Mundgeruch bei Hunden – Was kann ich tun?

Mundgeruch bei Hunden
Unangenehm... der Mundgeruch bei Hunden. Foto: Hannamariah / Bigstockphoto.com

Unsere Hunde sind nicht selten zugleich auch unsere besten Freunde und treuesten Begleiter. Viele Jahre verbinden Hund und Halter, in denen sich viele schöne Momente ergaben, viele Abenteuer wurden gemeinsam bestritten. Es gibt auch in einer Hund-Mensch-Beziehung sowohl gute als auch schlechte Zeiten.

Da ist es doch nicht verwunderlich, dass die meisten Hundebesitzer nicht nur um die Gesundheit ihrer vierbeinigen Lieblinge besorgt sind, sondern hier und da auch die eine oder andere intensive Schmusestunde genossen wird.

Nicht wenigen Hundebesitzern fällt in manchen Situationen ein mehr oder weniger starker Mundgeruch an ihrem Hund auf.

Nun kann dieser Mundgeruch rein theoretisch vollkommen harmloser Natur sein, kann aber auch auf erhebliche Probleme hindeuten.

Was genau ist eigentlich Mundgeruch bei Hunden?

In der Tiermedizin wird eigentlich weniger von einem Mundgeruch oder Maulgeruch gesprochen, vielmehr ist hier von Halitosis die Rede oder auch von Foetor ex ore.  Nun muss natürlich auch unterschieden werden zwischen verschiedenen Arten von Mundgeruch beim Hund, die natürlich auch verschiedene Ursachen haben.

Wenn Hunde Mundgeruch haben, dann kann dieser entweder aus der Maulhöhle an sich kommen oder auch aus dem Verdauungstrakt. Auch Magenprobleme und Erkrankungen der Speiseröhre können zu unangenehmen Gerüchen kommen, die in die Maulhöhle steigen, wo sie vom Besitzer dann wahrgenommen werden.

Mundgeruch bei Hunden
Unangenehm… der Mundgeruch bei Hunden. Foto: Hannamariah / Bigstockphoto.com

Mundgeruch ist in den meisten Fällen also im Grunde genommen lediglich ein Symptom, was auf eine Erkrankung hindeuten kann oder auch einfach nur auf eine Verdauungsstörung. Doch auch dann, wenn ein Hund Kot gefressen hat, kann er an Mundgeruch leiden.

Den Unterschied zwischen einem durch Fressen bedingten Mundgeruch und einem der auf einer Erkrankung oder einer anderen Problematik beruht, ist für die meisten Hundebesitzer schwer zu unterscheiden.

Ein guter Anhaltspunkt ist neben der Intensität auch die Dauer des unangenehmen Geruchs. Rührt dieser daher, dass der Hund etwas Bestimmtes gefressen hat, dann sollte er sich in kurzer Zeit wieder geben oder zumindest weniger werden. Bei einer Erkrankung als Grund wird er eher intensiver und hält auch ziemlich lange an.

Die Ursachen für Mundgeruch bei Hunden

Auch bei Hunden kann Mundgeruch verschiedene Ursachen haben. Sicher tritt bei vielen Hunden ein kurzeitiger unangenehmer Mundgeruch nach der Aufnahme bestimmter Nahrung auf. Hier kann vor allem bei Rassen mit einem entsprechenden Fellaufkommen um das Maul herum dafür verantwortlich sein, dass der Hund vermeintlich aus dem Maul riecht. Hier liegt die Ursache jedoch nicht selten in Nahrungsresten, die sich im Fell festgesetzt haben.

Doch wer bei seinem Hund Mundgeruch wahrnimmt, der sollte hier in erster Linie an die Zähne und das Zahnfleisch denken. Oft sind es Bakterien in der Maulhöhle, die für einen unangenehmen Geruch verantwortlich sind. Doch auch schlechte Zähne, Karies und Parodontose sowie Entzündungen am Zahnfleisch können ursächlich für Mundgeruch sein.

Wenn der Mundgeruch nun nicht auf Zähne oder Zahnfleisch zurückzuführen ist, so gibt es dennoch einige Ursachen im Maulbereich, die hierfür verantwortlich sein können. So gibt es zum Beispiel auch den Fall, dass sich an den Lefzen des Hundes ein Ekzem gebildet hat, was sich ebenfalls durch Mundgeruch bemerkbar machen kann.

Auch tumoröse Wucherungen im Mund können mit derartiger Symptomatik einhergehen. Hier ist der auftretende Mundgeruch meist als erstes Anzeichen zu sehen, noch bevor erste äußerlich erkennbare Anzeichen auftreten.

Doch neben diesen Ursachen sind auch noch weitere möglich. Sie können auch auf Beschwerden und ernsthafte Erkrankungen im Verdauungstrakt zurückzuführen sein. Hier in diesem Fall weist der Mundgeruch beim Hund eine leicht bittere Note auf, was nicht selten auf eine akute oder chronische Magenschleimhautentzündung zurückzuführen ist.

Eine Gastritis ist in den meisten Fällen leicht zu behandeln, jedoch sollte sie frühzeitig erkannt und auch behandelt werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass hieraus keine chronische Erkrankung resultiert.

Ein weiterer Grund für Mundgeruch kann auch Diabetes sein. Dies  ist eine immer häufiger auch bei Hunden auftretende Erkrankung. Im Falle, dass eine Diabetes Erkrankung vorliegt, äußert sich der Mundgeruch beim Hund eine obstartige Duftnote an, die auch leicht an den Geruch von Aceton erinnern kann. Diabetes ist bei einigen Hunderassen weit verbreitet.

Wenn Hundebesitzer einen derartigen Mundgeruch bei ihrem Tier wahrnehmen, ist es dringend anzuraten, sich an den Tierarzt zu wenden.  Dieser kann mittels einer Blutuntersuchung feststellen, ob und in welchem Umfang der Hund an Diabetes leidet und ob er Insulin in Form von Spritzen braucht oder ob er Tabletten bekommen muss.

Auch von einem Nierenproblem herrührend kann Mundgeruch beim Hund auftreten. Dieser äußert sich dann auch in den meisten Fällen dadurch, dass der Mundgeruch eine leicht urinartige Note annimmt und geht in den meisten Fällen durchaus auch mit weiteren Begleiterscheinungen einher.

So kommt es nicht selten vor, dass ein auf erkrankten Nieren basierender Mundgeruch mit Problemen beim Wasserlassen und einem stark veränderten Saufverhalten des Hundes einhergehen. In den meisten Fällen trinken betroffene Hunde besonders viel und auch sehr oft.

Mundgeruch beim Hund: die möglichen Ursachen sind sehr vielfältig
Mundgeruch beim Hund: die möglichen Ursachen sind sehr vielfältig. Foto: manushot / Bigstockphoto.com

Natürlich haben Hunde auch altersbedingt einen gewissen Mundgeruch. Dieser rührt von schlechten Zähnen, einer gestörten Verdauung und natürlich auch von einer meist überreizten oder gar entzündeten Magenschleimhaut her. Natürlich haben alte Hunde auch vermehrt Bakterien im Maul, sie haben oft ein nicht mehr ganz gesundes Zahnfleisch und auch der Rachenbereich ist nicht selten von zahlreichen Bakterien überzogen, welche ihrerseits auch wieder Mundgeruch verursachen.

Oftmals tritt Mundgeruch beim Hund einfach auch aufgrund falscher Ernährung auf. Hierbei sollte jeder Hundebesitzer bedenken, dass vor allem Nassfutter oft zu Mundgeruch führt, wobei auch Frischfleisch hierfür verantwortlich sein kann.

Was tun, wenn der Hund Mundgeruch hat?

Mundgeruch kann ja nun die verschiedensten Ursachen haben. Hier sollte, sobald das Auftreten bemerkt wird, durchaus auch direkt mit der Ursachenforschung begonnen werden. Hier ist nicht zuletzt auch der Geruch selber entscheidend.

Grundsätzlich jedoch sollte bei Mundgeruch immer der Weg zum Tierarzt gegangen werden. Nur so kann ausgeschlossen werden, dass dieser auf eine ernsthafte Erkrankung zurückzuführen ist.

Natürlich sind in bestimmten Fällen auch verschiedene Zahnpflegeprodukte ratsam.

  • Hier eignen sich unter anderem auch Kauknochen für die Zahnpflege, da sie das Aufkommen von Zahnstein reduzieren können.
  • Doch auch Zahnbürste und Zahnpasta sollten hier zum Einsatz kommen, da sich so die Bakterien und Verunreinigungen am besten beseitigen lassen.

Wichtig ist da natürlich, den Hund am besten schon im Welpenalter an die gezielte Zahnpflege zu gewöhnen. Hier kann es ratsam sein, gleich einen kleinen Vorrat an Zahnbürsten für den Welpen zu kaufen, so kann er immer eine zum drauf rum beißen haben und verbindet so schon einmal entspannten Spaß mit der Zahnpflege.

Natürlich sollte bei übermäßiger Bildung von Zahnstein immer auch der Tierarzt konsultiert werden. Zahnstein führt zu Bakterienbildung und sollte in jedem Fall entfernt werden. Bakterien können auf lange Sicht auch anderweitig zu Entzündungen im Mundbereich führen und sollten immer vermieden werden.

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1 Kommentar

  1. Unsere Hunde hatten bis heute noch niemals ernsthaften Mundgeruch, mal abgesehen davon, wenn Sie etwas sehr intensives wie Pansen gefressen haben. Ich hoffe, dass dies auch noch lange so bleibt. Da das Zähneputzen bei meinen beiden Hunden nicht wirklich machbar ist, denn zu einem ist das Maul zu klein, als dass man darin hantieren könnte und zum anderen weigern sich die beiden das Maul zu diesem zweck zu öffnen, musste ich mir was anderes einfallen lassen. Herkömmliche Kauartikel lehne ich ab, da sie eher als Fressen dienen und kaum zur Zahnpflege herhalten. Ich habe nach langem Testen ein Pulver auf Algenbasis im Tierhandel gefunden, das man unter das Fressen mixt. Dadurch soll die Speichelproduktion angeregt werden. Ich muss sagen, bisher klappt es sehr gut.

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