheidet, bleibt dem eigenen Geschmack überlassen.  Doch neben der rein optischen Absicherung gibt es noch einige Dinge, die beim Spaziergang mit dem Hund bei Dunkelheit in jedem Fall Beachtung finden sollten.

Was grundlegend wichtig ist

Wenn der Spaziergang mit dem vierbeinigen Liebling in der Dunkelheit absolviert wird, dann ist neben einer guten Sichtbarkeit von Hund und Besitzer auch noch auf einige weitere Dinge in jedem Fall zu achten. In erster Linie ist es natürlich gerade bei Spaziergängen im Dunklen besonders wichtig, dass der Hund sich an der Leine anständig aufführt und weder zu sehr zieht. Dies gilt vor allem dann, wenn der Weg an einer oder gar an mehreren Straßen vorbeiführt. Daneben sollte auch berücksichtigt werden, dass vor allem bei ängstlichen Hunden im Vorfeld diesbezüglich geübt wird. Im Zweifelsfall ist es gerade bei Dunkelheit sicherer, statt eines Halsbandes ein Geschirr zu nutzen.

Vor allem dann, wenn der Spaziergang bei Dunkelheit in einer für den Hund noch völlig fremden Umgebung stattfinden soll, ist es wichtig, dass dieser seinem Besitzer voll und ganz vertraut und dass er sicher an der Leine geführt werden kann. Bei jungen Hunden oder solchen, die noch unsicher sind, ist es in jedem Fall sicherer, neue Wege nur bei Tageslicht zu erkunden und im Dunklen lieber auf Routen zu setzen, die der Hund schon kennt. Dies erhöht in jedem Fall auch die Sicherheit von Hund und Halter.

Wer sich nun diese paar kleinen und leicht umzusetzenden Tipps zu Herzen nimmt, der kann mit seinem Hund auch bei Dunkelheit vollkommen entspannte Spaziergänge unternehmen ohne sich hier über die Sicherheit Gedanken machen zu müssen. Es empfiehlt sich auch in jedem Fall, mit dem Hund schrittweise zu üben.  Sicher sind die meisten Hunde kleinere Runden in der Dunkelheit gewohnt, dennoch ist ein richtiger Spaziergang, vielleicht sogar noch in ungewohntem Gebiet noch einmal etwas ganz anderes. Hier empfiehlt es sich wirklich, den Hund von Anfang an darauf vorzubereiten. Am einfachsten ist dies in jedem Fall mit einem Welpen oder einem jungen Hund. Diese sind noch sehr auf ihren Menschen fixiert und die Neugier siegt im Zweifelsfall auch über eventuell auftretende Angst. Zudem schweißen solche Spaziergänge auch immens zusammen, da sich der Hund hier vor allem am Anfang voll auf seinen Menschen verlassen und auch einlassen muss.

2 Kommentare

  1. Ich habe meinem Hund extra ein zusätzliches Leuchthalsband gekauft. Das Erste war ein Billigprodukt, das sein Geld nicht wirklich Wert war. Beim Zweiten habe ich auf Qualität geachtet. Es lässt sich zum einen spielend leicht in der Größe verstellen und zum anderen kann ich die Batterien mittels USB am PC aufladen. Das Halsband ist wasserfest und so konzipiert, dass es auch als Halsband mit Leine genutzt werden kann, denn es ist in der Verarbeitung genau wie ein herkömmliches Halsband gehalten. Ich kann es auf Dauerlicht oder Blinkmodus einstellen. Mein Hund liebt allerdings eher das Dauerlicht. Ich selbst trage immer eine helle Jacke mit Leuchtstreifen am Oberarm. Im dunklen Feld oder Wald habe ich zusätzlich eine Taschenlampe dabei.

  2. Immer wieder wird den Hundehaltern erklärt, wenn Sie im Dunkeln mit Ihrem Vierbeiner draußen sind, dass einige Dinge zu beachten sind. Leider scheinen einige zu denken, dass diese Tipps für sie keine Gültigkeit haben. Am Wochenende war ich spät abends, als es schon dunkel war mit meinem Kindern auf einer Nachtwanderung im Feld. Plötzlich und unvermittelt sprangen vier große Hunde aus dem Feld und verfolgten meine Kinder. Die Hunde trugen weder ein Leuchthalsband noch war der Hundehalter in direkter Nähe zu sehen. Wir haben uns sehr erschrocken. Später haben wir den Hundehalter getroffen und ihn darauf angesprochen. Er fand es vollkommen normal, dass seine Hunde ohne erkennbares Zeichen alleine im Feld umherrennen. Ich denke dabei, dass dies für die Hunde auch anders ausgehen kann. Entweder werden die Hunde durch ein Messer von einem Spaziergänger verletzt oder aber es ist ein Jäger unterwegs und schießt auf die Tiere, die er in der Dunkelheit nicht sicher erkennen kann. Wie kann man als Hundehalter nur so verantwortungslos sein?

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