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Der Hund ist weggelaufen – Tipps und Vorbeugung

Gerade junge Welpen, die die Grenzen des Rudels noch nicht kennen neigen dazu, wegzulaufen. Der Drang zur Welterkundung ist dort besonders stark. Aber auch ältere Hunde haben einen Hang dazu, nicht beim Rudel zu bleiben.

Warum läuft der Hund weg?

Der Hund ist weggelaufenGründe, weshalb der Hund überhaupt wegläuft gibt es viele. Es muss nicht einmal an der Bindung zum Hundehalter selbst liegen. In aller Regel gehört der Erkundungsdrang, mangelnde Erziehung, Jagdtrieb und Läufigkeit als Auslöser dazu. Auch das Spiel mit Artgenossen sorgt dafür, dass der Vierbeiner nicht mehr zurückkommt.

Eine mangelnde Bindung kann ein Grund für das weglaufen des Hundes sein. Durch den fehlenden Bezug zum Halter, wird dieser nicht als Rudel akzeptiert. Der Vierbeiner versucht durch das Weglaufen sich ein Rudel aufzubauen, in dem er sich sicher fühlt.

Der Erkundungsdrang ist eine Eigenschaft, die besonders junge Hunde und Welpen auszeichnet. Dies hat nichts mit schlechtem Charakter oder gar keiner Erziehung zu tun. Durch das junge Alter möchten die Welpen und junge Hunde die unbekannte Welt entdecken, sich auf unbekanntem Terrain austoben. Zudem befinden sich die Vierbeiner noch in der Prägephase und Ausbildung, woher sie ihre Grenzen noch nicht eindeutig kennen.

Der Jagdtrieb ist dem Hund angeboren. Bei Rassen, die speziell für die Jagd gezüchtet worden sind wie Dackel oder Windhund ist dieser Instinkt besonders ausgeprägt. Um diesen im Zaum halten zu können ist es wichtig, den Hund mit geeigneten Alternativen auszulasten. Dies können Suchspiele und Spiele auf Geschwindigkeit sein.

Läuft der Hund wegen Läufigkeit weg, sind die Hormone schuldig. Es ist dabei Unabhängig, ob es sich um eine Hündin oder einen Rüden handelt. Die Natur hat den Vierbeinern den Drang sich zu vermehren mit auf den Weg gegeben.

Vorbeugung ist das A und O

Wenn der Hund weggelaufen ist, ist der Halter um diesen Besorgt. Nicht selten macht sich der Hundehalter Vorwürfe, wenn dem tierischen Begleiter etwas geschieht oder durch ihn etwas verursacht wird.

Als oberste Priorität sollte an der Bindung zwischen dem Hund und Halter gearbeitet werden. Denn nur wenn der Vierbeiner seinen Menschen als führendes Rudelmitglied akzeptiert werden weitere Maßnahmen erfolgreich sein.

Wer einen Garten sein Eigen nennen kann, in dem sich der Hund aufhalten darf, sollte über eine geeignete Einzäunung nachdenken. Für die Art der Einzäunung gibt es keine Grenzen. Dies kann der bekannte Maschendrahtzaun, Lattenzaun aus Holz oder eine äußerst dichte Bepflanzung sein. Auch andere Möglichkeiten sind erdenklich. Grundlegend ist dabei wichtig zu beachten, dass der Hund nicht darüber springen und sich nicht hindurch zwingen kann.

Bis der Hund gehorcht sollte dieser besonders auf unbekannten Strecken angeleint sein. Dabei sollte der Charakter mit seinen Eigenschaften studiert werden. Bei genauem Betrachten können Muster erkannt werden, bei denen der vierbeinige Freunde gerne weglaufen möchte.

Wer mit dem Hund im Freien ohne Leine üben möchte sollte sich ein eingezäuntes Gebiet suchen. Hierfür eignen sich der eigene eingezäunte Garten und ausgewiesene Hundeplätze. Hundeplätze haben auch den Vorteil, dass erfahrene Hundehalter Tipps und Möglichkeiten rund um die Hundeerziehung geben können. Nebenbei können die Hunde sich spielend Austoben ohne wegzulaufen.

Wenn der Hund doch mal weggelaufen ist

Es kann immer wieder vorkommen, dass der Hund trotz bester Erziehung und Vorsichtsmaßnahmen weggelaufen ist. Meist fehlt in solchen Fällen der Anhaltspunkt, wo sich der Vierbeiner aufhalten könnte. Um in solchen Fällen schnellstmöglich reagieren zu können, gibt es Hilfsmittel, die sich in der Praxis bewährt haben.

Für den Fall des Weglaufens gibt es das GPS für den Hund. Unglücklicherweise meinen viele Halter, dass wenn der Hund zur Identifikation gechipt worden ist gleichzeitig den GPS-Sender haben. Dies ist jedoch ein Irrtum. Der Chip dient ausschließlich der Identifikation! Um den Hund jedoch mithilfe des GPS orten zu können wird ein GPS-Hundehalsband benötigt. Hier ist ein kleiner, unauffälliger Sender am Halsband integriert. Durch die Leichtigkeit fällt dieser nicht einmal durch das Gewicht auf.

Die Bedienung des GPS-Hundehalsbandes

GPS heißt Global Positioning System. Mithilfe von Satelliten mit GPS-Sendern und Röntgenstrahlen kann jederzeit über bestimmte Software der Aufenthaltsort des Hundes abgefragt werden. Es gibt auch Ausführungen in denen sich der GPS-Sender des Hundehalsbandes in das nächstgelegene Mobilfunknetz einwählt. Mit der entsprechenden App auf dem Smartphone oder Tablet lässt sich auch hiermit der Standort des Hundes abfragen.

Nicht ganz so weit verbreitet, jedoch genauso effektiv wie das GPS-Halsband ist die Weste. Auch dort ist ein GPS-Sender integriert.

Die heutigen GPS-Halsbänder sind sehr weit entwickelt. Dies ermöglicht eine zuverlässige Ortung und genau Abbildung auf dem Kartenwerk des Empfängergerätes. Der Einsatz ist sogar weltweit möglich. In den meisten Geräten ist ein Energiesparmodus integriert. Der Sparmodus sorgt dafür, dass die Batterie äußerst lange hält.

Fazit

Wer einen Hund besitzt, der einen besonderen Hang zum weglaufen hat, sollte sich Gedanken über ein GPS-Ortungsgerät im Halsband machen. Der Vierbeiner wird durch das Gerät nicht eingeschränkt und sorgt beim Hundehalter für weniger Ängste und Sorgen.


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Kommentare

Heike 2. Mai 2017 um 10:42

Mit Schrecken erinnere ich mich an einen Tag im letzten Sommer, als meine beiden Hunde wegliefen. Ich wollte gerade die Haustür zumachen und bemerkte nicht, dass die kleinere der beiden noch durchschlüpfte. Ich sah sie nur plötzlich auf die Straße rennen. Vor Schreck ließ ich die Tür los, was zur Folge hatte, dass ihr die zweite Hündin sofort folgte. Ich holte sofort meine Hundepfeife, auf die beide normalerweise sehr gut reagieren, aber blöderweise diesmal nicht, denn sie waren schon die Straße komplett runtergerannt. Mein Mann schwang sich auf das Fahrrad und fuhr den beiden nach. Die größere kam nach ca. 500 m ihm entgegengelaufen. Die Kleinere allerdings rannte und rannte. Ein Nachbar meinte, dann sie würde am Ende des Wohnviertels in einem Vorgarten sitzen. Zum Glück hat mein Mann sie gefunden und zusammen kamen sie nach Hause, wobei beide ordentlich neben dem Fahrrad herliefen.

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Peter 28. August 2017 um 8:23

Ich glaube es gibt keinen Hundehalter, dem sein Hund noch nicht weggelaufen ist. Sicherlich besteht bei uns in Deutschland Leinenzwang, jedoch habe ich persönlich nichts dagegen, wenn man seinen Hund im freien Feld auch mal ohne Leine laufen lässt. Natürlich sollte man sich vorher vergewissern, dass keine anderen Tiere aufgeschreckt werden. Im eigenen Interesse sollte Hundehalter ihren freilaufenden Hund jedoch mit einer Hundemarke und vor allen Dingen mit einem Adressanhänger versehen. Läuft der Hund zu weit oder hat er eine Fährte aufgenommen und kommt nicht mehr zu seinem Halter zurück, dann haben Finder die Chance den Hundehalter zu informieren. Sicherlich kann jeder Tierarzt auch den Chip auslesen, aber kaum jemand denkt daran, mit einem Fundhund zum Tierarzt zu gehen. Mit einem Adressanhänger kann man als Hundehalter viel Ärger aus dem Weg gehen.

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Tanja 14. September 2017 um 11:44

Mein Hund hatte den Drang immer wieder weg zulaufen. Das ging soweit, dass ich nicht mal die Tür für den Postboten öffnen konnte, ohne dass der kleine Racker zwischen den Beinen davon sauste. Ich habe mich zwar lange dagegen gesträubt, mir jedoch endlich ein GPS-Halsband für den Hund besorgt. Sobald wir morgens aufstehen, bekommt er das Halsband m it dem Empfänger angezogen. Gestern lief er wieder davon, als ich kurz mit de Nachbarin gesprochen habe. Bemerkt habe ich dies allerdings erst gut eine Stunde später. Ich also sofort den GPS-Sender genommen und geschaut, wo sich mein vierbeiniger Freund befindet. Laut dem GPS stand er im Feld bei einer Kuhherde und hat diese bewundert. Ich ging also los und tatsächlich, da stand er und bellte was das Zeug hielt die Kühe an, die sich aber für ihn zum Glück nicht interessierten.

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